Aktualisiert: 27.08.2020 - 14:30

Lohnt es sich, aufzusatteln? So wirkt sich Fahrradfahren auf die weibliche Sexualität aus

Steht guter Sex mit Fahrradfahren im Zusammenhang? Eine wissenschaftliche und umfassende Studie kam zu interessanten Ergebnissen.

Foto: iStock/Rafal Olkis

Steht guter Sex mit Fahrradfahren im Zusammenhang? Eine wissenschaftliche und umfassende Studie kam zu interessanten Ergebnissen.

Gibt es einen Zusammenhang zwischen regelmäßigem Fahrradfahren und der weiblichen Sexualität? In einer Studie wurden Radfahrerinnen mit Nichtradlerinnen bezüglich Sexual- und Harnfunktion verglichen. Hier gibt es die spannenden Ergebnisse...

Beim momentanen Wetter können wir uns bedenkenlos aufs Fahrrad schwingen. Gründe fürs Aufsatteln gibt es viele, denn Fahrradfahren bringt eine Vielzahl von gesundheitsfördernden und glücklich machenden Effekten mit sich. Eine umfangreiche und multinationale Studie der University of California San Francisco (UCSF) hat sogar herausgefunden, wie sich jahrelanges regelmäßiges Fahrradfahren auf die Sexualität und Harnfunktion von Frauen auswirkt.

Studie: Gibt es einen Zusammenhang zwischen Fahrradfahren und gutem Sex?

Insgesamt 3 118 Frauen nahmen an der wissenschaftlichen Studie der kalifornischen Universität teil – 34 Prozent waren Nicht-Fahrradfahrerinnen, 53 Prozent Fahrradfahrerinnen mit niedriger Intensität und 13 Prozent mit hoher Intensität, die also seit mehr als zwei Jahren mindestens dreimal die Woche durchschnittlich mehr als 40 Kilometer auf dem Sattel verbringen.

Interessantes Ergebnis: Die Auswertung wies auf eine verbesserte Sexualfunktion bei hochintensiven Fahrradfahrerinnen hin und bemerkte zudem eine geringere Wahrscheinlichkeit für sexuelle Funktionsstörungen als bei Nicht-Fahrerinnen.

Woran das liegen kann? Sexualmediziner und Buch-Autor Dr. med. Axel-Jürg Potempa erklärt: "Durch den Sport steigt der Testosterongehalt im Blut und somit auch die sexuelle Lust, gleichzeitig steigt durch das Fahrradfahren die Durchblutung im kleinen Becken und die sexuelle Empfindsamkeit." Zudem sollen Fahrradfahrerinnen oft ein besseres Körpergefühl haben – "das steigert die sexuelle Experimentierfreude."

Nachteil beim Fahrradfahren: Sattelwunden...

Gleichzeitig ergab die Studie aber auch, dass es einen Zusammenhang zwischen langjährigem Fahrradfahren und Taubheit im Genitalbereich, Sattelwunden (also Scheuerstellen und Satteldruck) sowie Harnwegsinfektionen gibt. Diese Effekte können wiederrum die sexuelle Aktivität und Lust hemmen.

Thomas W. Gaither, ein Medizinstudent der UCSF und Autor der Studie, bemerkte: "Wenn wir einen Weg finden könnten, Sattelwunden und Infektionen zu verhindern, glauben wir, dass Radfahren die sexuelle Gesundheit von Frauen verbessern kann."

Dennoch: Die Vorteile überwiegen klar! Die zehn überzeugendsten Gründe, warum Fahrradfahren gesund ist, haben wir Ihnen hier zusammengestellt – jetzt aufsatteln!

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Mehr über die Studie erfahren Sie hier.

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