26.07.2017

Der Sex-Experte antwortet Wann hat mein Partner wirklich Lust auf Sex?

Hat er nun Lust auf Sex oder nicht? Das können Sie ohne Worte rausfinden.

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Hat er nun Lust auf Sex oder nicht? Das können Sie ohne Worte rausfinden.

Ist die Lust da oder nicht? Sexualmediziner Dr. med. Axel-Jürg Potempa erklärt, an welchem Körperteil Sie direkt erkennen können, ob ihr Partner heiß auf Sex ist.

Männer und Frauen denken häufig nicht das Gleiche. Wenn es um Sex geht, dann gibt es jedoch eine eindeutige Sprache zwischen zwei Partnern – und die kommt meist ohne Worte aus. Aber: Wie wird die Lust auf Sex eigentlich ausgedrückt? bildderfrau.de hat bei dem Sexualmediziner und Buch-Autoren Dr. med. Axel-Jürg Potempa nachgefragt.

Wie kann ich erkennen, ob mein Partner Lust auf Sex hat?

Dr. Potempa: "Wenn Sie wissen wollen, ob der Partner wirklich gerade Lust auf Sex hat und ob der Orgasmus echt ist, dann müssen Sie ihm in die Augen sehen. Die Augen sind die erogenste Zone, weil sie die Lust am besten wiederspiegeln.

An den Augen erkennt man sofort, ob die Partnerin oder der Partner Lust hat. Wenn man das sieht, dann reflektiert das sofort zu einem zurück, dadurch kann es zum perfekten Sex kommen. Weil man in dem Moment eine Einheit bildet, was zu einem oder mehreren Orgasmen führen kann."

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Was passiert in dem Moment mit den Augen?

Dr. Potempa: "In den Augen treffen sich die Gefühle der beiden Partner. Sendet der eine Signale mit den Augen, dann kann das die Lust von beiden Partnern verstärken. Die Beobachtung des Partners oder der Partnerin spielt deshalb eine ganz große Rolle.

Ein Zeichen für eine sexuelle Luststeigerung ist eine Veränderung der Pupillenweite. Hierbei gibt es drei Stufen des Liebesspiels – die bei gleichbleibenden Lichtverhältnissen normalerweise sehr gut in den Augen des Partners erkennbar sind:

  1. Wenn ein Interesse an dem Partner beginnt, dann werden die Pupillen weit. Das gilt sowohl für Paare, die schon lange zusammen sind, als auch für zwei Menschen, die sich gerade erst kennengelernt haben. An den geweiteten Pupillen kann man das Interesse des anderen sehr leicht erkennen. Die Veränderung der Pupillen wird durch den Nerventyp Sympathikus gesteuert.
  2. Im nächsten Stadium, und zwar während der sexuellen Erregung, des Vorspiels und des Geschlechtsverkehrs, verengen sich die Pupillen. Diese zweite Stufe wird durch den Nerventyp des Parasympathikus bestimmt.
  3. Wenn es dann zum Orgasmus kommt, dann dominiert wieder der Sympathikus. Dieser lässt die Pupillen erneut weiten. Daran erkennt man sehr gut, ob ein Orgasmus nur vorgetäuscht wurde oder nicht – und das gilt bei Frauen und bei Männern.

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Übrigens: Eine Studie hat herausgefunden, dass Blickkontakt beim Sex einen besonders lustvollen Orgasmus beschert: Sieht man in ein Gesicht, das einem sympathisch ist, das man mag und schön findet, dann verstärkt dies die Produktion des Botenstoffs Dopamin – der für die sexuelle Lust und für Glücksgefühle sorgt. Außerdem gibt es nichts Verbindenderes, als wenn sich zwei Partner beim Orgasmus in die Augen sehen – das ist die wohl stärkste Form des Sichaufeinandereinlassens.

Deshalb: Schauen Sie doch beim nächsten Mal etwas genauer hin, so können Sie Ihren Partner noch besser kennenlernen und Ihre Beziehung weiter stärken.

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Dr. Axel-Jürg Potempa arbeitet als Urologe, Androloge, Sexual-, Partnerschaftsmediziner und als Buchautor in München. Mehr Informationen über ihn finden Sie auf seiner Website: www.dr-potempa.jimdo.com/

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