31.05.2017

Partnerschaft 8 Streitkiller – und wie sie zu vermeiden sind

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Manche Sätzen werden im Streit wie Floskeln benutzt. Trotzdem können Sie eine extreme Wirkung auf den Partner haben.

Foto: iStock/Wavebreakmedia

Manche Sätzen werden im Streit wie Floskeln benutzt. Trotzdem können Sie eine extreme Wirkung auf den Partner haben.

Wem ist nicht schon mal eine Bemerkung à la „Das habe ich dir schon tausendmal gesagt!“ rausgerutscht? Diese Sätze können eine große Wirkung haben!

Im Streit oder einer gereizten Situationen sagen wir manchmal Dinge, die gar nicht so gemeint waren – einfach, weil wir nicht darüber nachdenken. Solange es in Ihrer Partnerschaft eher eine Seltenheit bleibt, kein Problem. Gefährlich wird es allerdings, wenn solche unbedachten Sätze zum Dauerthema werden.

Bei unbedachten, aber eben verletzenden Sätzen geht es darum, wer die Macht in der Beziehung hat. Um selbst gut dazustehen, macht man den Partner runter. Das kann aber dazu führen, dass der Zusammenhalt immer mehr bröckelt.

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Natürlich darf man den Partner kritisieren, aber es sollte sachlich und nicht beleidigend sein. Außerdem sollte man dem Partner immer zu verstehen geben: Auch wenn mir einzelne Verhaltensweisen an dir nicht passen, habe ich dich doch gern.

Wir haben Ihnen die häufigsten Streit-Sätze und ihre Wirkungen aufgelistet. Lesen Sie, welche Formulierungen im Streit geeigneter wären.

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1. Immer muss ich alles alleine machen

Bedeutet: Du lässt mich mit allem allein. Wir haben keine Gemeinsamkeiten mehr.

Besonders gefährlich: Das Wörtchen „immer“ ist eine verallgemeinernde Anklage, die dem „Täter“ keinen Ausweg lässt.

Besser: Ich fühle mich oft von dir allein gelassen, vermisse deine Rückendeckung.

2. Das verstehst du ja doch nicht

Bedeutet im Klartext: Du bist zu dumm! Und deshalb gebe ich mir auch nicht die Mühe, dir das Problem zu erklären.

Besonders gefährlich dabei: Der Partner wird wie ein Kind behandelt.

Besser: Lass mich dir zeigen, wie es geht. Wir können es auch zusammen machen, dann ist es für dich einfacher.

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3. Du hörst mir nie zu

Bedeutet: Du verstehst mich nicht, hast kein Interesse für meine Bedürfnisse.

Besonders gefährlich: „Nie“ ist ein echtes Killer-Wort. Damit spricht man dem anderen die Fähigkeit ab, sich zu ändern.

Besser: Ich fühle mich von dir nicht verstanden, denn du gehst nicht genug auf meine Probleme ein.

4. Du bist schon wie deine Mutter!

Bedeutet: Deine Mutter ist ein Drachen. Indem ich dich mit ihr vergleiche, will ich dich verletzen.

Besonders gefährlich: Das setzt die Familie des Partners herab – und damit auch ihn.

Besser: Dieses Verhalten von dir stört mich. Kannst du das nicht ändern?

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5. Das habe ich Dir schon tausend Mal gesagt

Bedeutet: Ich bin dir so unwichtig, dass du nicht mal den Müll mit runter nimmst.

Besonders gefährlich: Das Wort „tausend“ suggeriert, dass der Partner sich bewusst taub stellt. Die Folge: Er blockiert, nach dem Motto: „Jetzt erst recht nicht.“

Besser: Ich bin traurig, dass du die Dinge, die wir besprochen haben, nicht erledigst. Was kann ich tun, damit du den Müll runterbringst?

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6. Warum kommst du erst jetzt?

Bedeutet: Ich misstraue dir, deshalb will ich dich kontrollieren.

Besonders gefährlich: Dieser Vorwurf verlangt eine Erklärung – und das drängt den Partner in die Ecke.

Besser: Du bist ganz schön spät. Ich habe mir Sorgen gemacht. Was war denn los?

7. Dir kann man auch nie etwas recht machen

Bedeutet: Ich gebe mir Mühe, aber du erkennst das nicht an, meckerst nur.

Besonders gefährlich: Dieser Satz lässt den Partner resignieren, nach dem Motto: „Dann mach deinen Mist allein!“

Besser: Ich verstehe nicht, warum du unzufrieden bist. Kann es sein, dass unsere Vorstellungen nicht zusammenpassen?

8. Du hast dich so verändert

Bedeutet: Früher hast du mir besser gefallen.

Besonders gefährlich: Partner entwickeln sich weiter. Das wird hier aber nicht akzeptiert.

Besser: Ich denke öfter an früher. Wäre doch schön, wenn wir noch mal zusammen so sorglos sein könnten.

Wie reagiert man selbst auf Beleidigungen?

Sofort dem Partner sagen, dass man möchte, dass so etwas nicht wieder vorkommt. Denn: Beleidigungen verletzen die Seele. Reagiert man nicht, ist der Schaden später irgendwann so groß, dass die Beziehung daran kaputt gehen könnte.

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Können Sie verzeihen?

Wenn wir einen Fehler machen, hoffen wir, dass uns schnell verziehen wird. Doch wie gut sind wir selber im Vergeben? Sind Sie ein nachtragender Mensch? Machen Sie den Test!

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