21.08.2018 - 09:00

Erotische Tagträume Warum Ihnen Ihre Sex-Fantasien nicht peinlich sein müssen

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Im Durchschnitt geben sich Frauen 19 Mal am Tag sexuellen Fantasien hin. Diese können das Liebesleben positiv beeinflussen – egal ob ausgelebt oder geheim gehalten.

Foto: iStock/BraunS

Im Durchschnitt geben sich Frauen 19 Mal am Tag sexuellen Fantasien hin. Diese können das Liebesleben positiv beeinflussen – egal ob ausgelebt oder geheim gehalten.

Sexuelle Fantasien haben Frauen ebenso wie Männer. Und auch wenn sich die Inhalte unterscheiden mögen, so haben sie doch eines gemeinsam: Diese Träume sind der Schlüssel für ein richtig gutes Liebesleben. Denn Sex entsteht im Kopf. Lesen Sie, welche positiven Auswirkungen Ihre erotischen Fantasien haben können.

Dass Männer und Frauen gleichermaßen sexuelle Fantasien haben, ist nicht neu und auch nicht verwunderlich. Dabei geht es aber nicht immer nur um Fesselspiele oder Dreier. Die Unterschiedlichkeit der Menschen zeigt sich auch in ihren verschieden ausgeprägten Sex-Fantasien: Von Blümchensex über kreativ zu ein bisschen gefährlich und unterwerfend: Sexträume können die verschiedensten Formen annehmen – und laut einer Studie sogar die Partnerschaft beeinflussen – positiv wie negativ...

Die häufigsten sexuellen Fantasien von Männern und Frauen

Frauen denken durchschnittlich 19 Mal am Tag an Sex – also fast einmal in der Stunde!

Dabei sind die Fantasien, statistisch gesehen, nicht so exzentrisch ausgefallen wie bei Männern. Mehr als 80 Prozent der Männer träumen von

  1. Oralsex,
  2. einem Dreier mit zwei Frauen,
  3. Sex mit einem/einer Fremden,
  4. Sex an einem außergewöhnlichen Ort,
  5. zwei Frauen beim Sex zu beobachten und
  6. auf dem Sexpartner zu ejakulieren.

Der Großteil der Frauen träumt hingegen von romantischen Gefühlen beim Sex, Sex an einem romantischen sowie an einem ausgefallenen Ort. Weitere verbreitete Erotikfantasien sind beidseitiger Oralsex und sich vom Partner masturbieren zu lassen – oder den Partner mit der Hand zu befriedigen. Dominanz in beide Richtungen oder Sex mit mehreren, auch fremden Personen, stehen ebenfalls noch relativ weit oben.

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Für ein besseres Sexleben: So realisieren Sie Ihre Sexträume

In unserer Fantasie können wir uns der Beschränkungen des Alltags vollkommen entledigen. Und der gedankliche Ausflug in das Reich der Wonne ist ganz nebenbei auch noch sehr gesund: Wer wild fantasiert, erholt sich von Alltagsschwierigkeiten und erlangt ganz schnell körperliche Entspannung.

Aber auch in die Partnerschaft können sexuelle Fantasien neuen Schwung bringen. Erotische Tagträume können die Sexlust in der Partnerschaft steigern, indem gewisse Fantasien ausprobiert und das Liebesleben somit aufregender und vor allem abwechslungsreicher gestaltet werden kann. Inmitten der alltäglichen Routine fällt es Partnern jedoch oftmals schwer, über ihre Erotikträume zu sprechen, insbesondere weil sie Angst haben, den Partner vor den Kopf zu stoßen oder sogar die Beziehung zu gefährden. Sexuelle Sehnsüchte bleiben da schnell mal auf der Strecke.

Eine Möglichkeit, um sich vorsichtig mit den sexuellen Wünschen an den Partner heranzutasten, ist es, kleine Andeutungen zu machen, indem Sie z.B. Ihren Partner auf eine bestimmte Seite in einem Erotikbuch oder auf eine erotische Filmszene, die Sie gerne mal nachspielen wollen, aufmerksam machen. Oder Sie suchen einfach ganz offen das Gespräch mit Ihrem Partner: Tauschen Sie sich über aktuelle Vorstellungen und Wünsche bezüglich des Sexlebens aus und gehen Sie Kompromisse ein.

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Natürlich sollte keiner etwas tun, was er oder sie nicht möchte. Deshalb ist es wichtig, nicht felsenfest an den eigenen Sexträumen festzuhalten, sondern einen Austausch zu ermöglichen und die persönlichen Grenzen des anderen zu respektieren und zu wahren. Sexuelle Wünsche zahlen sich in der Realität nur dann aus, wenn beide Partner etwas davon haben.

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Fantasien mit dem Partner oder mit anderen: Laut Studie gibt es Unterschiede

Allerdings scheint es einen Unterschied zu geben, ob man sexuelle Fantasien mit dem eigenen Partner oder mit jemand anderem hat – vor allem in Bezug auf die eigene Partnerschaft. So ist es nachgewiesen, dass am Anfang einer Beziehung eher von Sex mit dem Partner fantasiert wird, eine sogenannte dyadische Fantasie. Mit der Zeit lässt das aber oft nach, viele beginnen, von anderen zu fantasieren. Dies wird dann extradyadische Fantasie genannt, beschreibt Psychologin Gurit Birnbaum in "Psychology Today" bzw. im "Personality and Social Psychology Bulletin".

Wie eine israelische Studie unter Birnbaums Mitwirken zeigt, können aber Sex-Fantasien mit dem eigenen Partner die Beziehung festigen – während Fremdfantasierende sich im Laufe der Zeit eher abwenden:

Die teilnehmenden Paare sollten in der ersten von vier Studienphasen entweder über ihren Partner oder über jemand anderen fantasieren. Der Unterschied zeigte sich in den Erzählungen: Teilnehmer mit dyadischen Fantasien beschrieben, dass sie neben dem eigenen Glücksempfinden auch ihren Partner glücklich sehen wollen. Bei den Teilnehmern mit extradyadischen Fantasien hingegen stand eher der eigene Spaß an erster Stelle.

In einem zweiten Schritt sollten sich die Probanden vorstellen, eine aktuelle Sorge entweder mit dem Partner oder mit jemand anderem zu diskutieren. Auch hier zeigte sich, dass die Teilnehmer, die extradyadisch fantasierten, ihr Interesse am Partner nicht steigern konnten. Und zwar weder sexuell noch platonisch. Dagegen steigerte sich die Lust auf Sex sowie auf andere beziehungsfördernde Aktivitäten bei den dyadisch fantasierenden Probanden.

Dann ging es für jeden daran, die sexuellen Fantasien direkt nach dem Gedanken daran aufzuschreiben. Außerdem sollten positives und negatives eigenes Verhalten in einer Art Selbstreflexion aufgeschrieben werden. Die Ergebnisse bestätigten Schritt zwei: Die Probanden, die in sexuellen Fantasien an ihren Partner dachten, waren zärtlicher und liebevoller ihrem Partner gegenüber.

Auch bei Schritt vier hieß es wieder Tagebuch schreiben – für sechs Wochen sollten die Häufigkeit dyadischer Fantasien, das Verlangen nach Sex mit dem Partner sowie positive und negative Beziehungsaspekte und Wahrnehmungen sowie beziehungsförderndes Verhalten aufgeschrieben werden.

Fazit der Studie war letztlich, dass die Teilnehmer, die sexuelle Fantasien dem eigenen Partner gegenüber hatten, sowohl diesen als auch die Beziehung selbst danach positiver betrachteten. Man sieht: Die Fantasie hat tatsächlich Auswirkungen auf das reale Leben und in diesem Fall auch auf die Partnerschaft.

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Sexuelle Fantasien dürfen auch geheim bleiben

Dabei müssen nicht alle Sexträume ausgesprochen oder gar realisiert werden – auch wenn sie ein Geheimnis bleiben, können sie eine große Bereicherung für das Sexleben sein. Denn Lust und Erotik entsteht zuallererst im Kopf! Das Gehirn ist unser wichtigstes Sexualorgan. Die Fantasie ist ein besonders wirkungsvolles Vorspiel. Manchmal sogar besser als jede noch so gut gemeinte Streicheleinheit. An wen auch immer Sie denken: Er oder sie sorgt in Ihrem Kopf für eine hoch erotische Vorstellung, die in Ihrem Körper eine Ausschüttung des körpereigenen Stoffs Phenyläthylamin bewirkt – und dieser lässt das Verlangen nach Sex entstehen!

Solche Erkenntnisse über die geheimen Sexfantasien von Frauen erklären auch den riesigen Erfolg der Buch- und Filmreihe "Fifty Shades of Grey". Laut einer kanadischen Studie hegen 65 Prozent der Frauen ähnliche Unterwerfungsfantasien, 36 Prozent träumen sogar davon, geschlagen zu werden. Die wenigsten wollen diese Erotikträume aber auch wirklich ausleben. Die erotische Liebesgeschichte zwischen Anna Steele und Christian Grey bietet da die ideale Projektionsfläche.

Sich den eigenen sexuellen Fantasien bewusst zu sein, gibt letztlich auch großen Aufschluss über die Komplexität der menschlichen Begierde und Lust.

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