Aktualisiert: 03.08.2021 - 22:02

Große Umfrage hat ermittelt Liebeskummer? So lange leiden Betroffene durchschnittlich daran

Von Redaktion

Wie lange leiden Menschen, deren Bezeihung gescheitert ist? Eine Umfrage hat ermittelt, wie lange Liebeskummer durchschnittlich andauert.

Foto: Getty Images / Jamie Grill

Wie lange leiden Menschen, deren Bezeihung gescheitert ist? Eine Umfrage hat ermittelt, wie lange Liebeskummer durchschnittlich andauert.

Geht eine Beziehung auseinander, haben die ehemals Liebenden darunter zu leiden. Manche länger, manche kürzer. Doch wie lange dauert Liebeskummer durchschnittlich? Was bei einer Umfrage herauskam.

"Liebeskummer lohnt sich nicht, my Darling" – so der Titel eines überaus erfolgreichen Schlagers aus den 1960ern. Und auch wenn die meisten bestimmt gut darauf verzichten könnten, müssen sich einige hin und wieder leider doch damit herumschlagen. Doch wann ist diese Leidenszeit eigentlich durchschnittlich wieder beendet? Eine Umfrage hat ermittelt, wie lange Liebeskummer durchschnittlich andauert.

Laut Umfrage dauert Liebeskommer im Schnitt so lange an

Die Online-Partnervermittlung Elitepartner gibt jährlich eine Studie heraus, für die Personen rund um Beziehungsbelange befragt werden. Für die diesjährige haben sich rund 7260 in Deutschland lebende Internetnutzer im Alter zwischen 18 und 69 Jahren online geäußert. Unter anderem auch rund ums Thema Liebeskummer.

Wer jetzt davon ausgeht, dass es natürlich die Frauen sind, die ganz im Schmerz aufgehen und lange trauern, während Männer so eine Trennung locker wegstecken und schnell wieder hergestellt sind, irrt sich – die Unterschiede sind marginal:

  • Dauer der Liebeskummerphase bei Frauen: 12,8 Monate
  • Dauer bei Männern: 11,9 Monate
  • Gesamt: 12.4 Monate

Das lässt doch eigentlich darauf schließen, dass es auch die Frauen sind, die häufiger verlassen werden, oder? Das ist allerdings nicht richtig:

  • 44 Prozent der befragten Frauen sagen, sie hätten in ihrer letzten Beziehung Schluss gemacht.
  • Bei den Männern sind es nur 28 Prozent.
  • Insgesamt wird nicht einmal jede dritte Beziehung, nämlich 29,7 Prozent, einvernehmlich getrennt.
  • Männer empfinden dabei die Trennung häufiger einvernehmlich (37 Prozent).
  • Bei den Frauen liegt der Anteil, der die Trennung als einvernehmlich empfindet, bei 23 Prozent.

Wer sicht trennt, leidet weniger lang

Es ist ungerecht: Wer verlassen wird, muss länger unter der Trennung leiden als der aktive Part. Rund 67 Prozent derer, die sich getrennt haben, hatten laut der Umfrage gar keinen Liebeskummer. Heißt im Umkehrschluss: 33 Prozent von ihnen müssen sich immerhin auch mit Herzschmerz herumschlagen.

Bei der Trennung spielt offenbar auch Zufriedenheit eine entscheidende Rolle: 40 Prozent der unzufriedenen Befragten geben an, dass ihr:e letzte:r Partner:in die Beziehung einseitig beendet hat. Unter den zufriedenen Personen wurden nur 20 Prozent verlassen. Wer zufrieden mit sich ist, hat unter einer Trennung auch weniger lang zu leiden: Der Liebeskummer dauerte dann nämlich "nur" 11,5 Monate an, während er bei Unzufriedenen 15,1 Monate in Anspruch nahm.

Das sagt die Expertin zu den Umfrageergebnissen

Das Ende einer Beziehung ist für die meisten nichts anderes als das Scheitern einer Liebe, sagt Lisa Fischbach, Psychologin bei Elitepartner. "Selten lösen sich all die emotionalen Verbindungen, warum man sich geliebt hat, mit der Trennung plötzlich auf. Deshalb leiden die meisten unter dem Verlust der Partnerschaft und brauchen viele Monate, um den Kummer zu verarbeiten", so die Expertin.

Lisa Fischbach empfiehlt Gespräche, um das Ende der gemeinsamen Lebensentwürfe für beide Partner nachvollziehbar zu klären, fair über die Auflösung von gemeinsamem Besitz oder das Sorgerecht zu verhandeln: "Das vermeidet oft Selbstzweifel, Wut und Rachegedanken, die sehr hinderlich sind beim Überwinden von Liebeskummer und dem Erlangen persönlicher Zufriedenheit als Single".

Ein Gutes hat so eine vergangene Beziehung ja: Wer Fehler gemacht hat, will sie nach Möglichkeit in einer neuen Beziehung vermeiden. Schließlich lernen wir ja aus Fehlern – oder? Warum wir dennoch oft in alte Muster verfallen und wie sich das vermeiden lässt.

Es geht übrigens auch anders: Melanie und Jörg haben es geschafft und sind glücklich geschieden!

Leider wissen viele oft erst im Nachhinein, weshalb ihre Beziehung in die Brüche ging. Dabei waren die Warnsignale vorhanden. Eine Umfrage zeigt jetzt auf, welche das sind.

Weitere Studien und Umfragen, Geschichten und Informationen zum Zusammenleben finden Sie auf unserer Themenseite Beziehungstipps.

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