Aktualisiert: 25.06.2021 - 21:21

So schlimm wie Schlaganfall und Rauchen... Studie zeigt: Unglückliche Ehen können für Männer fatal enden

Ein Leben lang happy nach der Hochzeit? Schön vor allem für Männer, wie eine Langzeitstudie jetzt herausgefunden hat. Denn eine unglückliche Ehe kann für sie oft richtig schlimm enden...

Foto: Getty Images / Westend61

Ein Leben lang happy nach der Hochzeit? Schön vor allem für Männer, wie eine Langzeitstudie jetzt herausgefunden hat. Denn eine unglückliche Ehe kann für sie oft richtig schlimm enden...

Logisch, niemand findet es schön, wenn das Leben mit EhepartnerIn nicht gut läuft. Eine Langzeitstudie zeigt jetzt, dass unglückliche Ehen für Männer oft richtig schlimm enden...

32 lange Jahre haben WissenschaftlerInnen der israelischen Universität Tel Aviv rund 10.000 verheiratete Männer immer wieder zur Qualität ihres gemeinsamen Lebens mit PartnerIn befragt – und dabei Erstaunliches festgestellt: Laut der Studie setzt eine unglückliche Ehe Männern nämlich richtig zu – sogar einen Vergleich zu Schlaganfall und Rauchen haben sie gezogen!

Studie: Männer leiden in unglücklichen Ehen oft bis zum bitteren Ende

Männer, die mit dem Gefühl leben, in ihrer Ehe nicht glücklich zu sein, haben laut den Studienergebnissen ein höheres Risiko, einen Schlaganfall und dadurch vorzeitigen Tod zu erleiden – damit wird das Eheunglück quasi auf eine Stufe mit so bekannten Risikofaktoren wie Rauchen und Bewegungsmangel gestellt. So zumindest lässt sich die statistische Analyse aus den umfangreichen Daten der Langzeitstudie über Gesundheit und Verhalten deuten. Zu Beginn der Studie waren die meisten Teilnehmer um die 40 Jahre alt. Seitdem sind bereits 64 Prozent an einer Reihe von Krankheiten gestorben.

Zu Beginn der Studie wurden die Teilnehmer gebeten, ihre Ehezufriedenheit auf einer Skala von 1 (sehr erfolgreich) bis 4 (nicht erfolgreich) einzustufen. Jetzt zeigen die veröffentlichten Ergebnisse, dass diese Skala ein starker prädiktiver Faktor für die Lebenserwartung ist, sprich: Es ist eine sozusagen vorherseh- oder voraussagbare Tatsache, genauso wie die angesprochenen Risikofaktoren.

Im Laufe von 30 Jahren gab es 295,3 Todesfälle bei den unglücklich Verheirateten, etwa 19 Prozent mehr im Vergleich zu 248,5 bei den glücklich Verheirateten. Die Zahl der Verstorbenen bei denen mit mangelhafter Ehezufriedenheit nach einem Schlaganfall war dabei um 69 Prozent höher als im Vergleich zu denen, die ihr Eheglück als sehr hoch einstuften. Die Forschenden stellten außerdem fest, dass der Unterschied bei Männern, die zu Beginn der Studie unter 50 Jahre alt waren, noch größer war.

Rückschluss auf Frauen ist leider nicht möglich

Eine statistische Analyse aller bekannten Risikofaktoren, die zum Tod durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen beitragen, etwa Diabetes, Bluthochdruck, übermäßiger BMI und sozioökonomischer Status, ergab, dass das relative Sterberisiko bei unglücklich verheirateten Männern höher war als bei glücklich verheirateten Männern.

Lässt sich aus den Daten auch eine Schlussfolgerung ableiten, was Frauen betrifft? Leider nein: Da sich die Daten ausschließlich auf Männer beschränkt haben, lässt sich daraus keine Aussage über die Gesundheit von Frauen ziehen, die durch die Qualität ihrer Ehe beeinflusst werden könnte.

Einer der Studienleiter, Lev-Ari, fasst die Ergebnisse so zusammen: "Unsere Studie zeigt, dass die Qualität der Ehe und des Familienlebens gesundheitliche Auswirkungen auf die Lebenserwartung hat. Männer, die angaben, ihre Ehe als gescheitert zu empfinden, starben früher als diejenigen, die ihre Ehe als sehr erfolgreich erlebten." Die Ergebnisse, fährt er fort, stünden im Einklang mit anderen Studien, die die Wirksamkeit von Programmen, qualitativ gute Lebenspartnerschaften zu fördern, untersucht hätten. Die Gesundheit und das Wohlbefinden von Menschen in diesem Zusammenhang müssten noch viel mehr zum Ziel einer nationalen Strategie werden, findet er.

Auch wenn es naheliegt, dass sich eine unglückliche Ehe bei Frauen ebenfalls gesundheitlich äußern könnte, wäre es zunächst einmal spannend zu wissen, wie genau das aussähe. Schade, dass es sich hier um eine rein männliche Studie handelt...

➔ Mehr über die Studie auf englischer Sprache lesen Sie hier.

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