Aktualisiert: 09.06.2021 - 20:47

Sechs tolle Beispiele Pride Month: Wie ein Bäcker, Kinderspielzeug und sogar die Kirche für mehr Toleranz werben

Mehr Toleranz für die LGBTIQ-Szene: Dafür steht der Pride Month. Ein Glück gibt es Aktionen, die sich dafür stark machen. 6 tolle Beispiele.

Foto: Getty Images / With love of photography

Mehr Toleranz für die LGBTIQ-Szene: Dafür steht der Pride Month. Ein Glück gibt es Aktionen, die sich dafür stark machen. 6 tolle Beispiele.

Viel zu oft hat die LGBTIQ-Szene noch mit Diskriminierung zu kämpfen. Mit dem Pride Month will sie für mehr Toleranz werben. Ein Glück gibt es immer wieder Aktionen, die sich dafür stark machen. Sechs tolle Beispiele.

Der Juni steht ganz im Zeichen der LGBTIQ-Bewegung: für Menschen, die wegen ihrer sexuellen Orientierung, ihrer Geschlechtsidentität oder ihres Körpers von der heterosexuellen Norm bzw. Cisgender abweichen. Bis heute haben diese Menschen mit Vorurteilen, Diskriminierungen und Übergriffen zu kämpfen – leider auch bei uns. Ein Glück werden immer wieder deutliche Zeichen dagegen gesetzt, gerade auch jetzt im sogenannten Pride Month. Sechs tolle Beispiele für mehr Toleranz haben wir hier aufgelistet.

Pride Month: Diese Aktionen für mehr Toleranz sind beispielhaft

  • Regenbogen-Bauklötzchen von Lego: Ebenfalls gleich zu Beginn des Pride Month hat Kinder-Bauklötzchen-Hersteller Lego der LGBTQ-Community ein neues Set unter dem Motto "Everybody Is Awesome" gewidmet. Es ist in den Farben des Regenbogens gehalten, die Figuren wurden von Lego-Designer Matthew Ashton kreiert. Das Set besteht aus 346 Teilen, elf Minifiguren entstehen daraus. Mit dem gleichnamigen Song "Everybody Is Awesome" aus dem "Lego Movie" gibt's vom Unternehmen nicht nur visuelle Unterstützung, sondern auch noch was auf die Ohren.
  • Fast Food-Kette spendet für LGBTIQ-Organisation: In den USA gibt's bei Burger King seit Neuestem Ch'King, ein Burger mit Hühnchenfleisch. Per Twitter (Überschrift: "Der Ch'King unterstützt LGBTQ-Rechte!") hat das Fast-Food-Unternehmen vor wenigen Tagen verlauten lassen, dass während des gesamten Pride Month 40 Cent pro verkauftem Burger an die Human Rights Campaign gespendet wird. Die Organisation gehört zu den größten in den USA, die sich für die Rechte der LGBTIQ-Community einsetzt – und dafür, dass die sexuelle Orientierung und Identität von Menschen keine Rolle in der Gesellschaft spielen darf.
  • Bäckerei mit süßem Statement: Auf Ablehnung folgt Solidarität. Süßes Gebäck mit Regenbogen-Glasur, dazu gute Wünsche via Facebook für den Pride Month: Das war alles, was sich die Bäckerei "Confections" im US-Staat Texas "zuschulden" hatte kommen lassen. Zu "mehr Liebe" und "weniger Hass" hatte das kleine Unternehmen noch aufgerufen – zuviel für etliche KundInnen: Wie die Bäckerei am nächsten Tag bekanntgab, habe es viele Beleidigungen, Drohungen und Stornierungen gegeben. Doch dann kam alles anders: Laut eines stern-Artikels hatte sich der Post wie ein Lauffeuer verbreitet, woraufhin unzählige Menschen die Bäckerei geradezu überrannten, um ihre Solidarität zu bekunden. Mit so viel Liebe, heißt es auf dem Facebook-Account von "Confections", habe man nicht gerechnet. Vor allem das Regenbogen-Gebäck hat sich wohl besonders gut verkauft. Wie schön!
  • Reebok feiert "All Types of Love": Die Pride-Kollektion und -Kampagne des Sportartikelhersteller sind "ein Liebesbekenntnis an die LGBTQ+-Community", wie es auf der Webseite des Unternehmens heißt. Sie stehen "für all die Arten zu lieben und geliebt zu werden und das Bedürfnis nach menschlicher Nähe". Reebok will mit der Kollektion aus Unisex-Produkten "das Bewusstsein für die Ungerechtigkeiten und Ungleichheiten schärfen können, die diese Community immer noch jeden Tag erlebt." Das Label ist übrigens nicht das einzige, das sich für den Pride Month stark macht: Auch Levi's, Calvin Klein, Versace, Vans, Boss und Happy Socks haben ebenso Kampagnen und Kollektionen herausgebracht.
  • Disney zeigt Filme, die sich mit LGBTQ-Themen beschäftigen: Auch beim berühmten Medienunternehmen steht der Monat im Zeichen der Diversität und Inklusion. Disney bringt das – und nicht nur im Juni, wie auf der Webseite betont wird – durch "Diversität von Gästen, Zuschauern, Cast Membern, etc." zum Ausdruck. Auf dem Bezahlsender Disney+ gibt es im Juni zwei neue Filme, die die Thematik aufgreifen. Viele weitere mit LGBTQ-Inhalten sollen ebenfalls verfügbar sein. Im Disneyland Paris will man "diverse Gäste und Cast-Member auf besonders bunte Weise feiern". Ach ja, und jede Menge Merchandise mit Micky, Donald und Co im LGBTQ-Style ist natürlich auch zu haben. Geschäftstüchtig UND regenbogenfarben-bunt schließen sich ja nicht aus.
  • Trotz Verbots durch den Vatikan: US-Bischof segnet LGBTQ-Gemeinde. Gleich zu Beginn des Pride Month hat John Stowe, der katholische Bischof von Lexington im US-Bundesstaat Kentucky, die LGBTQ-Gemeinde der USA bei einem virtuellen Gottesdienst gesegnet, wie Domradio berichtete: "Gott lädt Sie ein, sich ihm zu nähern, und er wünscht sich eine tiefe und intime Beziehung zu Ihnen allen", hat er zu den Teilnehmern des "Catholic Pride Blessing" gesagt. Mehr als 20 Kirchenoberhäupter und Organisationen, heißt es, hatten sich am Online-Event beteiligt, der frühere US-Botschafter im Vatikan, Miguel Diaz, und Irlands ehemalige Präsidentin Mary McAleese hatten Segenswünsche ausgesprochen. So geht das, liebe katholische Kirche!

Toleranz in Sachen Liebe und Vielfalt gibt es leider noch viel zu wenig auf der Welt. Auch hier: Russland will Werbung von Dolce & Gabbana mit homosexuellen Paaren verbieten. Ebenfalls absolut unverständlich: Der Vatikan sagt weiterhin "Nein" zur Segnung homosexueller Paare...

Wie schön, dass es Länder gibt, in denen das Gegenteil praktiziert wird, was Sexualität im Allgemeinen und Homosexualität im Besonderen angeht: 2001 wurden in den Niederlanden die ersten Homo-Ehen weltweit geschlossen. Eines der ersten Paare von damals erinnert sich...

Ein Glück auch, dass gerade erst ein klares und starkes Statement aus der Europäischen Union zum Thema Homophobie kam: Das Europaparlament hat die EU zum LGBTIQ-Freiheitsraum erklärt. Was genau es damit auf sich hat – und gegen welches Land sich diese Aussage ganz besonders richtet...

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