Aktualisiert: 13.05.2021 - 22:06

Glück in Gefahr? So siegt die Liebe!

Von Redaktion

Es gibt vier Glücksfallen, die zu Dauer-Stress in der Beziehung führen, wenn man immer wieder in sie hineintappt. Welche das sind und wie Sie sie vermeiden können.

Foto: Getty Images / fizkes

Es gibt vier Glücksfallen, die zu Dauer-Stress in der Beziehung führen, wenn man immer wieder in sie hineintappt. Welche das sind und wie Sie sie vermeiden können.

Streit ist nicht gleich Streit: Dauer-Stress kann der Beziehung schaden! Der entsteht oft, wenn PartnerInnen in die immer gleichen Glücksfallen geraten. Welche das sind, wie sie wieder rauskommen.

So richtig aneinanderrasseln – das kommt in den besten Partnerschaften vor. Dramatisch wird es erst, wenn man dabei in eine der vier schlimmsten Happy-Fallen tappt und dadurch in Dauer-Stress gerät. Lesen Sie mal, welche das sind und wie Sie sie vermeiden können, damit die Liebe in Ihrer Beziehung siegt – und nicht der Frust.

So siegt die Liebe statt Frust: vier Glücksfallen, die Sie umschiffen können

  • Alles ist schlecht...

Wenn etwas nicht gefällt, ist Kritik selbstverständlich erlaubt – auch wenn sie den liebsten Menschen trifft . Aber wenn es bei Diskussionen mit dem Partner nur noch um Nörgeleien und Vorwürfe geht, schadet das der Beziehung unnötig. Ein sicheres Zeichen, dass Paare in dieser Falle stecken: Die Worte "nie" und "immer" fallen sehr häufig. Zum Beispiel: "Immer denkst du nur an dich." Oder: "Nie bist du pünktlich." Solche allgemeinen Anschuldigungen lösen den sofortigen Abwehr-Reflex aus: "Das stimmt doch so gar nicht!" Die gemeinsame Basis ist futsch, ein vernünftiges Gespräch fast unmöglich.

  • ...und wird wieder gut.

Wenn Ihnen so eine generelle Attacke auf der Zunge liegt, schlucken Sie den Satz herunter. Sie sollten sich erst einmal mit sich selbst unterhalten. Meinten Sie wirklich "Nie kommst du pünktlich, nie bist du da"? Oder vielleicht "Ich fühle mich versetzt und alleingelassen, wenn du zu spät zum Essen kommst"? Wenn Sie sich Vorwürfe sparen und stattdessen ganz offen die eigenen Gefühlen erkunden, können Sie dem Problem gemeinsam viel besser und fairer auf den Grund gehen.

  • Der Respekt ist weg...

Wenn man nicht aufpasst, wird aus vielen Vorwürfen irgendwann sogar Verachtung. Mit den Augen rollen, höhnisch schnauben, spöttisch lachen, den anderen nachäffen. All das zündet quasi die zweite Stufe, signalisiert Abneigung oder gar Abscheu und zeigt leider deutlich: Der Respekt ist verloren gegangen. Das verletzt jedes einzelne Mal und endet oft in einer gefährlichen Negativ-Spirale. Minus-Punkte werden fast triumphierend gesammelt: "Hab ich es doch gewusst, war ja klar!", Plus-Punkte überhaupt nicht mehr gesehen.

  • ...und kommt zurück.

In diesem Fall ist das Drücken der Stopp-Taste nicht so einfach. Für Versöhnung und ein friedliches Miteinander müssen Respekt und Dankbarkeit gegenüber dem Partner regelrecht neu trainiert werden. Dieser 72-Stunden- Schnellkurs ist ein guter Anfang!

  1. Tag. Finden Sie drei Eigenschaften, die Sie an Ihrem Partner lieben, und konzentrieren Sie sich 24 Stunden nur darauf. Egal, was passiert, schieben Sie alles andere weg. Sehen Sie nur das Gute.
  2. Tag. Sammeln Sie drei Dinge, die Sie nicht so mögen, die Sie manchmal richtig auf die Palme bringen. Verzeihen Sie Ihrem Partner genau diese drei Dinge. So wie am Anfang der großen Liebe.
  3. Tag. Jetzt schalten Sie offensiv in den Positiv-Modus. Sagen Sie dem Liebsten einen ganzen Tag lang nur Liebes. Machen Sie Komplimente ("Die Farbe steht dir wirklich gut"). Bedanken Sie sich ("Lieb, dass ich zuerst ins Bad durfte"). Erinnern Sie an all die fröhlichen Dinge, die Sie schon gemeinsam erlebt haben ("Weißt du noch, unser erstes Pfingsten in...?").
  • Angriff wird heftiger...

"ICH mache alles richtig, an MIR liegt es nicht. DU bist das Problem." Diese Grundhaltung bestimmt in vielen Partnerschaften den Alltag und damit auch die Auseinandersetzung um Kleinigkeiten: "Hast du deine Eltern angerufen und fürs Wochenende abgesagt?" "Nein, ich bin nicht dazu gekommen. Ich habe gerade sehr viel um die Ohren. Falls du weißt, was das bedeutet. Aber nein, das weißt du nicht. Du hast ja sogar genug Zeit, mich ständig zu kontrollieren."

Oft ist so ein Angriff als Blitz-Verteidigung gedacht. Sie soll den anderen beschämen und dadurch zum Schweigen bringen. Ganz typisch für Happy-Falle Nummer drei: Die Schuld wird zwischen den Partnern hin- und hergeschoben, Konflikte bleiben ungelöst.

Auch mit diesen sechs Strategien lässt sich Streit mit dem Partner schnell beenden.

  • ...und kann abgeblasen werden.

"Es gehören immer zwei dazu." Dieses Sprichwort bringt es auf den Punkt und zeigt den richtigen Ausweg: Verantwortung übernehmen. "Hast du deine Eltern angerufen und fürs Wochenende abgesagt?" "Uuups, ich habe es vergessen. Ich hatte einen Termin nach dem anderen. Ich hätte dich bitten sollen, mir den Anruf abzunehmen. Mein Fehler." Wenn Sie Ihr eigenes Verhalten erklären, schaffen Sie die Voraussetzung für gegenseitiges Verständnis. Die Schuldfrage ist vom Tisch, das Problem kann liebevoll angepackt werden.

  • Rückzug wird extrem...

Es gibt etwas Wichtiges zu besprechen, aber der andere hört gar nicht zu. Dreht sich weg, stellt das Radio lauter, vertieft sich demonstrativ in eine andere Sache oder verlässt einfach den Raum. Diese kleinen Ausweich-Manöver zeigen ein größeres Problem: Man entfernt sich voneinander, statt aufeinander zuzugehen. Irgendwann können Paare, die in dieser Falle stecken, genauso gut eine Wand durch die Wohnung ziehen.

  • ...aber Pausen sind erwünscht

Das körperliche Frühwarnsystem schützt vor Schlimmerem! Wenn Ihr Herz schneller schlägt, Ihr Kopf pocht und Ihr Magen rebelliert, fehlt gerade einfach die Kraft für Diskussionen. Flucht ist dann eine ganz natürliche Reaktion. Alles andere würde nur dazu führen, dass Sie über kurz oder lang explodieren. Mindestens 20 Minuten Pause sind angebracht, damit Sie sich auch körperlich wieder beruhigen. Aber Sie sollten Ihrem Partner ehrlich sagen: "Ich bin gerade völlig überfordert und brauche etwas Zeit für mich. Ich muss erst mal selber runterkommen." Dann konzentrieren Sie sich wirklich nur auf sich und Ihr Wohlbefinden.

Nehmen Sie ein Relax-Bad, lesen Sie Ihre Lieblings-Zeitschrift, hören Sie Musik. Für die Zukunft vereinbaren Sie gemeinsam ein Signal, das dem anderen sofort klarmacht: "Auszeit, bitte!" Denken Sie sich gemeinsam etwas aus. Ein Wort ("Abbruch"), ein Satz ("Das Fass läuft gerade über"), eine Geste (Hand hoch) oder einen lustigen Spruch ("Rosa Kaninchen..."), der sofort entspannend wirkt. Egal, was es ist – Pflicht ist auf jeden Fall für beide Partner: Das Ende der akuten Krise akzeptieren, durchatmen und später friedlich neu starten.

Wenn Ihre Eltern sich oft gestritten haben: Lesen Sie, wie sehr die Beziehung unserer Eltern unsere eigene beeinflusst.

Handfester Ärger bei Ihnen und Ihrem Partner, der zu eskalieren droht? Welcher Satz dann meistens helfen kann – und warum der Streit soweit kommen musste, erklärt ein Experte.

Hatten Sie auch schon Beziehungsstreit wegen Corona? Und war daran wirklich die andere Meinung des Partners schuld?

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