Aktualisiert: 04.03.2021 - 19:49

Friede statt Frust Streit mit dem Partner? Mit diesen sechs Strategien beenden sie ihn

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Bevor ein anfänglich harmloser Streit mit dem Partner eskaliert, probieren Sie doch mal diese Strategien aus, um ihn schnell zu beenden.

Foto: Getty Images / fizkes

Bevor ein anfänglich harmloser Streit mit dem Partner eskaliert, probieren Sie doch mal diese Strategien aus, um ihn schnell zu beenden.

Gerade während des Lockdowns liegen bei vielen Paaren die Nerven blank, Zoff ist vorprogrammiert. Hier gibt's sechs Strategien, wie Sie den Streit mit dem Partner beenden können.

Mal wieder Zoff mit dem Partner? Wenn die Nerven blank liegen, werden aus kleinen Meinungsverschiedenheiten schnell große Katastrophen. Böse Blicke, absolute Funkstille. Aber mit diesen sechs Strategien schaffen Sie den Streit zügig wieder aus der Welt, und der Ärger ist schnell verflogen. Probieren Sie's mal aus!

Beziehungsprobleme lösen
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Streit mit dem Partner? Sechs Strategien, um ihn zu beenden

"Es tut MIR gut"

Wenn es geknallt hat, beide Parteien ihr Pulver verschossen haben, folgt oft der totale Rückzug. Jeder verzieht sich allein in seine Schmollecke und dort pochen Gedanken wie "das ist so gemein und ungerecht, das lass ich mir nicht gefallen. Mit der/dem rede ich nie wieder" ungebremst durch Kopf und Körper. Der Groll baut sich immer weiter auf, beschleunigt den Herzschlag und bringt ganz viel Hoffnungslosigkeit mit sich. Das fühlt sich alles gar nicht gut an. Jetzt zählt Ihr Wohlbefinden! Sie brauchen Ausgleich und neue Zuversicht, damit es Ihnen wieder besser geht. Machen Sie sich deshalb als Erstes klar:

  • Ein schneller Anfang schützt die eigene Seele

"Ich sehe dich mit anderen Augen"

Auch das passiert nach einer Auseinandersetzung fast automatisch: Plötzlich sehen wir im anderen nur noch das Schlechte. Wir sammeln geradezu Negativ- Punkte für den "Feind". Angewohnheiten, die uns regelmäßig auf die Palme bringen (Socken auf dem Fußboden), Eigenschaften, die uns schon lange nerven (zu faul zum Lernen), ärgerliche Situationen, die sich wiederholen (Termin schon wieder nicht eingehalten). So eine ungerechte Mecker-Liste macht es natürlich fast unmöglich, das Kriegsbeil zu begraben. Das Gegenteil passiert, die Fronten verhärten sich immer weiter. Um diesen Teufelskreis zu beenden, wechseln Sie ganz bewusst die Perspektive. Zwingen Sie sich, an ein schönes Ereignis zu denken. Etwas Positives, das Sie gemeinsam erlebt haben. Das leckere Essen neulich abends oder der kuschelige Sonntagmorgen mit dem Liebsten. Konzentrieren Sie sich darauf. Es dauert nicht lange, und Sie spüren:

  • Positive Gedanken bringen positive Energie

"Ich brauche keine Reue"

Jetzt hat das Gefühl "wir könnten diesen Konflikt einfach beenden und abhaken" an Boden gewonnen. Aber es wird leider sehr häufig von einem Friedensfeind gebremst – und der heißt: "Ich werde verzeihen, aber ich erwarte eine Entschuldigung." Viele verharren hartnäckig im Groll-Modus, bis der andere "nachgibt" und Reue zeigt. Aber das kann dauern! Gegenseitiges Abwarten verlängert am Ende nur die Leidenszeit, besser:

  • Verzeihen funktioniert auch ohne Bitten

"Ich mache den ersten Schritt"

Verzeihen bedeutet nicht, dem anderen recht zu geben oder sein Verhalten zu verstehen. Es bedeutet nur, das Miteinander wieder in normale Bahnen zu lenken. Sie springen über Ihren eigenen Schatten und machen den ersten Schritt, damit die belastende Situation ein Ende hat. Sie signalisieren ganz einfach "Wir können und sollten das hier gemeinsam – und in Ruhe – klären." Der Anfang ist viel leichter, als Sie denken! Wenn Tränen geflossen sind, reicht schon das liebevolle Reichen eines Taschentuchs. Bei eisernem Schweigen genügt zum Beispiel ein versöhnliches "guck mal, was für ein schöner blauer Himmel", um das Gespräch wieder in Gang zu bringen. Bei räumlicher Trennung (auch wenn es nur das Nebenzimmer ist) hilft eine Text-Nachricht auf dem Handy: "Wollen wir uns wieder vertragen?" Und nie vergessen: Schon ein kleines Lächeln senkt bei beiden die Produktion von Stress-Hormonen. Das bedeutet auch:

  • Die Glücksbotenstoffe bekommen eine neue Chance

"Ich lerne daraus"

Die Strategien eins bis vier zeigen: Einen Streit zu beenden, ist nicht megaschwer – aber auch kein Spaß. Je seltener es dazu kommt, desto besser für die Beziehung und das seelische Gleichgewicht! Beugen Sie deshalb vor. Wenn Sie sich wieder vertragen haben (herrlich!), überlegen Sie gemeinsam mit dem Partner: Was können wir /was kann ich nächstes Mal besser machen? Beschließen Sie zum Beispiel: Wir schlucken Ärger nicht so lange runter, bis einer explodiert. Wer genervt ist, spricht es aus – und erklärt, warum. Nachfragen sind erlaubt, sofortiger Gegenangriff nicht. Zuhören ist Pflicht. Wir müssen nicht immer einer Meinung sein. Wir halten auch Unterschiede aus. Wird die Zimmerlautstärke überschritten, machen wir eine Pause. Wer eine Tür knallt, macht sie auch sofort wieder auf. Wir überlegen, wie wir uns in Krisenzeiten gegenseitig unterstützen können. Kehren bestimmte Streitpunkte immer wieder, klären wir das Schritt für Schritt – und fangen gleich an.

  • Kluge Planung schafft neue Harmonie

"Ich prüfe mein Herz"

Krisenzeiten laden auch dazu ein, Bilanz zu ziehen. Geraten Sie vielleicht regelmäßig aneinander, weil sie Altlasten mit sich herumschleppen? Sind Sie unterbewusst vielleicht immer noch sauer auf den Liebsten, weil er vor drei Monaten Ihren Kennenlern-Tag vergessen hat? Weil er Ihnen zweimal das gleiche Buch geschenkt hat? Weil er Ihnen bisher viel zu selten den Kaffee ans Bett gebracht hat? Wenn Sie so einen Störfaktor in der Vergangenheit finden, stellen Sie sich eine ganz einfache Frage: "Wie lange soll diese Sache aus der Vergangenheit meinem aktuellen Glück noch im Weg stehen?" Beschließen Sie dann möglichst schnell:

  • Seelischer Ballast muss weg

Handfester Ärger bei Ihnen und Ihrem Partner, der zu eskalieren droht? Welcher Satz dann meistens helfen kann – und warum der Streit soweit kommen musste, erklärt ein Experte.

Hatten Sie auch schon Beziehungsstreit wegen Corona? Und war daran wirklich die andere Meinung des Partners schuld?

Eine Studie hat untersucht, worauf es in der Partnerschaft wirklich ankommt. Lesen Sie auch, woran die meisten Beziehungen scheitern.

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