06.09.2019

Von Studien belegt und Ärzten empfohlen Bewiesen: So gesund ist die Liebe!

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Glückliche Paare haben die höhere Lebenserwartungen: Liebe hält gesund – das bestätigen diverse Studien.

Foto: iStock/PeopleImages

Glückliche Paare haben die höhere Lebenserwartungen: Liebe hält gesund – das bestätigen diverse Studien.

Die berühmten Schmetterlinge im Bauch und ein tiefes Glücksgefühl: Liebe macht nicht nur glücklich, sondern hält bewiesenermaßen auch gesund.

Liebe, besser besagt die Liebeshormone, haben einen positiven Einfluss auf die Gesundheit. Dem rauschartigen Gefühl des Verliebtseins folgt das profunde Gefühl von Liebe, das Gefühl der Sicherheit und des Verständnisses. Gerade in schwierigen persönlichen, gesellschaftlichen oder beruflichen Phasen, hält das den Körper gesund.

Ob Stress im Job oder Zukunftsängste, die Liebe zwischen zwei Menschen macht nicht nur psychisch, sondern auch physisch stark. Studien haben nachgewiesen, warum das so ist. Darum hält Liebe so gesund.

So gesund ist die Liebe und das haben Hormone damit zu tun

Laut wissenschaftlichen Studien sind Menschen, die in einer Beziehung leben, gesünder. Sie werden weniger häufig krank bzw. schneller wieder gesund.

Der Grund: Die vier Hormone, die im Zusammenhang mit der Liebe stehen und die beim Zusammensein mit und dem Denken an den Partner ausgeschüttet werden, haben einen positiven Einfluss auf die Gesundheit.

Das euphorisierende Phenylethylamin sorgt für den Anstieg des Östrogenspiegels und wirkt auf die Gesunderhaltung u.a. von Haut, Haaren und Nägeln. Das körperliche "Ziel" dieser Ausschüttung: Attraktivität und Fortpflanzung.

Melatonin wirkt gegen Stress und beugt dem Alterungsprozess vor.

Noradrenalin und Dopamin spielen im Doppel. Dopamin verschafft Glücksgefühle, Noradrenalin fungiert als Verstärker des Dopamins. Zusätzlich verstärkt es das Erinnerungsvermögen.

Stabileres Immunsystem

Verliebte Menschen werden seltener krank. Ihr stabileres Immunsystem lässt sich wissenschaftlich nachweisen und erklären: Neben dem benannten Hormoncocktail wirkt sich auch Körperkontakt positiv auf das Immunsystem aus. Schmerzen und Unwohlsein verringern sich, sogar Blutwerte verändern sich durch intensive Nähe.

Das Hormon Oxytocin (auch Bindungshormon genannt), das bei körperlicher Nähe ausgeschüttet wird, lindert nachweislich Heuschnupfensymptome, reguliert Puls und Blutdruck und senkt die Cholesterinwerte. Es wirkt beruhigend und lindert Stress-Symptome.

Verliebte haben ein geringeres Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden oder an Entzündungen, Diabetes, Herpes und Erkältungen zu erkranken.

In Studien wurde nachgewiesen, dass verliebte Menschen und glückliche Paare nicht nur bessere Blutwerte haben, sondern auch weniger häufig unter Depressionen und Ängsten leiden als unglückliche Paare und Singles.

Der Effekt der Liebe wirkt sich besonders positiv auf Männer aus

Neben den hormonellen Gründen wirkt sich bei Männern in glücklichen Beziehungen auch die positive Lebensführung aus. So trinken glücklich gebundene Männer durchschnittlich weniger Alkohol als Singlemänner. Auch ihre Lebenserwartung steigt dadurch: In westlichen Industrieländern leben sie ca. acht Jahre länger als Witwer oder Singles.

Stärkere Selbstliebe und positive Psyche des Partners halten gesund

Verliebte beschreiben ein stärkeres Selbstbewusstsein, ein größeres Gefühl der Sicherheit und der Erfüllung. Das senkt wissenschaftlich belegt das Stressrisiko und somit die Anfälligkeit für in diesem Kontext stehende Krankheiten.

So beeinflussen nicht nur die Gefühle für den Partner die eigene Gesundheit, auch die Psyche des Partners wirkt sich darauf aus.

Menschen mit einem erfüllten und glücklichen Partner sind selbst gesünder. Menschen, die dagegen mit einem unzufriedenen Partner zusammenleben, sind empfänglicher für Krankheiten. Die Theorie der Wissenschaft dazu: Wer zufrieden ist, kann sich besser auf seinen Partner konzentrieren, da er selbst weniger Probleme hat. Das Gefühl der Zufriedenheit und des Selbstbewusstseins sowie eine gesundere Lebensführung färben auf den Partner ab.

Wer in einer glücklichen Beziehung lebt, achtet auf sich und seine Gesundheit, fühlt sich geliebt und wohl in seiner Haut. Das steigert das Selbstwertgefühl und wirkt sich nicht nur auf seine Psyche aus. Die vermehrte Endorphin-Ausschüttung wirkt sich auch positiv auf die physische Gesundheit aus.

Auch Streit in der Beziehung kann gesund sein. Inwiefern dem so ist, erfahren Sie bei uns.

Es gibt übrigens auch Paare, die eine Beziehung ohne Liebe führen. Eine Vernunftbeziehung kann allein durch den Halt aber auch gut tun. Und mit der Zeit entsteht auch eine andere Art der Liebe... oder? Es muss ja nicht unbedingt körperliche Liebe sein.

Sex hält gesund, egal in welchem Alter

Sex hat in glücklichen Beziehungen in der Regel allerdings einen höheren Stellenwert. Dieser macht nicht nur glücklich, sondern hält auch gesund.

Neben der Verbrennung von Kalorien und der regelmäßigen Bewegung für Herz und Kreislauf, werden Glückshormone ausgeschüttet, die neben allen genannten physischen Komponenten auch einen gesunden Schlaf fördern. Dieser kommt auch ohne Sex durch die Nähe eines geliebten Menschen zustande. Glückliche Paare leiden seltener unter Alpträumen.

Verliebt oder Liebe? So erkennen Sie es!

Quellen:

  • Studie an der Penn State University, Pennsylvania
  • Studie der Michigan State University
  • Studie McGill-Universität in Montreal
  • Studie der amerikanischen Gesellschaft für Sexualverhalten in Los Angeles
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