21.02.2019

Vergessen Sie Matching! Studie: Worauf es in der Partnerschaft wirklich ankommt

Was macht eine Beziehung glücklich? Laut einer Studie nicht das Matching, sondern bestimmte Eigenschaften des Partners...

Foto: iStock/kupicoo

Was macht eine Beziehung glücklich? Laut einer Studie nicht das Matching, sondern bestimmte Eigenschaften des Partners...

Je besser zwei Partner zusammenpassen, also gut matchen, desto besser funktioniert die Beziehung. Oder? Eine aktuelle Studie kommt zu einem ganz anderen Ergebnis...

Bei Dating-Portalen dreht sich alles ums Matching: Je höher die Übereinstimmungen, desto besser passen die Beziehungswilligen zusammen. Heißt es. Eine aktuelle Studie bringt diesen Ansatz jetzt ganz schön ins Wanken: Matching ist demnach nicht ausschlaggebend – vielmehr sind es vor allen Dingen zwei Eigenschaften, die der Partner mitbringen sollte...

Studie: Hohes Matching ist für eine gute Beziehung nicht so wichtig

William J. Chopik vom Fachbereich Psychologie der Michigan State Universität (USA) hat zusammen mit weiteren Wissenschaftlern eine Studie veröffentlicht, in der es unter anderem darum geht, inwiefern Eigenschaften und Persönlichkeit beziehungsweise deren Übereinstimmung für glückliche Beziehungen eine Rolle spielen. Sie gilt als die bislang umfassendste psychologische Studie auf diesem Gebiet.

Das auffälligste Ergebnis: Die Ähnlichkeit von Persönlichkeiten hat kaum Einfluss darauf, wie zufrieden die Menschen in ihrem Leben und ihren Beziehungen sind, erläutert Studienleiter Chopik.

Dabei investieren Menschen viel Zeit, Aufwand und Geld, um über Partnerkontaktseiten und Dating-Apps jemanden zu finden, der kompatibel ist. Doch laut den Forschungsergebnissen ist das vermutlich gar nicht so wichtig – im Gegenteil: Sogenannte Matchings, die Menschen auf die Kompatibilität ihrer Persönlichkeiten hin abstimmen, können sogar alles falsch machen, warnt Will Chopik.

Denn obwohl Algorithmen entwickelt würden, um zueinander passende Menschen zu finden, entscheide eben doch letztlich das Herz. Und das kommt möglicherweise zu kurz vor lauter Abgleichen der Gemeinsamkeiten.

Darauf kommt es in einer guten Beziehung an

Wenn es also nicht das vielgerühme Matching ist, das für eine stabile Beziehung ausschlaggebend ist, was ist es dann? William J. Chopik hat eine Antwort darauf: Ein paar Eigenschaften oder Schlüsselmerkmale seien es, die viel wichtiger seien – Menschen sollten sich folgendes fragen:

  • Ist der (potentielle) Partner gewissenhaft?
  • Ist er rücksichtsvoll?
  • Ist er pflichtbewusst?
  • Ist er emotional gefestigt?
  • Kurz: Ist er ein netter Mensch?

Selbst bei Paaren mit ähnlicher Persönlichkeitsstruktur waren nette und gewissenhafte Partner ausschlaggebender für die Zufriedenheit in der Beziehung. Wer sich auf der Suche nach einem Partner auf Menschen konzentriert, die anderen freundlich begegnen, verantwortungsvoll sind und keine vorschnellen Entscheidungen treffen, hat also laut Chopik gute Chancen auf eine stabile und glückliche Beziehung.

Tja wenn das so ist: dann her mit den netten und gewissenhaften, rücksichtsvollen und pflichtbewussten Menschen! Vielleicht liefert die nächste Studie auch Ergebnisse dazu, wo die zu finden sind...

Der Studie lagen Daten einer langjährigen Umfrage unter mehr als 2500 heterosexuellen Paaren zugrunde, die etwa 20 Jahre verheiratet waren. Hier geht's zur Studie.

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