12.10.2018

Liebe am Arbeitsplatz Studie: So häufig kommt's zum One-Night-Stand unter Kollegen

Wenn der Kollege mit der Kollegin... Wie es um die Liebe am Arbeitsplatz bestellt ist, deckt jetzt eine Studie auf.

Foto: iStock/LightFieldStudios

Wenn der Kollege mit der Kollegin... Wie es um die Liebe am Arbeitsplatz bestellt ist, deckt jetzt eine Studie auf.

Was läuft eigentlich so am Arbeitsplatz? Laut einer aktuellen Studie gar nicht so wenig: Lesen Sie, wie häufig sich Kollegen schon mal geküsst haben, eine Beziehung eingehen – oder einen One-Night-Stand hatten ...

Wer arbeitet, tut das in der Regel an fünf Tagen in der Woche, verbringt also mindestens 40 Stunden mit Kolleginnen und Kollegen – mal mehr, mal weniger intensiv. Logisch, dass daraus nicht selten Freundschaften hervorgehen – und manchmal auch ein bisschen mehr als das... Eine aktuelle Studie rund um die Liebe am Arbeitsplatz hat jetzt herausgefunden: Unter Kolleginnen und Kollegen wird gar nicht mal so selten geküsst, auch One-Night-Stands kommen vor – und sogar intakte Beziehungen werden eingegangen. Lesen Sie hier die wichtigsten Ergebnisse...

Studie über Liebe am Arbeitsplatz: Küsse, Beziehungen, One-Night-Stands

Das Meinungsforschungsinstitut OnePoll hat jetzt für die Webseite "Viking Blog" eine repräsentative Deutschland-Studie zum Thema Lust und Liebe am Arbeitsplatz durchgeführt. Die interessantesten Fakten haben wir hier zusammengefasst:

  • 42 Prozent der Befragten sind schon mit einer Kollegin oder einem Kollegen ausgegangen
  • 32 Prozent haben Kollegen bereits geküsst.
  • Jeder Dritte hatte sogar schon einmal Sex mit einem Mitarbeiter.
  • 48 Prozent der romantischen Beziehungen am Arbeitsplatz gehen wieder in die Brüche.
  • Fast jeder zweite Mann würde eine Beziehung mit der Führungskraft in Betracht ziehen
  • Dienstreisen klingen intim, werden jedoch kaum genutzt, um sich körperlich näher zu kommen.
  • Mehr als die Hälfte der Beziehungen unter Kollegen ging in die Brüche.
  • 5,5 Prozent gaben an, eine Kollegin oder einen Kollegen geheiratet zu haben.

Diplom-Psychologen Markus Ernst verwundern die Ergebnisse der Studie nicht: "Ein Großteil der Deutschen lernt den Partner bei der Arbeit kennen. Neben Ausbildung und Freundeskreis zählt der Job als die dritte große Partnerbörse. Kein Wunder, denn nirgendwo sonst verbringt man so viel Zeit wie bei der Arbeit. Paare, die zusammenarbeiten, teilen Berufs- und Privatleben miteinander."

Romanze am Arbeitsplatz: Büro schlägt Betriebsfeier

Und trotzdem: Im Dauerbetrieb der täglichen Arbeit sollen Kollegen Gefühle füreinander entwickeln? Offenbar funktioniert das: Tatsächlich geben 26 Prozent der Befragten an, dass ihre Romanze innerhalb des Büros angefangen hat. Knapp dahinter (25 Prozent) entwickelten die Teilnehmenden Gefühle für ihren Kollegen außerhalb der Arbeitszeit und dem Arbeitsumfeld. Und von wegen die berüchtigten Betriebsfeiern: sie kommen mit 17 Prozent erst an dritter Stelle, gefolgt von Geschäftsreisen, die es auf lediglich 12 Prozent bringen, obwohl mehr Privatsphäre als während einer Dienstreise kaum möglich ist – zumindest, wenn sie zu zweit angetreten wird...

Wenn's etwas mehr sein darf: Wie wird aus dem ersten Knistern eigentlich eine Langzeitbeziehung?

Mal mit der Kollegin oder dem Kollegen... Warum nicht?

65 Prozent der Befragten gaben an, schon eimal sexuelle Fantasien in Bezug auf eine Kollegin oder einen Kollegen gehabt zu haben. Am begehrtesten sind dabei die eigenen Teamkollegen (43 Prozent). Die Vorgesetzten landen mit 15 Prozent an zweiter Stelle, CEOs bilden mit fünf Prozent das Schlusslicht. Während sich deutlich mehr Männer solchen Fantasien hingeben (77 Prozent), sind es bei Frauen immerhin auch noch mehr als die Hälfte (53 Prozent).

Diplom-Psychologe Markus Ernst sieht darin die Intensität des Kontaktes am Arbeitsplatz bestätigt: "Mit den direkten Kollegen wird am meisten Zeit verbracht, man kennt sich am besten und teilt eventuell auch Privates. Auf Basis dieser Intimität können leichter sexuelle Fantasien entstehen."

Übrigens: Nicht nur im Büro gibt's die ein oder andere Liebelei – auch im Urlaub. Lesen Sie, wie die Deutschen in den Ferien lieben...

Beziehung oder Sex? Unterschiede bei Frauen und Männern

Zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen Frauen und Männer auch in Bezug auf das schnelle Abenteuer: Während fast jeder fünfte Mann zugibt, schon einen One-Night-Stand mit einer Kollegin gehabt zu haben, ist es bei den weiblichen Studienteilnehmerinnen nur jede zehnte.

Umso erstaunlicher, dass im Gegensatz dazu die ernste Absicht bei beiden Geschlechtern gleichauf liegt: Sowohl fast jede fünfte Frau als auch fast jeder fünfte Mann ist demnach schon eine langfristige Beziehung mit einem Kollegen eingegangen.

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Die größten Hürden bei der Liebe am Arbeitsplatz

Sind sich zwei einmal näher gekommen, stehen sie vor einigen Herausforderungen. Das sind laut der Studie die größten:

  • Die Beziehung geheim halten (45,5 Prozent).
  • Berufliches und Privates voneinander getrennt halten (39 Prozent).
  • Umgang mit der Wahrnehmung von Kollegen und / oder Tratsch (27,5 Prozent).
  • Sich gegen die physische Anziehung während der Arbeitszeit wehren (23,2 Prozent).
  • Zusammenarbeit nach einem Streit oder einer Trennung (20,8 Prozent).

Ob die meisten an diesen Hürden scheitern? Fakt ist: Nur gut fünf Prozent der Befragten haben eine Mitarbeiterin oder Mitarbeiter geheiratet.

Das richtige Verhalten nach der Trennung

Es scheint doch eher schwierig zu sein mit der Liebe am Arbeitsplatz: fast jede zweite Beziehung der Studienteilnehmer ist in die Brüche gegangen (47,6 Prozent), davon haben sich 16 Prozent nicht im Guten getrennt.

Markus Ernst dazu: "Eine solche Situation ist für beide Partner schwierig: normalerweise suchen Paare, deren Beziehung gescheitert ist, zunächst Abstand voneinander, um das Geschehene zu verarbeiten. Arbeiten beide im selben Büro, ist dies nicht möglich."

Der Experte nennt Verhaltensregeln, die den Umgang erleichtern können:

  • Am besten erst einmal Urlaub nehmen, um zumindest in der ersten Phase der Trennung Abstand zu gewinnen.
  • Pausen während der Arbeitszeit an unterschiedlichen Orten verbringen.
  • Ist die psychische Belastung zu hoch, ist eine Versetzung innerhalb des Unternehmens möglicherweise denkbar.
  • Wegen einer zerbrochenen Beziehung den Job zu wechseln, sollte nur die letztmögliche Konsequenz darstellen.

"Hilfreich ist erfahrungsgemäß auch, gegenüber den Kollegen offen über das Ende der Beziehung zu kommunizieren – so beugt man Gerüchten vor. Beide sollten darüber hinaus klare Regeln im Umgang miteinander haben und sich verständigen, dass keine privaten Themen bei der Arbeit besprochen werden", empfiehlt Markus Ernst.

Quelle: Lust und Liebe im Büro – eine Studie zu Beziehungen am Arbeitsplatz.

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