08.06.2018

Fakten rund ums Heiraten Studie verrät: Das sind die größten Tabus bei einer Hochzeit

Welcher Tabubruch bei einer Hochzeit wird als der schlimmste empfunden? Das Foto verrät es schon... Lesen Sie die Ergebnisse einer großen Hochzeits-Studie.

Foto: iStock/DGLimages

Welcher Tabubruch bei einer Hochzeit wird als der schlimmste empfunden? Das Foto verrät es schon... Lesen Sie die Ergebnisse einer großen Hochzeits-Studie.

Wer heiratet, will alles perfekt haben. Bloß: Was genau bedeutet das? Und was geht gar nicht? Eine Studie deckt auf, wie die Deutschen rund um die Hochzeit ticken. Wir haben spannende Ergebnisse daraus zusammengetragen.

"Hiermit erkläre ich Sie zu Mann und Frau..." Für viele ist die Hochzeit nach wie vor der schönste Tag im Leben – ein rauschendes Fest darf dabei in der Regel nicht fehlen. Doch wie genau läuft dieses große Ereignis eigentlich ab? Wieviele Gäste sind geladen, welche Bräuche stehen immer noch hoch im Kurs, welche Tabus gelten als die schlimmsten, und was kostet der Spaß überhaupt? Eine Studie hat jetzt aufgedeckt, wie die Deutschen heiraten. Die interessantesten Fakten daraus stellen wir Ihnen vor.

Studie: Was bei einer Hochzeit alles als Tabu gilt

Das Unternehmen "kartenmacherei.de" stellt individuelle Grußkarten für besondere Momente wie Geburt, Jubiläen und eben Hochzeiten her – und hat bereits zum zweiten Mal deutschlandweit eine Online-Befragung zum Thema "So heiratet Deutschland" durchgeführt. Die Ergebnisse sind in einer umfangreichen Studie festgehalten.

Zum Beispiel das Thema Supergau beim Fest: Stellen Sie sich Ihre eigene Hochzeit vor, alles ist genau so wie es sein soll, und dann das... Ja, was wäre denn die schlimmste anzunehmende Situation, die Ihnen den großen Tag gehörig vermiesen würde?

Die Top 11 der absoluten No-Gos bei einer Hochzeit:

  • Ein weiblicher Gast erscheint in einem weißen Kleid (51 Prozent)
  • Es werden Reden gehalten, die für Braut oder Bräutigam peinlich sind (40 Prozent)
  • Ein Gast spielt sich in den Vordergrund (37 Prozent)
  • Jemand greift beim Buffet zu, bevor es eröffnet wurde (30 Prozent)
  • Handyfotos werden öffentlich geteilt, z.B. auf Facebook oder Instagram (26 Prozent)
  • Niemand tanzt (25 Prozent)
  • Die Gäste tummeln sich draußen (z.B. zum Rauchen) und verpassen das Essen / das Programm (24 Prozent)
  • Ein Gast trinkt zu viel Alkohol (22 Prozent)
  • Ein Gast kommt zu spät (15 Prozent)
  • Ein Gast kommt ohne Geschenk zur Hochzeit (15 Prozent)
  • Die Gäste sind passiv und lassen sich nicht für Spiele o.ä. begeistern (11 Prozent)

Allerdings bekommen nicht alle Brautpaare Schnappatmung, wenn an ihrer Hochzeit eine Dame weiß gekleidet ist: immerhin 20 Prozent der Befragten fanden es durchaus akzeptabel, sieben Prozent sogar vollkommen in Ordnung.

Die außergewöhnlichsten Heiratsanträge

Wird die Frage aller Fragen gestellt, sind die Deutschen sehr traditionell: in 80 Prozent der Fälle geht der Umfrage zufolge der Mann auf die Knie, in nur zwei Prozent macht die Frau den Heiratsantrag. Origineller geht's gelegentlich beim Setting zu – hier die zehn ausgefallensten Heiratsanträge:

  • Platz 1: Adventskalender mit Ring im 24. Türchen
  • Platz 2: Bei einem Tauchgang
  • Platz 3: In der Sauna
  • Platz 4: Beim Geocashing
  • Platz 5: Beim Möbelkauf
  • Platz 6: Im Kinderzimmer
  • Platz 7: Während einer Heißluftballonfahrt
  • Platz 8: Auf dem Supermarktparkplatz
  • Platz 9: Am Ziel eines Hindernislaufs
  • Platz 10: Im Stall

Anträge wie diese bilden aber doch die Ausnahme: die meisten Deutschen sind auch beim Kniefall eher wenig experimentierfreudig. So werden 37 Prozent aller Heiratsanträge im trauten Heim gemacht, gefolgt vom Antrag im Urlaub mit 32 Prozent.

Lesen Sie hier die originellen Hochzeitsanträge von vier Paaren, die sie BILD der FRAU verraten haben.

Diese Hochzeitsbräuche werden noch häufig gepflegt

Kennen Sie den Brauch, dass die Braut am Tag der Hochzeit etwas Altes, etwas Neues, etwas Geborgtes und etwas Blaues bei sich trägt? Er kommt aus England – und soll Beständigkeit, glückliche Zukunft, Freundschaft und Verlässlichkeit sowie Liebe, Reinheit und Treue symbolisieren. Etliche Brautpaare hatten ihn unter "Sonstiges" angegeben – diese sieben Hochzeitstraditionen stehen allerdings noch höher im Kurs:

  • Bräutigam durfte das Hochzeitskleid nicht vor der Hochzeit sehen (79 Prozent)
  • Brautstrauß wurde geworfen (47 Prozent)
  • Wir haben die Tanzfläche mit einem Hochzeitswalzer eröffnet (45 Prozent)
  • Bräutigam hat in der Kirche/im Standesamt auf die Braut gewartet (43 Prozent)
  • Brautvater hat Braut vor den Altar geführt (34 Prozent)
  • Braut hat einen Schleier getragen (29 Prozent)
  • Nacht vor der Hochzeit getrennt verbracht (26 Prozent)
  • Bräutigam hat die Braut über die Schwelle getragen (17 Prozent)

Weitere von den Umfrageteilnehmern genannte Bräuche waren:

  • die Brautentführung
  • das Baumstammsägen
  • der Schleiertanz
  • das gemeinsame Anschneiden der Hochzeitstorte

Kennen Sie schon das Tor ins neue Leben? Diese Tradition und weitere Bräuche rund um die Hochzeit lesen Sie hier.

Kirche, Geschenke, Gäste, Kosten: weitere Ergebnisse

Während traditionelle Bräuche offenbar bei vielen noch eine große Rolle spielen, ist der christlichen Segen nicht mehr so erwünscht wie früher: nur 36 Prozent der Paare haben sich für eine kirchliche Trauung entschieden, Tendenz sinkend.

Und was wünschen sich Brautpaare von ihren Gästen am allermeisten? Klingt schnöde, aber irgendwie nachvollziehbar: 60 Prozent bitten um Geld. 35 Prozent haben keine expliziten Wünsche, und nur drei Prozent haben sich für eine Geschenkeliste entschieden, die den Gästen mitgeteilt wird.

Apropos Gäste: wieviele werden eigentlich eingeladen? 26 Prozent haben 26 bis 50 Gäste, ebenfalls 26 Prozent haben 51 bis 75 Gäste. 19 Prozent laden stattliche 76 bis 99 Personen ein, und 17 Prozent feiern mit weniger als 25 Gästen.

So eine Hochzeit kostet auch ein hübsches Sümmchen Geld – 28 Prozent der Paare legen dafür zwischen 5.000 und 10.000 Euro auf den Tisch! 25 Prozent lassen sich den großen Tag sogar zwischen 10.000 und 15.000 Euro kosten, 22 Prozent bezahlen immerhin noch zwischen 1.000 und 5.000 Euro.

In einem haben sich die Zeiten allerdings ziemlich geändert: Während früher die Eltern der Braut für die Kosten der Feier zuständig waren, sind es heute nur noch 24 Prozent aller Fälle, in denen sie einen Teil der Ausgaben übernommen haben. 91 Prozent der Befragten hingegen gaben an, ihre Hochzeit zumindest mitfinanziert zu haben.

Die ganze Studie gibt's hier: kartenmacherei.de.

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