22.01.2018

Nach dem Beziehungs-Aus Eine Trennung verarbeiten: Diese Tipps helfen

Wer schon einen solchen Schnitt hinter sich hat, weiß vermutlich, wie schwer es ist, eine Trennung zu verarbeiten.

Foto: iStock/funky-data

Wer schon einen solchen Schnitt hinter sich hat, weiß vermutlich, wie schwer es ist, eine Trennung zu verarbeiten.

Geht eine Beziehung in die Brüche, tut das fast immer weh. Oft sogar sehr weh. Deshalb ist es auch so schwer, eine Trennung zu verarbeiten. Mit diesen Tipps fällt es leichter!

Wer liebt, kann verletzt werden, und wer eine Beziehung führt, kann verlassen werden. Egal von wem die Trennung ausgeht, sie tut immer weh. Und zwar mit unterschiedlicher Intensität. Wie schwer es ist, die Trennung zu verarbeiten, hängt oft von der jeweiligen Situation ab: Wie lange hat die Beziehung gehalten? Waren die Partner verheiratet? Wurde einer der beiden betrogen – oder sind einfach nur die Gefühle verflogen? Gab es schon mehrere Trennungen für einen oder beide? Sind Kinder involviert? All das sind Faktoren, die die Intensität einer Trennung mitbestimmen. Doch wie kommen Betroffene am besten über diesen Trennungsschmerz hinweg?

So verarbeiten Sie eine Trennung erfolgreich

Eines ist Fakt: Den Trennungsschmerz kann einem leider niemand abnehmen. Doch es gibt Tipps und Tricks, wie man eine Trennung zumindest etwas leichter verarbeiten kann – ohne in ein tiefes, schwarzes Loch zu fallen und am Liebeskummer förmlich zu ersticken.

Einer, der sich von Berufs wegen sehr gut damit auskennt, ist Beziehungsexperte Dominik Borde von Sozialdynamik. Er rät: „Wichtig ist, nach einem Beziehungsende erstmal eine Sendepause zu haben. Auch räumlich. Das hilft den meisten schon mal über den ersten Schmerz hinweg. In dieser Zeit wäre es sinnvoll, sich weder zu treffen noch zu telefonieren, eine SMS zu schicken, auf Facebook zu chatten oder den Ex-Partner zu googlen. Menschen sind Gewohnheitstiere. Sie brauchen Zeit, um sich auf eine neue Situation einzustellen und auch Zeit, um sich ihren Gefühlen zu stellen. Damit man nicht wieder in alte Muster zurückfällt oder wieder in eine unglückliche Beziehung zurückgeht, ist eine gewisse Zeit für sich ganz klar von Vorteil.“

Auch der Lovecoach weiß: Liebeskummer bleibt bei fast keiner Trennung aus! „Egal, ob Sie verlassen haben oder verlassen worden sind – Liebeskummer wird Ihnen nicht erspart bleiben. Und auch nicht die Aufarbeitung der Beziehung. Die wichtigste Regel lautet: Achten Sie auf sich selbst und tun Sie das, was Ihnen guttut. Gerade Menschen, die lange in einer Beziehung waren, sind es gar nicht gewöhnt, nur noch für sich selbst verantwortlich zu sein. Anstatt sich einsam zu fühlen und in der Wohnung zu verkriechen, ist es besser, sich die neuen Freiheiten vor Augen zu führen und diese auch auszunutzen. Das heißt nicht, dass deshalb die Trauer weggeht. Aber wer neue, positive Erinnerungen tankt, bekommt Abstand zum Ex und Selbstvertrauen für das Leben als Single.“

Glückliche Singles haben übrigens mehr Chancen auf Liebesglück, weil ihre Hauptbeschäftigung in der Regel nicht die Partnersuche ist. Schon gewusst?

Ablenkung ist wie so häufig der Schlüssel zum Erfolg. Sich endlich mal wieder voll und ganz auf sich zu konzentrieren, ohne Schuldgefühle, kann ein tolles Erlebnis sein. Deshalb: Treffen Sie sich mit Freunden, gehen Sie aus, treiben Sie Sport, fahren Sie in den Urlaub und sehen Sie, wie schön das Leben sein kann. Andere Mütter haben auch schöne Söhne! Auch wenn eine Trennung schmerzhaft ist: Sie hätten sich nicht getrennt, wenn es nicht nötig gewesen wäre. Und wenn Sie verlassen wurden, dann war Ihr Partner offensichtlich nicht der Richtige für Sie!

Männer vs. Frauen: So unterschiedlich wird eine Trennung verarbeitet

Frauen und Männer verarbeiten Trennung unterschiedlich. Während Männer in der Regel eine Trennung impulsiv verdrängen und sich entweder in Arbeit, Sport, Affären und Partys stürzen, geben sich Frauen ihrem Trennungsschmerz oft ausgiebig hin. Männer verdrängen also, während Frauen ausgiebig verarbeiten. Um eine Trennung zu verarbeiten, durchlaufen Betroffene vier Phasen, wie Psychologen herausgefunden haben.

Vier Phasen, um eine Trennung zu verarbeiten:

1.Verleugnung

Wer verlassen wird, kann und will es nicht wahrhaben. Deshalb kann die Trennung zunächst auch nicht verarbeitet werden. Die Verlassenen befinden sich in einer Art Schockstarre und haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass alles nur ein böser Traum ist.

2. Gefühlschaos

Die verlassene Person realisiert, dass es endgültig vorbei ist und durchlebt ein wahres Gefühlschaos. Sie wird mit Hoffnungslosigkeit, Trauer, Wut. Enttäuschung und Angst konfrontiert. Der Liebeskummer frisst einen sprichwörtlich auf. Diese Trennungsphase dauert am längsten.

3. Neuorientierung

Das Tal der Trennungsverarbeitung ist erreicht, ab jetzt geht es wieder bergauf! Der Liebeskummer wird schwächer, Betroffene beginnen wieder am Leben teilzunehmen. Und: sie sind bereit, neue Leute kennenzulernen.

4. Neuer Lebensplan

In der letzten Phase der Trennungsverarbeitung werden neue Pläne geschmiedet. Die alte Beziehung ist abgehakt, es wird positiv nach vorne geblickt und auch eine neue Beziehung in Betracht gezogen.

Einen neuen Partner über eine Kontaktbörse finden? Warum nicht. Lesen Sie mal, welche Kontaktbörse die richtige für Sie sein könnte.

Ist es eigentlich sinnvoll, den Trennungsschmerz auszuleben? Oder sollten Betroffene sich eher bremsen? Welche Gefühle sind zulässig, welche schon nicht mehr "gesund"? Was zwei weitere Experten raten, um den Trennungsschmerz durchzustehen, lesen Sie hier.

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