16.03.2017

Ein Bund für’s Leben Beste Freundinnen: Darauf kommt es bei einer Freundschaft an

Fakt ist, dass Freundschaften mit dem Alter weniger werden.

Foto: iStock/Wavebreakmedia

Fakt ist, dass Freundschaften mit dem Alter weniger werden.

Partner kommen und gehen, aber beste Freundinnen hat man für’s Leben. Vorausgesetzt, man pflegt die Freundschaften! Wir zeigen, worauf es ankommt.

Eines ist sicher: Der Mensch ist kein Einzelgänger. Auch wenn es da sicher die eine oder andere Ausnahme gibt, sehnen wir uns stets und ständig nach Liebe und wollen das Leben gemeinsam mit jemandem bestreiten. In guten, wie in schlechten Zeiten.

An erster Stelle steht da natürlich immer der Partner. Doch was wirklich wichtig ist, sind Freunde. Richtige, echte Freunde, auf die man sich verlassen kann, die zu einem halten, egal welche Dummheiten man auch gemacht hat, und einem ehrlich die Meinung sagen – und zwar ohne zu verletzen.

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Vom Kindergarten bis ins Rentenalter

Solche Freundschaften sind selten. Manchmal findet man sie bereits im Kindergarten, manchmal in der Schule und manchmal erst, wenn man erwachsen ist. Egal eine Garantie dafür, dass sie bis ans Lebens Ende hält, gibt es nicht. Es sei denn, man pflegt sie. Dafür muss es sich allerdings auch um eine richtige Freundschaft handeln.

Laut Psychologen besteht die aus drei Säulen:

  1. Freiwilligkeit – Beide Parteien müssen die Freundschaft wirklich wollen. Sich nur mögen reicht da nicht aus.
  2. Gleichheit – Beide müssen sich auf Augenhöhe begegnen. Meistens wählt man seine Freunde sowieso aus einem ähnlichen sozialen Hintergrund, einem ähnlichen Alter oder mit ähnlichem Bildungsniveau. Eine Freundschaft zwischen Chef und Angestelltem ist deshalb eher schwierig bzw. eigentlich gar nicht möglich, da das hierarchische Verhältnis gar keine Freiheit und Gleichheit zulässt.
  3. Geben und Nehmen – Eine richtige Freundschaft besticht dadurch, dass sie ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Geben und Nehmen besitzt. Wenn diese Balance kippt, einer mehr nimmt als gibt, oder umgekehrt, wird die Freundschaft auf Dauer zerbrechen.

Wer all’ das in einer Person gefunden hat, kann sich glücklich schätzen. Doch es bedeutet bei weitem nicht, dass man sich nicht mehr um die Freundin kümmern muss. Psychologen sagen, dass die soziale Situation oft darüber entscheidet, ob eine Freundschaft Bestand hat, oder eben nicht.

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Wenn man mit Anfang 30 heiratet und ein Baby bekommt, dann hat man sich mit der Freundin, die zum dritten Mal studiert und auf wilden Partys nach dem Richtigen sucht, einfach nicht mehr wirklich viel zu erzählen. Gleiches gilt, wenn die Kinder bei der einen bereits aus dem Haus sind, bei der anderen noch nicht, oder eine bereits in Rente ist, die andere aber noch arbeitet.

Es bedeutet zwar nicht sofort, dass die Freundschaft aufgehoben wird, doch sie wird fast automatisch distanzierter.

Zeiten ändern sich

Fakt ist, dass Freundschaften mit dem Alter weniger werden. Anfang 20 mag man viele Freunde und lockere Bekannte haben, ab 30 oder 40 beläuft sich die Anzahl jedoch auf zwei bis drei richtige Freunde. Die Auswahl wird also kleiner, dafür aber erlesener.

Das liegt nicht zuletzt daran, dass Job und Familie plötzlich sehr viel Raum einnehmen und sich somit die Prioritäten verschieben. Das Wichtigste dabei: Akzeptanz und die Dinge so nehmen, wie sie kommen. Krampfhaft an Freundschaften festhalten, die längst nicht mehr zu retten sind, ist nie der richtige Weg...

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