Flamingoblume pflegen: Mit diesen genialen Tipps bleibt sie jahrelang schön
Die Flamingoblume ist eine beliebte Zimmerpflanze. Hier findest du wichtige Pflege-Tipps und Informationen zu Standort, Düngung und Wasserversorgung, damit sie jahrelang schön bleibt.
Flamingoblume: eine pflegeleichte Zimmerpflanze?
Die Flamingoblume (Anthurium) zählt zur Familie der Aronstabgewächse (Araceae). Ursprünglich stammt die knallige Zimmerpflanze aus den Tropen Mittel- und Südamerikas. Hierzulande ist sie eine beliebte Zimmerpflanze, die mit ihren charakteristischen Blüten bzw. Hochblättern heraussticht – nicht zu verwechseln mit ihren eigentlichen Blüten. Diese sind kolbenförmig und eher unscheinbar.
Die Zimmerpflanze hat geringe Ansprüche an ihre Pflege. Grundsätzlich ist die Anthurie also eine pflegeleichte Pflanze, die für viele Wochen äußerst dekorativ aussieht. Aus Erfahrung weiß ich aber, dass ein paar Dinge trotzdem zu beachten sind. Sonst werden ihre Blätter braun – und die Pflanze geht schließlich ein.
Wie pflege ich eine Flamingoblume?
Die Pflege deiner Flamingoblume ist einfach und dauert nicht lange. Wichtig sind natürlich die Wasserversorgung und Düngung. Deine Anthurie gießt du bedarfsorientiert. Das heißt konkret: Gieße regelmäßig, aber keinesfalls zu viel. Überschüssiges Wasser solltest du immer aus dem Übertopf oder Untersetzer entfernen. Das Substrat sollte nicht austrocknen. Gleichzeitig darf die Pflanze nicht im Wasser stehen.
Die Flamingoblume braucht eine geringe Düngung, um neue Nährstoffe aufnehmen zu können. Dünge regelmäßig, aber wenig!
- Im Sommer: alle zwei Wochen
- Im Winter: alle zwei Monate
Nutze einen organischen Dünger, da Anthurien auf zu viel Salz empfindlich reagieren.
Auf einen Rückschnitt kannst du verzichten. Lediglich braune und vertrocknete Blätter solltest du entfernen. Stattdessen solltest du Zeit in die Staubentfernung stecken. Kleine Flamingoblumen duschst du ein- bis zweimal pro Jahr mit lauwarmem Wasser ab, die Blätter von größeren Exemplaren wischst du mit einem feuchten Tuch ab.
Pflegefehler, die häufig gemacht werden
- Zu häufiges Gießen: So entsteht Staunässe, die Wurzeln deiner Anthurie können faulen. Deshalb erst gießen, wenn sich die Erde schon trocken anfühlt, außerdem durchlässiges Substrat verwenden. Im Winter tendenziell weniger gießen als im Sommer.
- Nicht umtopfen: Wenn eine Anthurie zu groß für ihren Topf geworden ist, sollte sie umgetopft werden. Der neue Topf sollte etwa 20 % größer als der alte sein. So hat die Pflanze wieder genug Platz zum Wachsen.
- Falscher Standort: Um üppig wachsen zu können, braucht die Flamingoblume ideale Bedingungen. Besonders wichtig ist ein heller Standort – auch im dunklen Winter.
- Entsorgen, wenn die Anthurie verblüht ist: Wenn du deine Flamingoblume richtig gepflegt hast und sie verblüht ist, solltest du sie nicht wegwerfen. Oft folgt auf eine längere Blühphase eine Ruhephase und danach wieder eine Blühphase. Warte erstmal ab, bevor du dir ein neues Exemplar zulegst.
Welchen Standort braucht die Flamingoblume?
Achte auf einen hellen Standort! Direkte, pralle Sonne und Zugluft verträgt sie jedoch nicht. Die Mindesttemperatur sollte 16 °C betragen, besser wäre 20 bis 24 °C.
Die Anthurie akzeptiert einen Platz auf der Fensterbank mit Heizung darunter. Um die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen, lohnt es sich, die Anthurie mit kalkfreiem Wasser zu besprühen. Häufig stellen sich Hobbygärtner*innen die Frage, ob die Flamingoblume im Badezimmer stehen kann. Ja, das kann sie, weil dort oft eine hohe Luftfeuchtigkeit herrscht.
Flamingoblume umtopfen: So geht's
Neue Flamingoblumen müssen erstmal nicht umgetopft werden. Danach sollte die Anthurie alle ein bis zwei Jahre in einen größeren Topf mit frischem Substrat umziehen. Für eine gute Entwicklung ist das unverzichtbar. Im Frühjahr ist dafür ein idealer Zeitraum.
Nutze einen Topf, der etwa 20 % größer als der alte ist, und fülle für eine gute Drainage zuerst eine Schicht Blähton ein. Entferne faule Wurzeln und setze die Anthurie mittig in den Topf. Danach füllst du den Topf mit dem neuen Substrat auf.
Schädlinge & Krankheiten: Das solltest du wissen
Grundsätzlich sind Anthurien robuste Zimmerpflanzen, die wenig mit Schädlingen und Krankheiten zu kämpfen haben. Doch wir wissen alle, dass die Pflege auch mal nicht gelingt oder vernachlässigt wird. Entsprechend könntest du es mit Folgendem zu tun bekommen:
- Wurzelfäule ist das Ergebnis von zu viel Feuchtigkeit oder dem falschen Substrat. Verbessere am besten die Bedingungen. Umtopfen oder ein Standortwechsel können ebenfalls helfen.
- Braune Flecken sind meist die Folge von zu wenig oder zu viel Wasser. In diesem Fall solltest du Bedingungen verbessern. Vielleicht steht deine Anthurie in der prallen Sonne. Dann könnte ein Standortwechsel helfen. Seltener leidet deine Zimmerpflanze an der Blattfleckenkrankheit (Pilzerkrankung).
- Spinnmilben: Auf der Oberseite befallener Blätter entdeckst du silbrige Punkte und auf der Unterseite Gespinste. Oft ist es ausreichend, die Zimmerpflanze abzubrausen und mit Pflanzenstärkungsmittel zu behandeln.
Flamingoblumen-Arten
Es soll etwa 1000 verschiedene Arten geben. Doch hierzulande sind es vor allem zwei Arten, die in unseren vier Wänden als Zimmerpflanzen gehalten werden: die Kleine Flamingoblume (Anthurium scherzerianum) und die Große Flamingoblume (Anthurium andreanum) – oder aber eine Kreuzung beider Arten.
Die Kleine Flamingoblume besitzt längliche Blätter, die etwa 30 cm groß werden. Sie braucht eine gute Wasserversorgung und lockeres Substrat.
Die Große Flamingoblume besitzt herzförmige Blätter, die bis zu 40 cm groß wachsen können. Die Blütenkolben sind von einem farbigen Hochblatt umschlossen:
Etwas anders, aber genauso eindrucksvoll, sieht Anthurium crystallinum aus. Die dunkelgrünen Laubblätter mit weißen Adern sind besonders auffällig. Dagegen sind die Blüten dieser Anthurie eher unauffällig.
Weitere Anthurien-Arten:
- Anthurium warocqueanum
- Anthurium veitchii
- Anthurium clarinervium
- Anthurium magnificum
- Anthurium forgetii
- Anthurium vittarifolium
- Anthurium metallicum
- Anthurium polyschistum
- Anthurium luxurians
FAQ: Häufig gestellte Fragen
Ist die Flamingoblume winterhart?
Nein, die Flamingoblume ist nicht winterhart.
Warum werden die Blätter bei der Flamingoblume braun oder gelb?
Wenn die Blätter braun werden, steht die Flamingoblume vermutlich zu dunkel. Dann braucht sie einen Standortwechsel, der ihr mehr Licht ermöglicht. Gelbe Blätter deuten stattdessen auf zu viel Sonne hin.
Wie lange lebt eine Flamingoblume?
Eine Topf-Anthurie lebt bei richtiger Pflege drei bis fünf Jahre.
Wie oft muss ich eine Flamingoblume gießen?
Die Faustregel gilt: Im Sommer ein- bis zweimal pro Woche gießen, im Winter einmal pro Woche. Vergewissere dich vorher, dass die Erde schon leicht trocken ist.
Warum werden die Blüten von der Flamingoblume nicht rot?
Das ist oft ein typisches Zeichen dafür, dass deine Zimmerpflanze zu wenig Licht bekommt. Stelle die Pflanze an einen helleren Ort um.
Was ist der Unterschied zwischen Anthurie und Flamingoblume?
Es gibt keinen Unterschied. "Anthurie" ist die wissenschaftliche Bezeichnung für die Flamingoblume.
Ist die Flamingoblume giftig für Katzen?
Ja, besonders die Blätter sind für Katzen (und Hunde) giftig. Sie enthalten Kalziumoxalatkristalle und Oxalsäure, was etwa die Schleimhäute des Magen-Darm-Traktes oder die des Mund- und Rachenbereichs angreift. Katzenfreundliche Zimmerpflanzen findest du in unserer Bildergalerie: