Wer dicke, saftige Tomaten ernten will, sollte die Gemüsepflanzen regelmäßig düngen. Dass das auch ohne teure Spezialdünger geht, beweist mein Kollege Mattias Nemeth. Er ist Biogärtner und Tomatenzüchter und schwört auf einen Kost-Nix-Dünger, den er aus einem Küchenabfall selbst herstellt. Wenn das nicht eine geniale Resteverwertung ist!
Ich gebe zu: Was das Thema Tomaten anbauen angeht, bin ich noch ganz schön grün hinter den Ohren. Zum Glück habe ich mit Mattias Nemeth als mein Kollege bei BILD der FRAU einen echten Profi an der Hand den ich mit Fragen löchern kann. Er ist ausgezeichneter Naturgärtner, Host unseres Podcasts "Mit Herz und Harke" und noch dazu Tomaten- und Paprikazüchter.
Von ihm wollte ich wissen: Welcher Dünger ist am besten für Tomaten?
Dieser Tomatendünger kostet dich gar nichts
Statt teure Dünger zu kaufen, die noch dazu schlecht für die Umwelt sein können, stellt Mattias die Nährstoff-Booster für sein Gemüse selbst her. Das ist nicht nur ökologischer, sondern auch viel günstiger.
Er braucht dazu lediglich etwas, das die meisten von uns bisher immer weggeworfen haben.
Tomatendünger aus altem Brot selber machen
Mattias schwört auf altes Brot als Basis für den besten Biodünger. Es liefert zusammen mit Wasser das, was Tomaten brauchen, um gesund und stark zu wachsen.
Diese Zutaten brauchst du für den Brotdünger:
- Altes getrocknetes Brot (etwa eine Bäckertüte voll)
- Eimer mit Deckel
- Wasser
So stellst du Brotdünger für Tomaten her:
Etwa eine Bäcker-Tüte voll Brotreste sammeln und diese in einen Eimer füllen. Das altbackene Brot im Eimer mit Wasser aufgießen und diesen mit einem Deckel verschließen. Anschließend den Deckel mit einem Stein beschweren.
Das Ganze muss vier Wochen lang an einem warmem Ort stehen. In dieser Zeit kommt es zur Fermentation. Nach einem Monat ist der selbst gemachte Tomatendünger aus altem Brot fertig und einsatzbereit.
Mattias beschert der selbstgemachte Biodünger eine satte Ernte, wie du im Foto sehen kannst.
So düngst du Tomaten richtig
Tomaten-Experte Mattias hat Empfehlungen parat, wie man den selbst gemachten Dünger aus Brot am besten einsetzt: "Dieser Dünger ist ziemlich vielseitig: Vor dem Einpflanzen gebe ich ihn unverdünnt als Bodenverbesserer aufs Beet, nach dem Auspflanzen verwende ich ihn leicht verdünnt als kräftigende Extraportion für Tomaten und Paprika."
Zum Schluss hat der Profi noch einen weiteren Kniff parat, der dir im Sommer und Herbst zu einer reichen Tomatenernte verhilft.
Mattias Tomaten-Tipp:
"Ich gebe den Tomatenpflanzen noch zusätzlich Kaliumdünger, da Kalium bei der Fermentation verloren geht. Kaliumdünger findest du in jedem Baumarkt oder jedem Gartencenter.“