31.03.2017

Gesund, regional, günstig Fünf heimische Superfoods, die Sie kennen sollten

Auch hierzulande wachsen viele Lebensmittel mit Superfood-Kräften. Heimische Lebensmittel können als Nährstoff-Bomben mit den Superfoods mithalten.

Foto: iStock/Oleh_Slobodeniuk

Auch hierzulande wachsen viele Lebensmittel mit Superfood-Kräften. Heimische Lebensmittel können als Nährstoff-Bomben mit den Superfoods mithalten.

Superfood bedeutet meist teure Importware. Doch auch vor unserer Haustür wachsen zahlreiche Nährstoff-Bomben. Lesen Sie hier über Superfoods mit Heimvorteil.

 

Bei Superfoods denken wir meist zuerst an Chia-Samen, Goji-Beeren oder Quinoa. Ihre außergewöhnliche Nährstoffdichte und natürlich auch ihr Exotik-Faktor haben dazu beigetragen, dass um sie in den letzten Jahren ein regelrechter Hype entstanden ist. Die Marktwirtschaft ist natürlich sofort auf den Superfood-Zug aufgesprungen und lässt durch geschickte PR den Eindruck entstehen, dass Superfoods nur in Südamerika oder China vorkommen.

Aber auch hierzulande wachsen viele Lebensmittel mit Superfood-Kräften. Da sich weder Werbung noch große Gewinne mit ihnen machen lassen, wissen nur wenige darüber Bescheid. Wer sie kennt, lebt nicht nur gesünder. Man spart obendrein Geld und unterstützt gleichzeitig die regionale Landwirtschaft.

>> Die besten Lebensmittel unter 1 Euro

Besuchen Sie unsere Übersicht, in der Sie unsere Beiträge rund um das Trendthema Superfoods schnell finden können.

>> Brainfood: Essen für mentale Fitness

Blaubeeren: Anti-Aging-Wunder und Gedächtnis-Booster

Es ist vor allem dem dunklen Pflanzenfarbstoff zu verdanken, dass Blaubeeren oder auch Heidelbeeren nicht nur unwahrscheinlich köstlich schmecken, sondern nebenbei in den Zellen ordentlich Klarschiff machen. Das Blau der Blaubeeren steckt nämlich voller Antioxidantien, welche Zellschäden reparieren, die Bildung von Collagen anregen und somit Falten, Akne und Cellulite verhindern. Davon profitieren nicht nur die Hautzellen sondern auch die im Gehirn. Als Balsam für die Nervenzellen sorgen sie für einen gesunden Sauerstoff-Haushalt, was wiederum die Denkleistung verbessert. Obendrein kurbeln die Vitamine C,E und K sowie Folsäure, Riboflavin und Niacin die Fettverbrennung an.

>> 15 Lebensmittel, die reich an Antioxidantien sind

Blaubeeren sind die regionale Alternative zu den Açaí-Beeren. Der Preisunterschied liegt bei ca. 18 Euro pro 100 g. Außerdem: In frischen Blaubeeren steckt die volle Nährstoff-Power. Açaí dagegen gibt es meist nur in Pulverform zu kaufen. Ein derart künstlich weiterverarbeitetes Produkt, wird der Bezeichnung Superfood eigentlich nicht mehr gerecht.

>> Saftiges Blaubeer-Chutney

Leinsamen: Verdauungsfördernder Lieferant für Omega-3-Fettsäuren

Leinsamen bieten nährstoff-technisch bis auf kleine Unterschiede das Gleiche wie Chia-Samen. Nur sind sie lange nicht so „sexy“ wie ihre Verwandten aus Südamerika. Zu Unrecht. Als Lieferant für Omega-3-Fettsäuren (besonders wichtig für Veganer) können sie genauso gut mithalten. Gemahlen stehen sie auch der verdauungsfördernden Eigenschaft in nichts nach. Zudem lindern Leinsamen Entzündungen im Körper, stärken Herz, Kreislauf sowie Immunsystem und senken den Cholesterinspiegel. B-Vitamine, Folsäure und Magnesium werden gleich mitgeliefert.

Leinsamen sind die regionale Alternative zu Chia-Samen. Der Preisunterschied liegt bei ca. 3 Euro pro 100 g. Außerdem: Im Gegensatz zu Chia müssen Leinsamen nicht teuer importiert werden. Zudem macht die hohe Nachfrage das südamerikanische Trend-Food für die Einheimischen immer unbezahlbarer. Ökonomisch gesehen sind Leinsamen die bessere Wahl.

>> Sind Chiasamen wirklich so gesund?

Sanddorn: Wunderbeere für das Immunsystem

Mit 450 Milligramm Vitamin C pro 100 Gramm schlägt Sandorn die Zitrone um das Zehnfache. Ihr wahres Geheimnis liegt neben zahlreichen Mineralien und Spurenelementen im hohen Gehalt an dem Energie-Vitamin B 12, welches nur selten in pflanzlichen Lebensmitteln vorkommt. Das macht Sanddorn für Veganer eigentlich unverzichtbar. Als Immun-Booster in der Erkältungszeit und Nervennahrung bei Erschöpfung sorgt die hübsche Beere für frischen Tatendrang, gleicht die Folgen einseitiger Ernährung aus und schützt den Magen vor Übersäuerung. Und in Sachen Vitamin A (Stärkung der Netzhaut, verhindert Nachtblindheit) stellt Sanddorn die Karotte ebenfalls weit in den Schatten.

Sanddorn ist die regionale Alternative zur Goji-Beere. Der Preisunterschied liegt bei ca. 2 Euro je 100 g. Außerdem: Gegenüber den aus China importierten Goji-Beeren, lässt sich beim heimischen Sanddorn eher nachvollziehen unter welchen Bedingungen sie angebaut und gezüchtet worden sind.

Hirse: Glutenfreie Proteinquelle und Eisenlieferant

Kaum ein anderes Getreide punktet mit derart vielen Mineralstoffen, Spurenelementen, Aminosäuren sowie hohen Anteil an Magnesium wie die Hirse. Das erklärt auch, warum die Menschen im Mittelalter so sehr auf das wertvolle und zudem glutenfreie Korn angewiesen waren. Nachdem es lange Zeit in Vergessenheit geraten war, beginnt man sich langsam wieder auf seine Vital-Kraft zu besinnen. Hirse stärkt das Bindegewebe, festigt die Nägel und bringt die Haare zum Glänzen. Der hohe Eisengehalt fördert die Blutbildung und bringt den Kreislauf in Schwung. Kurz: Hirse sorgt auch für das gewisse Etwas in unserer Ausstrahlung.

Hirse ist die regionale Alternative zu Quinoa. Der Preisunterschied liegt bei ca. 4 Euro je 100 g. Außerdem: Von allen Superfoods hat Quinoa den größten COs-Abdruck. Zudem hat das Inka-Korn nur einen Bruchteil des Eisengehalts. Was Nachhaltigkeit betrifft, liegt die heimische Hirse aus biologischem Anbau weit vorne.

Grünkohl: Detox-Gemüse mit Anti-Krebs-Wirkung

In den USA oder Australien wird Grünkohl (Kale) schön länger als DAS Superfood schlechthin gefeiert. Langsam wird auch uns bewusst, was für ein großartiges Gemüse auf unseren heimischen Feldern wächst. Grünkohl hat einen enorm hohen Chlorophyll-Anteil, dem die Eigenschaft nachgesagt wird, aggressive Krebszellen einfach auszuknipsen. Gleichzeitig reinigt Chlorophyll Blut und Zellen, was Hautalterung, Müdigkeit und Schlaganfällen vorbeugt. Ebenso beachtlich: 200 Gramm Grünkohl decken den Tagesbedarf an Vitamin A, C und K. Als leckere Rohkost ist das im Nu weggeknabbert.

Grünkohl ist die regionale Alternative zu Weizengras. Der Preisunterschied liegt bei ca. 20 Euro je 100 g. Grünkohl ist mit seinen 2 Euro pro Kilo fast geschenkt und lässt sich wesentlich schmackhafter zubereiten als das teure Weizengras, welches erst umständlich ausgepresst werden muss.

>> Grünkohlcurry mit roten Linsen

Außerdem: Müll adé! Was kann alles von Obst und Gemüse gegessen werden?

In unserer Superfood-Reihe stellt Brendan Brazier seine Superfoods vor:

>> Chlorella Algen – für gute Beweglichkeit

>> Quinoa – der ideale Energielieferant

>> Kokosöl – der leichte Schlankmacher

>> Wie gibt Matetee den Energie-Kick?

Unserer Galerie stellt Ihnen die wichtigsten Informationen zu den hippen Superfoods, sowie günstige Alternativen zu den teuren Exoten vor.

Seite

Kommentare