22.02.2017

Nährstoff-Wunder Moringa, Königin der Superfoods

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Die Blätter des Moringa-Baums werden frisch, getrocknet oder als Pulver eingenommen.

Foto: iStock/bdspn

Die Blätter des Moringa-Baums werden frisch, getrocknet oder als Pulver eingenommen.

Moringa gilt als nährstoffreichste Pflanze der Welt. Mit Eigenschaften, die jedes andere Superfood  regelrecht verblassen lässt. 

Bis vor wenigen Jahren hat kaum jemand in der westlichen Welt von Moringa gehört, mittlerweile ist der Neuankömmling in den Superfood-Regalen in aller Munde. Denn glaubt man den mehr als 700 wissenschaftlichen Studien, stellt Moringa alles zuvor Gekannte in den Schatten. So steckt in in den unscheinbaren Blättern sieben mal mehr Vitamin C als in Orangen, doppelt so viel Kalzium wie in Milch, vier mal mehr Beta Carotin als in Karotten, dazu 18 essentielle Aminosäuren, B-Vitamine, Kalium, Folsäure, Eisen, Magnesium, zahlreiche Mineralien, Spurenelemente sowie 90 weitere Nährstoffe.

Thailändischer Glasnudelsalat mit Garnelen und Moringa

Das allein wäre schon bemerkenswert genug, würde das Ganze nicht noch durch den kürzlich entdeckten Power-Botenstoff Zeatin getoppt werden. Zeatin, so heißt es, wirkt wie ein Jungbrunnen für den Organismus, beugt Alzheimer vor, stoppt das Wachstum von Krebszellen, verhindert Faltenbildung und Pigmentflecke, steigert Lebensfreude und Vitalität und entgiftet. Kurz: Wäre der Moringa-Baum ein Superheld, dann wäre das Zeatin seine Superheldenkraft.

Moringa – Jungbrunnen und Anti-Aging-Wunder

Der ursprünglich aus der Himalaya-Region stammende Baum ist der ayurvedischen Lehre als Universal-Heilmittel seit über 4000 Jahren bekannt. Mittlerweile hat sich der widerstandsfähige Baum über die Tropen und Subtropen bis nach Afrika ausgebreitet. Bemerkenswert ist vor allem sein schnelles Wachstum von bis zu 30 Zentimetern im Monat. So erreicht ein junger Baum bereits im ersten Jahr eine Höhe von über drei Metern. Möglich macht dies jenes geheimnisvolle Zeatin, ein pflanzliches Wachstumshormon, das in Moringa im Vergleich zu anderen Gewächsen in tausendfacher Konzentration vorkommt. Im menschlichen Körper sorgt es als Botenstoff dafür, dass wertvolle Nährstoffe aufgenommen und verwertet werden können. Für die Forschung ist Zeatin ein wahres Anti-Aging-Wunder. Deshalb wird Moringa auch „Baum des ewigen Lebens genannt“.

Wunderwaffe gegen weltweite Mangelernährung

Täglich zwei Esslöffel Moringapulver reichen, um den Organismus mit den wichtigsten Nährstoffen zu versorgen. So begannen bereits Ende der 90er-Jahre Entwicklungshilfeorganisationen Moringa-Bäume in Länder wie Senegal anzupflanzen, wo besonders viele Kinder und Frauen von Mangelernährung betroffen sind. Schon nach kurzer Zeit zeigte sich, dass Babys mit einem höheren Gewicht zur Welt kommen und stillende Mütter mehr Milch bilden. Zudem haben die geriebenen Samen die Eigenschaft, verschmutztes Trinkwasser zu reinigen, da sie Gifte und Schwebestoffe binden. Dass immer mehr solcher Moringa-Projekte ins Leben gerufen werden, macht Hoffnung.

Superfood mit guten Gewissen

Erst im Zuge der in den letzten Jahren aufgekommenen Superfood-Welle wurde Moringa für die westliche Welt und damit auch für die Forschung interessant. Je mehr die Wissenschaft sich mit dem Wunder-Baum beschäftigt, als umso verblüffender entpuppen sich seine gesundheitsfördernden Eigenschaften.

Mittlerweile ist Moringa als Tee, Pulver oder Kapseln in jedem größeren Bioladen erhältlich und lässt sich problemlos in den täglichen Ernährungsplan integrieren. Zudem hat die Powerpflanze ethnische und ökonomische Vorteile. Viele exotische Superfoods wie Chia, Goji-Beeren oder Acai sind was Anbau, Ernte und Transport betrifft wesentlich aufwändiger. Zusätzlich sorgt die große Nachfrage durch den weltweiten Hype dafür, dass sich die Einheimischen diese Lebensmittel kaum noch leisten können. Auf den nährstoffmäßig weit überlegenen Moringa-Baum, welcher kaum Wasser braucht, nahezu immun gegen Schädlinge und Krankheiten ist und in jedem wärmeren Land dieser Erde schneller wächst als dass er geerntet werden kann, trifft das nicht zu. Ein wahres Superfood, eben!

Gojibeeren sind gesund, aber kein Wundermittel

Die Haupteigenschaften auf einen Blick:

  • Stärkt das Immunsystem
  • Verjüngt die Haut
  • Verbessert die Gedächtnisleistung
  • Fördert Milchbildung bei stillenden Müttern
  • Wirkt entzündungshemmend
  • Reich an Omega-3-Fettäuren und B-Vitaminen (wichtig für Veganer)
  • Mindert Stressanfälligkeit
  • Schützt vor unkontrolliertem Zellwachstum
  • Unterstützt Blutbildung und Muskelaufbau
  • Lindert Wechseljahres-Beschwerden
  • Entgiftet Leber und Nieren

Superfoods auf einen Blick

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