Für Hobby-Bäcker Sauerteig ansetzen: So einfach geht es!

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Einen Sauerteig selber zu machen ist gar nicht so schwer, wie viele denken.

Foto: iStock/innazagor

Einen Sauerteig selber zu machen ist gar nicht so schwer, wie viele denken.

Brote aus Sauerteig sind gerade hierzulande sehr beliebt. Selbst gebacken wird hier allerdings selten, da sich viele scheuen, den Sauerteig selbst anzusetzen. Dabei muss das gar nicht sein! Mit unserer Anleitung gelingt Ihnen das Prozedere spielend leicht!

Zutaten:

  • mind. 200 g Vollkornmehl
  • mind. 200 ml Wasser
  • Glas, Kapazität 1 l (nicht luftdicht, aber mit Deckel)

Und so wird’s gemacht

  1. Glas gründlich auswaschen. Es muss absolut sauber sein. Das Glas sollte über einen Deckel verfügen, aber ohne Gummi. Alternativ kann man auch zum Beispiel in ein Gurkenglas ein kleines Loch machen. Das ist wichtig, da bei der Herstellung von Sauerteig Gase entstehen, die entweichen können sollten.
  2. 50 g Mehl und 50 ml lauwarmes Wasser in das Glas geben und solange verrühren, bis eine klumpenfreie Masse entstanden ist. Glas verschließen und 24 Stunden an einem warmen Ort stehen lassen.
  3. Am Folgetag Glas öffnen und erneut 50 g Mehl und 50 ml lauwarmes Wasser hinzugeben, gut durchmengen, Glas verschließen und weitere 24 Stunden an einem warmen Ort gehen lassen.
  4. Am nunmehr dritten Tag sollte überprüft werden, ob sich im Glas Schimmel gebildet hat – das kann in Ausnahmefällen vorkommen. In diesem Fall müssen Sie den Sauerteig-Ansatz entfernen und mit der Prozedur von vorn beginnen. Sollte kein Schimmel vorhanden sein: Einfach weitermachen, wie an den Tagen zuvor: 50 m lauwarmes Wasser und 50 g Mehl zur Mischung geben, rühren, alles verschließen, 24 Stunden an einem warmen Ort ruhen lassen. Mittlerweile hat sich im Teig-Ansatz übrigens ein säuerlicher Geruch gebildet. Das Prozedere noch einmal wiederholen.
  5. Tag 5: Mittlerweile sollte der Teig deutlich an Volumen dazu gewonnen haben. Sollte dem nicht so sein, wiederholen Sie bitte die Prozedur der letzten Tage. Ist der Teig aber aufgegangen, es hat sich kein Schimmel gebildet und er riecht auch nicht faulig? Perfekt! Der Sauerteig-Ansatz ist geglückt – Sie können ihn nun zum Backen verwenden.

Sie sehen: Es ist gar nicht so kompliziert, den Ansatz für einen Sauerteig selbst zu machen. Natürlich dauert die Zubereitung einige Tage – und die will (und kann!) man nicht immer investieren. Muss man aber auch nicht! Behalten Sie circa 20 g des Ansatzes, geben dies in ein sauberes Marmeladenglas und bewahren es im Kühlschrank auf. Das nennt sich "Anstellgut". Und wie Sie dafür vorgehen müssen...

Sauerteig: "Anstellgut" pflegen

Aufbewahrt im Kühlschrank ruht der Sauerteig. Vor dem weiteren Ansetzen müssen Sie ihn quasi zunächst wieder zum Leben erwecken. Dafür das "Anstellgut" aus dem Glas nehmen und mit 30 ml lauwarmen Wasser und 30 g Mehl vermengen. 12 Stunden an einem warmen Ort stehen lassen. Diese Prozedur drei Mal durchführen – so haben Sie nach 36 Stunden einen neuen Ansatz.

Backen mit selbst gemachtem Sauerteig

Und was nun tun mit diesem schönen Sauerteigansatz aus der Eigenproduktion? Nun, wie wäre es denn mal mit selbst gebackenen Brötchen oder einem köstlichen Berliner Landbrot? Rezepte für Brote mit Sauerteig gibt es tatsächlich wie Sand am Meer. Nur müssen Sie – dank unserer praktischen Anleitung – nicht auf fertigen Sauerteig zurückgreifen.

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Viele weitere Rezepte für Backwaren aller Art finden Sie übrigens auch auf unserer Themenseite.

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