Trend-Food So machen Sie Ghee ganz einfach selbst

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Sieht aus wie Butter, ist aber noch feiner: selbst gemachtes Ghee.

Foto: iStock/subodhsathe

Sieht aus wie Butter, ist aber noch feiner: selbst gemachtes Ghee.

Schon einmal etwas von Ghee gehört? In der indischen Küche ist es fest verankert und auch hierzulande erfreut es sich einer steigenden Beliebtheit. Doch was ist das überhaupt? Eigentlich ist Ghee nichts anderes, als geklärte Butter des Ayurveda – im Prinzip ist es gleichzusetzen mit Butterschmalz, hat aber verschiedene, beachtliche Vorteile. Wir stellen Ihnen einen ganz einfachen Weg vor, Ghee selbst zu machen und was es sonst noch darüber zu wissen gibt.

Zutaten für 1 Portion:

  • 500 g Butter

Zubereitungszeit:

  • ca. 45 Minuten

Und so wird’s gemacht:

  1. Die Butter in Würfel schneiden und in einen großen Topf geben. Darin auf mittlerer Flamme schmelzen lassen.
  2. Sobald die Butter heiß ist, Hitze reduzieren und auf niedrigster Stufe halten. Butter einfach vor sich hinköcheln lassen – nicht umrühren!
  3. Binnen kurzer Zeit bildet sich an der Oberfläche der Butter weißer Schaum. Dabei handelt es sich um Milcheiweiß. Dieses sollte nun mit einer Schaumkelle oder einem Löffel abgeschöpft werden.
  4. Butter eine halbe Stunde auf dem Herd lassen – dabei immer aufpassen, dass das Fett nicht zu heiß wird. Ggf. zwischendurch wieder Schaum abschöpfen.
  5. Sobald die Butter klar ist und kein Dampf mehr aufsteigt, ist das Ghee fertig. Topf vom Herd nehmen und die Masse etwas auskühlen lassen.
  6. Ein sauberes Einmachglas bereitstellen und Ghee durch ein sehr feinmaschiges Sieb ins Glas füllen. Das war es auch schon!

Warum Ghee so beliebt ist

Ghee ist in der indischen Heilkunst Ayurveda ein absolutes Wundermittel – und da es auch hierzulande viele Anhänger der Prinzipien gibt, hat Ghee zwischenzeitlich auch in Europa an Bedeutung hinzugewonnen. Wenig verwunderlich, denn im Ayurveda wird von unzähligen gesunden Eigenschaften des besonderen Fetts berichtet. Wissenschaftlich bewiesen sind besagte Eigenschaften zwar nicht, doch wollen wir sie Ihnen natürlich trotzdem nicht vorenthalten.

Demnach soll sich Ghee unter anderem durch eine besonders gute Verdaulichkeit, eine entzündungshemmende Wirkung, zur Reinigung des Blutes und zur Stärkung der Abwehrkräfte auszeichnen. Prinzipiell ist Ghee im Ayurveda ein regelrechtes Allheilmittel, das quasi für jegliche Problematik eingesetzt werden kann – und zwar nicht nur konsumiert durch Nahrung, sondern auch in Form äußerlicher Anwendungen. Aufgetragen auf die Haut soll es Narben verblassen lassen und die Wundheilung fördern. Und wer sich einfach abschminken möchte, kann ebenfalls auf Ghee zurückgreifen.

Und mal ganz von der ayurvedischen Lehre abgesehen – auch aus rein praktischen Gesichtspunkten hat Ghee eine Menge Vorteile:

  • Ghee ist sehr hoch erhitzbar: Öle und Fette haben einen unterschiedlichen Rauchpunkt – und so eignet sich nicht jedes Öl für jeden Zweck . Während Butter nicht sonderlich hoch erhitzt werden sollte, ist es bei Ghee kein Problem. Normale Butter enthält Eiweiß, das bei hoher Temperatur verbrennen würde. Ghee hingegen kann bis auf 190 Grad Celsius erhitzt werden und eignet sich zum scharfen Anbraten von Speisen oder auch zum Frittieren.
  • Ghee eignet sich auch bei Lactoseintoleranz: Bei der Herstellung von Ghee wird das Milcheiweiß (also Lactose) aus der Butter herausgefiltert – entsprechend ist Ghee am Ende auch lactosefrei.
  • Ghee ist sehr lange haltbar: Während Butter relativ schnell ranzig schmecken kann, ist Ghee immens lange haltbar – auch ungekühlt. Das liegt daran, dass der Wassergehalt von Ghee gegen Null geht und deshalb keine mikrobielle Belastung entstehen kann. So bleibt Ghee über Wochen frisch und lecker.

Klingt doch gar nicht so verkehrt, alles in allem. Wenn nun Ihr Interesse geweckt wurde, dann finden Sie fertiges Ghee mittlerweile in gut sortierten Bio-Märkten. Aber mal ehrlich? Selbst gemachtes Ghee ist auch nicht sonderlich kompliziert und außerdem überaus günstig.

Beeindruckt von Lebensmitteln mit so vielfältigen Wirkungen auf Ihre Gesundheit? Dann schauen Sie unbedingt auch auf unserer Themenseite für Superfoods vorbei.

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