Salisbury Steak Öfter mal was Neues: Hacksteak auf amerikanische Art

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Zum Salisbury Steak werden klassisch Kartoffelpüree und Gemüse serviert.

Foto: iStock/bhofack2

Zum Salisbury Steak werden klassisch Kartoffelpüree und Gemüse serviert.

Rezepte für Hacksteaks gibt es viele, doch Sie sollten unbedingt mal die amerikanische Version ausprobieren: saftiges Salisbury Steak. Hier gibt's das Rezept.

Zutaten für 4 Portionen:

  • 2 Eier
  • 4 EL Paniermehl
  • 1 TL Knoblauchpulver, granuliert
  • 1/2 TL Pfeffer
  • 800 g Rinderhackfleisch, mager (z.B. Tatar)
  • 6 EL Mehl
  • 1 EL Öl
  • 500 ml Wasser
  • 4 EL Ketchup
  • 2 EL Worcestershire-Soße
  • 2 TL Rinderbrühe, instant
  • 1 EL Butter
  • 2 Zwiebeln
  • nach Belieben: 250 g Champignons, braun

Pro Portion etwa:

  • 513 kcal
  • 19 g Fett
  • 32 g Kohlenhydrate
  • 50 g Eiweiß

Zubereitungszeit:

  • ca. 20 Minuten (zzgl. 20 Minuten Kochzeit)

Und so wird’s gemacht:

  1. Im ersten Schritt die Eier, das Paniermehl, den granulierten Knoblauch und den Pfeffer miteinander vermengen. Das Rinderhackfleisch dazugeben und alles gleichmäßig vermischen. Aus der Masse vier gleichgroße Hacksteaks formen.
  2. Die Hälfte des Mehls in einen tiefen Teller geben und die Steaks darin wenden. Öl in einer Pfanne zerlassen und die Steaks von beiden Seiten knusprig anbraten. Dann Fleisch aus der Pfanne nehmen und vorerst beiseitestellen.
  3. Aus dem restlichen Mehl und dem Bratfett eine Mehlschwitze herstellen. Wasser aufgießen und eine glatte Soße herstellen. Diese mit Ketchup, Worcestershire-Soße und Brühe würzen. Hacksteaks in die Soße legen und alles auf kleiner Hitze warm halten.
  4. Butter in einer weiteren kleinen Pfanne zerlassen. Abgezogene, gehackte Ringe und nach Belieben geputzte und in Scheiben geschnittene Champignons goldbraun anbraten.
  5. Hacksteaks mit Soße und den gerösteten Zwiebeln (und Champignons) anrichten und genießen.

Tipp: Als Beilage zum Salisbury Steak werden für gewöhnlich Kartoffelpüree und eine Gemüsebeilage, zum Beispiel Mais oder Erbsen, serviert.

Dieses amerikanische Hacksteak – auch Salisbury Steak genannt – ist ein traditionelles Rezept der amerikanischen Küche. Wollen Sie erfahren, wie Hackfleisch in anderen Ländern zubereitet wird? In unserer Bildergalerie finden Sie internationale Rezepte mit Hack:

Die Geschichte des Salisbury Steaks

Übrigens: Die Geschichte des Salisbury Steaks geht zurück bis ins Jahr 1897 – die Fleischspeise zählt seitdem zu den beliebten, deftigen Gerichten der amerikanischen Küche. Das leckere Hacksteak wurde nach seinem Erfinder James H. Salisbury benannt. Er lebte von 1823 bis 1905 und wird als einer der ersten Ernährungswissenschaftler bezeichnet. Er setzte sich intensiv mit der Wirkung verschiedener Lebensmittel auseinander und kam interessanterweise zum Schluss, dass stärkehaltige Nahrungsmittel und Gemüse im Verdauungssystem giftige Grundlagen bilden, die zu Tumoren, Herzerkrankungen und allerlei anderen Krankheiten führen. Anhand von Untersuchungen des menschlichen Gebisses war sich der Wissenschaftler sicher: Menschen sollen Fleisch essen – und deshalb beschränkte er seine Aufnahme von Gemüse, Obst, Stärke und Fette auf ein Drittel seiner Ernährung.

Er entwickelte das Salisbury Steak als logische Konsequenz seiner Auffassungen. Rinderhackfleisch kombiniert mit Gewürzen und Zwiebeln, das Ganze frittiert oder gebraten und anschließend mit brauner Soße serviert – laut Salisbury das optimale Rezept, da Rindfleisch für ihn eine echte Wunderwaffe gegen verschiedene körperliche Probleme war.

Sein Tipp an die Amerikaner der Jahrhundertwende: Drei Mal täglich Salisbury Steak essen und dazu viel Wasser trinken. So reinige man nicht nur das Verdauungssystem, man könne außerdem auch gesund abnehmen.

Anhand dieser These kann man James H. Salisbury zwar als einen frühen Vorreiter der Low-Carb-Bewegung bezeichnen, doch die Annahme, mit drei Hacksteaks am Tag der Gesundheit etwas Gutes zu tun, ist dann doch längst überholt. Auch wenn das Salisbury Steak weder enorme Gesundheit noch eine schlanke Taille verspricht: lecker ist es allemal.

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