16.11.2015

Nährstofflexikon Fett

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Fette gehören zu den Grundnährstoffen und sind ein wesentlicher Bestandteil fast aller lebenden Organismen.

Beschreibung:

Fette gehören zu den Grundnährstoffen und sind ein wesentlicher Bestandteil fast aller lebenden Organismen. Sie bestehen aus Fettsäuren, die für den menschlichen Organismus lebenswichtig sind. Bei der Verdauung werden die Fettsäureketten in Magen und Darm gespalten und gelangen über den Blutkreislauf und die Lymphbahnen in die Zellen. Je nach Aufbau der Fettmoleküle unterscheidet man zwischen gesättigten und den ein- und mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Viele der ungesättigten Fettsäuren kann der Körper nicht selbst herstellen, sie werden daher auch als essenzielle Fettsäuren bezeichnet, die dem Organismus über die Nahrung zugeführt werden müssen.

Enthalten in:

Fette sind sowohl in tierischen als auch in pflanzlichen Lebensmitteln enthalten, wobei tierische Produkte (bis auf Fischfett) nahezu keine ungesättigten Fettsäuren enthalten und damit nur in Maßen verzehrt werden sollten. Pflanzliche Öle und Fette werden meist aus Ölsaat oder Ölpflanzen (z.B. Sonnenblumen, Oliven, Raps) gewonnen und werden zumeist noch raffiniert, um für den Menschen unerwünschte Bestandteile rauszufiltern.

Gut für:

Fett wird von den Zellen für den Aufbau der Zellwände benötigt. Seine hohe Energiedichte mit 9 kcal/g (38 kJ/g) macht Fett zu den Hauptenergielieferanten des Körpers. Unter der Haut abgelagert ist es ein wichtiger Wärmeschutz, viele Organe haben einen stoßdämpfenden Fettmantel. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren sollen den Cholesterinspiegel senken. Fettreiche Nahrung trägt den Geschmack besser, ist sättigender und unterstützt die Aufnahme einiger Vitamine vom Körper. Ein Fettmangel ist in den Industrienationen selten, kommt aber bei Erkrankungen wie Magersucht oder Fettstoffwechselstörungen vor.

>> Magersucht mit diesen Test-Fragen früh erkennen

Ein Mangel an essenziellen Fettsäuren führt dazu, dass der Körper wichtige Substanzen nicht mehr selbst bilden kann. Die Symptome sind Hautveränderungen, erhöhte Infektionsanfälligkeit und bei Kindern auch Wachstumsstörungen. Ein Überschuss an Fett, wie es in den Industrienationen derzeit ein Problem ist, führt zu erhöhten Blutfettwerten und Übergewicht. Dadurch steigt das Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen.

Täglicher Bedarf:

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, dass die tägliche Energiezufuhr nur zu 30 % aus Fett bestehen sollte – das entspricht etwa 80-100 g. Derzeit liegen die Werte aber 30 % über dieser Empfehlung - Tendenz steigend. Kinder, Schwangere und Stillende haben dagegen einen etwas höheren Energie- und Fettbedarf. Insgesamt sollte man darauf achten, dass die Anteile an gesättigten, ein- und mehrfach ungesättigten Fettsäuren jeweils etwa ein Drittel betragen.

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