Aktualisiert: 07.04.2021 - 19:03

Giftige Doppelgänger! Bärlauch sammeln: Das sollten Sie unbedingt beachten

Bärlauch sammeln macht Freude! Doch beim Sammeln ist Vorsicht geboten, denn es besteht Verwechslungsgefahr mit giftigen Doppelgängern.

Foto: GettyImages / Daisy-Daisy

Bärlauch sammeln macht Freude! Doch beim Sammeln ist Vorsicht geboten, denn es besteht Verwechslungsgefahr mit giftigen Doppelgängern.

Wenn die Bärlauchsaison losgeht machen sich viele Fans ans Sammeln. Doch es besteht die Gefahr, dass zu giftigen Doppelgängern gegriffen wird. An diesen 4 Merkmalen können Sie Bärlauch erkennen.

Von März bis Mitte Mai ist Bärlauchzeit. In vielen Wäldern liegt dann ein würziger Knoblauchduft und Bärlauchfans machen sich ans Sammeln der grünen Blätter, um daraus Pesto, Kräuterquark oder andere leckere Rezepte zu zaubern. Doch Vorsicht: Es besteht gefährliche Verwechslungsgefahr mit giftigen Doppelgängern. Wir verraten Ihnen, wie Sie Bärlauch erkennen und ihn nicht mit giftigen Maiglöckchen oder Herbstzeitlosen verwechseln.

Bärlauch erkennen: Die wichtigste Regel beim Sammeln

Bärlauch wächst in schattigen Laub-, Misch- und Auenwäldern. Seine Blätter sind sattgrün und länglich oval. Damit ähneln sie den Blättern von Maiglöckchen und Herbstzeitlose. Das Problem: Beide sind giftig und der Verzehr ist für den Menschen gefährlich. Durch einige Merkmale lässt sich der essbare Bärlauch jedoch von den Giftpflanzen unterscheiden.

Die wichtigste Grundregel fürs Sammeln lautet: Die Blätter vor dem Pflücken vor Ort zu bestimmen. Denn liegen sie erst einmal im Korb, ist es leichter, sie zu verwechseln.

4 Merkmale, um Bärlauch nicht zu verwechseln

Auf den ersten Blick sehen sich die Blätter von Bärlauch, Maiglöckchen und Herbstzeitlosen tatsächlich zum Verwechseln ähnlich. Doch es gibt 4 Unterscheidungsmerkmale, die Ihnen beim Erkennen und Ernten des Waldknoblauchs behilflich sind:

  • Knoblauchgeruch: Das offensichtlichste Unterscheidungsmerkmal ist der Geruch. Bärlauchblätter riechen nach Knoblauch, während die Blätter der Giftpflanzen nicht riechen. Reiben Sie das Blatt zwischen den Fingern, dann wird der Geruch deutlich erkennbar. Allerdings hilft dieser Trick nur bei den ersten paar Blättern. Danach ist der Geruch an den Fingern zu stark.
  • Eigener Stiel: Jedes Bärlauchblatt hat einen eigenen deutlichen Stiel. Maiglöckchen haben einen Stängel, an dem zwei Blätter wachsen und den Stängel umfassen. Herbstzeitlose haben mehrere Blätter, die ohne Stil wie eine Rosette aus dem Boden wachsen.
  • Matte Blätter: Bärlauchblätter haben eine matte Unterseite. Die Blätter von Maiglöckchen glänzen auf der Unterseite und die der Herbstzeitlosen sind insgesamt glänzend.
  • Zwiebelwurzel: Wenn Sie sich immernoch unsicher sein sollten, kann ein Blick auf die Wurzel bei der Unterscheidung der Pflanzen helfen. Bärlauch wächst aus einer Zwiebel. Maiglöckchen haben dünne, rhizomartige Wurzeln. Herbstzeitlose haben eine Knolle, aus der die Blätter ohne Stiel direkt herauswachsen.

Genug echten Bärlauch gesammelt? Dann kann's ja ans Zubereiten gehen. In unserer Galerie stellen wir Ihnen unsere besten Rezepte mit Bärlauch vor:

Fazit zum Sammeln von Bärlauch

Der wilde Knoblauch überzeugt nicht nur mit seinem würzigen Aroma, Bärlauch ist auch sehr gesund. Um davon zu profitieren, ist beim Sammeln jedoch viel Sorgfalt geboten.

Wenn Sie nicht richtig hinschauen, ähneln die Blätter des Bärlauchs denen der giftigen Maiglöckchen und Herbstzeitlose sehr. Schon etwa 50 Gramm Herbstzeitlose können tödlich vergiften. Daher warnt sogar das Bundesamt für Risikobewertung vor der Verwechslungsgefahr. Achten Sie also gut auf die oben beschriebenen Unterscheidungsmerkmale. Und lassen Sie sich dann das Bärlauchpesto, die selbstgemachte Bärlauchbutter oder die cremige Bärlauchsuppe schmecken.

Und wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen: Zwischen März und Mai gibt es Bärlauchblätter meist auch auf dem Markt, beim Gemüsehändler oder in gut sortierten Supermärkten zu kaufen.

Viele leckere Rezepte und Tipps rund um den Waldknoblauch finden Sie auf unserer Bärlauch-Themenseite.

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