02.08.2017

Gesund & fit Naturheilmittel für ein gesundes und starkes Herz

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Das Herz, unser Motor und Antrieb muss sorgsam gepflegt werden. Gut, dass die Natur dafür einige nützliche Helfer bereithält.

Foto: imago/Westend61

Das Herz, unser Motor und Antrieb muss sorgsam gepflegt werden. Gut, dass die Natur dafür einige nützliche Helfer bereithält.

Wir sind perfekte Gesundheits-Managerinnen. Doch um unser Herz kümmern wir uns oft wenig. Dabei braucht es besonders viel Aufmerksamkeit und Pflege.

Wenn Sie Ihrem Herz etwas Gutes tun und es gesund und stark halten wollen, dann sollten Sie auf die Kraft der Natur setzen. Sie verhindert effektiv, dass unser wichtigstes Organ ins Stolpern kommt und gewährleistet, dass das Blut ungehindert durch seine Gefäße fließt.

Die Heilkraft der Natur

Es gibt verschiedene Lebensmittel, die das Herz auf unterschiedliche Weise stärken können. Dazu zählen etwa Kürbis, Bärlauch und auch Mandeln. BILD der FRAU hat für Sie tolle Rezepte zusammengestellt, die Ihrem Herzen guttun.

Cremige Kürbissuppe verbessern Cholesterinwerte

Gesundes Essen kann so einfach und lecker sein. Wie wäre es denn mal mit einer Kürbissuppe? Sie ist perfekt für den Herbst und eine echte Hilfe für Ihr Herz, da sie Ihre Cholesterinwerte verbessert. Hier das schnelle Rezept für Ihre Gesundheit:

400 g Hokkaidokürbis waschen, entkernen, würfeln. Drei Schalotten und 20 g Ingwer schälen und in dünne Scheiben schneiden. Zusammen mit dem Kürbis vier Minuten in heißem Rapsöl anschwitzen. Mit 1 l Gemüsebrühe aufgießen. 20 Minuten zugedeckt bei mittlerer Hitze köcheln lassen. In der Zwischenzeit 340 g Kürbiskerne in der Pfanne ohne Fett rösten. 100 g Kokosmilch unter die Suppe rühren, pürieren, mit Pfeffer und Salz abschmecken. Mit Kürbiskernen bestreuen und mit 3 bis 4 EL Kürbiskernöl garnieren. Am besten zweimal pro Woche essen.

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Bärlauch-Tropfen fürs Herz

Bärlauch ist vor allem wegen seines würzigen Aromas sehr beliebt. Doch das Frühlingskraut kann noch mehr! Sie können es etwa zu Tropfen verarbeiten, die Ablagerungen in Ihren Gefäßen verhindern.

Eine Handvoll Blätter in einem Schraubdeckel-Glas mit Doppelkorn übergießen, bis alle bedeckt sind. Verschlossen drei Wochen ziehen lassen, abfiltern, in dunkle Flasche füllen. Dreimal täglich 15 bis 30 Tropfen. Die Substanzen Allicin und Alliin reduzieren die Verklumpungstendenz des Blutes.

Rosmarin gegen schlappen Kreislauf

Bärlauch ist nicht das einzige Kraut, das der Gesundheit Ihres Herzens helfen kann. Auch Rosmarin ist eine echte Wunderwaffe, vor allem für den Kreislau. Probieren Sie mal unseren Rosmarin-Drink:

30 g frische Rosmarinnadeln, 60 g Schwarzteeblätter, 10 g grob gemahlene Kaffeebohnen mit 1 l Milch 10 bis 15 Minuten unter ständigem Rühren leicht köcheln lassen. Abseihen. Im Kühlschrank aufbewahren. Dreimal täglich vor dem Essen 1 Likörglas.

Mandeln regulieren Blutfette

Obwohl Mandeln nicht gerade kalorienarm sind, zählen die leckeren Nüsse zweifelsohne zu den gesunden Lebensmitteln. Sie unterstützen beim Abnehmen und sind gut fürs Herz.

Einfach täglich zehn bis zwölf ungeschälte, ganze Mandeln essen. Dazu Wassermelone für glatte Arterien.

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Walnüsse fördern die Durchblutung

Nicht nur Mandeln sind echte Wunderwaffen für die Gesundheit – auch durchblutungsfördernde Walnüsse dürfen gerne verzehrt werden.

Aus einer Handvoll der inneren Trennwände der Walnüsse und ¼ l Wasser einen Tee kochen. Mit 1 bis 2 TL Honig süßen. Jeden Tag drei Tassen trinken.

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Nüsse halten Gefäße fit

Es gibt wirklich viele Nüsse, die gesund für Ihr Herz sind. Walnüsse fördern übrigens nicht nur die Durchblutung, sie verhindern auch die Plaques-Bildung an den Gefäßinnenwänden. Das gilt übrigens auch für Hasel- und Pekannüsse. Viermal die Woche je eine Handvoll knabbern.

Maronen schützen

Man kennt Maronen meist als Snack vom Weihnachtsmarkt. Wenn die Esskastanien gerade Saison haben (also im Herbst), dann kann man sich diese Leckerbissen auch schnell und einfach zu Hause zubereiten – und nebenbei das Risiko für einen Herzinfarkt senken.

Frische Esskastanien auf der bauchigen Seite mit einem scharfen Messer über Kreuz einritzen. Mit der eingeschnittenen Seite nach oben auf ein Backblech legen. Den Backofen auf 210 Grad vorheizen, die Maronen 20 Minuten backen. Eine Handvoll täglich knabbern, senkt das Herzinfarkt-Risiko um 39 Prozent.

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Champignons senken den Blutdruck

Kürbis, Maronen und Champignons – die absoluten Lieblinge im Herbst. All diese Zutaten sind nicht nur die Stars der Saison, sondern auch die Stars für Ihr Herz. Gerade Champignons sollten häufiger mal verzehrt werden, denn sie senken Ihren Blutdruck.

Dreimal wöchentlich 100 bis 150 g frische Champignons auf den Speiseplan setzen. Das Enzym Tyrosinase reguliert den Blutdruck, schützt gleichzeitig vor Appetitlosigkeit und vor Müdigkeit.

Hibiskusblüten bei Herzstolpern

Kennen Sie das? Manchmal gerät das Herz einfach ins Stolpern. Ein unschönes Gefühl, gegen das man aber etwas tun kann – und zwar mit Hibiskusblüten, die man zu einer heilsamen Salbe verarbeiten kann.

100 ml Olivenöl im Wasserbad auf 60 Grad erwärmen. 2 EL frische Rosmarin- und 1 EL Fichtennadeln im Mörser zerkleinern, ins Öl geben. 20 Minuten ziehen lassen. Abseihen. 1 EL Kampferöl und 2 EL Bienenwachsplättchen zugeben, im Wasserbad unter Rühren schmelzen. 2 bis 3 EL warmen Hibiskusblüten-Tee (Rezept: 1 TL Blüten mit 100 ml Wasser aufbrühen, nach zehn Minuten abseihen) daruntermischen. Salbe abkühlen lassen, häufig umrühren. In Döschen füllen. Mehrmals am Tag die Herzgegend einreiben.

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Weißdorn stärkt

Auch Weißdorn kann sich als hilfreich erweisen. Probieren Sie zehn Wochen lang dieses Gebräu als Kur aus.

Zwei Handvoll Weißdornbeeren, jeweils fünf bis sieben Weißdornblätter und -blüten in ein Schraubdeckel-Glas geben. Mit 1 l Bio-Rotwein und 3 EL Manuka-Honig auffüllen. Drei Wochen bei Raumtemperatur ziehen lassen, täglich schütteln. Abseihen und drei Wochen in den Kühlschrank stellen. Zehn Wochen täglich ein Glas trinken. Lindert nervöse Herzbeschwerden, schützt den Herzmuskel vor aggressiven Sauerstoffmolekülen.

Rote Bete hält Gefäße elastisch

Mehr Jugendlichkeit für Ihre Blutgefäße? Dann ist Rote Bete genau das Richtige für Sie – genauer gesagt ein selbst gemachter Saft aus Roter Bete.

Eine kleine Rote Bete, zwei Karotten, eine Stange Sellerie und ein bis zwei süßsaure Bio-Äpfel schälen, grob zerkleinern und in den Entsafter geben Täglich zwei Gläser reichen aus, um die Blutgefäße jugendlich elastisch und den Blutdruck in Schach zu halten.

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EXTRA-TIPP: Selbsthypnose

Selbsthypnose ist eine tolle Therapie bei nervösem Stress-Herz. Hier sind zwei Übungen:

Stellen Sie sich vor, Sie sitzen am Meer und schauen bis zu Horizont. Es ist wohlig-warm, Sonne und Wind streicheln die Haut. Vor Ihnen laufen die Wellen auf den Strand, Sie atmen tief ein. Die Woge fließt wieder zurück ins Meer, Sie atmen tief aus. Anspannung, Entspannung, Welle auf Welle, Einatmen, Ausatmen.

Jede Spannung löst sich auf. Mit jedem Atemzug und jeder Welle lassen Sie mehr und mehr vom Alltag, von Stress und Hektik los. Vertiefen Sie sich immer mehr in das Wellen-Feeling. zehn bis 15 Minuten.

Bei hohem Blutdruck: Stellen Sie sich jetzt vor, Sie stehen unter der Dusche. Tropfen für Tropfen fällt warmes Wasser auf Ihr Herz, die Gefäße, berührt jede Pore darüber. Tropfen für Tropfen.

Langsam spüren Sie, wie in jeder Zelle, in jeder Muskelfaser wohlige Wärme entsteht. Der Herzmuskel entspannt sich, der Gefäßtonus ebenso.

Selbsthypnotische Bilder mit mentaler Heilkraft haben einen direkten Einfluss auf das vegetative Nervensystem, auf Körperfunktionen wie Durchblutung, Temperatur, Hormonproduktion oder Entspannung der Muskeln - auch denen des Herzens.

Siehe auch: Meditation, Bärlauch, Ingwer und Champignon

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