01.08.2017 - 14:48

Mit Geling-Garantie! Johannes B. Kerner verrät sein Rezept für Fischstäbchen

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Bei Johannes B. Kerners Familie ist Kochen Tradition. Gegenüber BILD der FRAU verrät er, was er am liebsten auf den Tisch bringt.

Foto: imago/ Future Image

Bei Johannes B. Kerners Familie ist Kochen Tradition. Gegenüber BILD der FRAU verrät er, was er am liebsten auf den Tisch bringt.

Johannes B. Kerner hat schon richtig vielen Könnern am Herd zugesehen – heute kocht er selbst. Für und mit BILD der FRAU. In der „Cucina Poletto“ in Hamburg verriet uns der TV-Moderator, wie und was er am liebsten brutzelt.

Wie steht Johannes B. Kerner eigentlich zum Thema Kochen? Was kommt auf den Tisch, wenn der Moderator Gäste zum Essen eingeladen hat. BILD der FRAU Reporterin Wibke Thiedemann ist Fragen wie diesen auf den Grund gegangen - und Kerner konnte seine Kochkünste am Herd live beweisen.

BILD DER FRAU: Hallo, Herr Kerner. Was gibt’s denn heute?

Johannes B. Kerner: Einen echten Klassiker: Fischstäbchen mit Blattspinat.

Ein Kinderessen?

Warten Sie’s nur ab. Das hat mit Tiefkühlware absolut nichts zu tun. Die Menschen denken bei diesem Gericht immer sofort an den berühmten Käpt’n und den Blubb - aber das hier ist feine Küche. Dafür verbürge ich mich.

Wie oft haben Sie dieses Gericht schon zubereitet?

Drei-, viermal. Einmal sogar für 19 Gäste – das war sehr ambitioniert. Aber es hat geklappt. Ich koche auch nicht akribisch nach Rezept, sondern nach Gefühl.

Klingt, als wären Sie ein Experte am Herd.

Na ja, Experte ist übertrieben. Ich bin kein Koch! Ich versuche mich am Herd…

Schon als Kind ein Koch-Fan

Wo haben Sie Kochen gelernt?

Im "Haus der Familie" der evangelischen Kirche in Bonn/Bad Godesberg. Da gab es einen Kinderkochkurs, einmal in der Woche war ich dort, und abends kamen meine Eltern zum Abholen und durften probieren, was wir fabriziert hatten - mal waren das Rosinenschnecken, mal Nudeln mit Tomatensoße. Ich glaube, ich war damals acht Jahre alt.

Ist ja ungewöhnlich für einen Jungen: Wurden Sie dazu "gezwungen"?

(Lacht.) Nee, ich habe das geliebt. Ich war ja auch der einzige Junge. Aber ganz ehrlich: Den Vorteil dieses Umstands habe ich als Achtjähriger noch nicht ganz überblicken können. Das Männerkochen hatte bei uns in der Familie einfach Tradition, mein Vater und mein Opa haben auch gern gekocht. Gutes Essen war immer ein Thema und ich finde, Küchenarbeit ist auch sehr sinnlich, wenn man sich Zeit dafür nimmt.

In "Kerners Köche" überraschen Sie die Promiköche auch mal mit verrückten Zutaten, aus denen dann was gezaubert werden muss. Mit welchen Zutaten wären Sie überfordert?

Zunächst kurz zur Sendung: Das machen wir nur einmal in der jetzigen Staffel, sonst kochen die Gäste ihre eigenen Gerichte. Und wegen der Zutaten: Überfordern würde mich nichts, aber es gibt Lebensmittel, die ich mir niemals zubereiten würde. Koriander und Auberginen zum Beispiel. Und aus Jakobsmuscheln mache ich mir auch nicht viel.

Manchmal geht's auch daneben

Verraten Sie uns Ihr schlimmstes Küchendilemma?

Ach, das gibt’s immer wieder, meistens nur Kleinigkeiten. Erst neulich habe ich ein Rührei versaut, es ist mir in der Pfanne angebappt. Ich hätte beinahe die Pfanne durchs Fenster geschmissen – durchs geschlossene. Ich hab sie am Ende einfach nur in die Mülltonne geworfen.

Sie werden wütend, wenn etwas misslingt?

Nee, gar nicht. Ich bin sehr geduldig und beherrscht, aber auch sehr konzentriert in der Küche. Ich lasse mich nicht verrückt machen und bin auch als Gastgeber relativ entspannt. Das ist ein bisschen so wie beim Fernsehen: Man muss alles richtig gut vorbereitet haben, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass du es zerhaust, sehr gering. Gute Vorbereitung und gute Ware sind das A und O.

Wenn Gäste bei Kerners kommen, dann gibt’s also wie in einer Fernsehsendung einen genauen Ablaufplan?

Im Grunde genommen, ja – aber keine Generalprobe (lacht).

In der Küche der Chef

Wie sieht’s mit Hilfe am Herd aus – mögen Sie das?

Also, ich bin in der Küche eigentlich ganz gerne der Chef, und dann möchte ich mir auch nicht reinquatschen lassen.

Die Fischstäbchen haben Sie mal für 19 Leute zubereitet. Sie scheinen gerne Gäste zu empfangen. Worauf achten Sie besonders als Gastgeber?

Frech gesagt: Nur Gläser mit stillem Mineralwasser will ich nicht sehen (lacht). Ich bin davon überzeugt, dass sich das Gelingen eines Abends innerhalb der ersten halben Stunde entscheidet. Natürlich sind auch noch andere Dinge wichtig: Ruhe bewahren und immer cool bleiben. Selbst wenn was in die Hose geht, kann man zur Not ja noch beim Lieferservice bestellen.

Und was würden Sie für eine ganz wichtige Verabredung kochen?

(Grinst.) Für einen für mich richtig wichtigen Menschen? Fischstäbchen. Das ist mit Geling-Garantie und wirklich lecker.

Aber die meisten Frauen essen ja kein Brot mehr heutzutage…

Also ’ne Frau, die kein Brot isst, die kann nicht so wichtig für mich sein (lacht). Oder eine, die Wasser statt Dressing auf ihren Kopfsalat gibt. Nein, das macht keinen Spaß.

Das Rezept zu Johannes B. Kerners Fischstäbchen finden Sie auf der nächsten Seite.

 

Fischstäbchen mit Kopfsalat- Pesto

Zutaten (für 4 Personen)

Für das Pesto:

1 Kopfsalat

1/2 Knoblauchzehe

3-5 EL geriebener Parmesan

1 TL Mandelblättchen

ca. 120 ml Olivenöl

einige Spritzer Zitronensaft

1 Msp. abgeriebene Bio-Zitronenschale

Salz, Pfeffer

Für die Fischstäbchen:

8 Scheiben Brot, hauchdünn geschnitten (am besten vom Vortag)

1-2 EL Dijon-Senf

4 weiße Fischfilets (à ca. 150 g, z. B. Zander oder Seelachs)

Salz, Pfeffer

4 EL Olivenöl

Für den Blattspinat:

500 g junger Blattspinat

1 kleine Schalotte (fein gewürfelt)

Olivenöl zum Dünsten

Salz, Pfeffer

  1. Für das Pesto den Kopfsalat waschen, trocken schleudern und in Streifen schneiden. Knoblauch schälen und in Scheiben schneiden. Salat und Knoblauch mit Parmesan, Mandeln und Olivenöl in den Mixer geben. Mit Zitronensaft und -schale sowie Salz und Pfeffer würzen. Alles zu einem glatten Pesto mixen, abschmecken.
  2. Für die Fischstäbchen Brotscheiben je nach Größe halbieren oder ganz lassen und dünn mit Senf bestreichen. Fischfilets waschen, trocken tupfen und etwas kleiner als die Brotscheiben schneiden. Auf beiden Seiten mit Salz und Pfeffer würzen. Je 1 Stück Fischfilet zwischen 2 Brotscheiben legen und das Brot fest andrücken.
  3. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und Fischstäbchen darin bei mittlerer Hitze von beiden Seiten insgesamt 4-5 Minuten kross braten. Fischstäbchen aus der Pfanne nehmen und auf Küchen- papier abtropfen lassen.
  4. Für den Blattspinat inzwischen Spinat waschen und trocken tupfen. Mit der Schalotte in einer Pfanne andünsten, bis er zusammenfällt. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Auf Tellern anrichten. Fischstäbchen auf den Spinat geben und mit dem Kopfsalat-Pesto servieren.

Zubereitung: ca. 35 Min. Pro Portion: ca. 610 kcal, 48 g F, 7 g KH, 37 E.

TV-TIPP

Kerners Köche, seit 1. April, samstags, 16.15 Uhr, ZDF

Siehe auch: Fisch

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