Aktualisiert: 22.11.2020 - 12:22

Zu kalte Pfanne & Co 6 typische Fehler beim Braten: Machen Sie’s auch falsch?

Braten ist nicht so einfach, wie es zunächst erscheint. Wir verraten, welche Fehler fast alle falsch machen.

Foto: iStock.com/nortonrsx

Braten ist nicht so einfach, wie es zunächst erscheint. Wir verraten, welche Fehler fast alle falsch machen.

Wer gern kocht, der kommt ums Braten kaum herum. Hätten Sie aber gedacht, dass sich bei diesem gängigen Prozess viele kleine Fehler einschleichen können, die das Geschmackserlebnis trüben können?

Pfannen sind etwas Feines: Ob nun Fleisch, Gemüse oder Eierspeisen – Zutaten einfach in die Pfanne werfen, anbraten und dann genießen. Klingt einfacher, als es am Ende tatsächlich ist, denn: Es kann mehr schiefgehen, als Sie vielleicht denken würden. Wir verraten Ihnen 6 typische Fehler beim Braten, von denen sicher auch Sie einige begehen.

Fehler beim Braten Nummer 1: Sie legen kaltes Fleisch in die Pfanne

Um zu vermeiden, dass sich Bakterien bilden, MUSS Fleisch im Kühlschrank gelagert werden. So weit, so logisch. Deshalb landet bei vielen Hobby-Köchen aber das Fleisch direkt vom Kühlschrank in der Pfanne.

Das birgt allerdings die Gefahr, dass das Fleisch von außen schnell gar und kross erscheint, innen aber noch beinahe roh ist. Bei Hackfleisch kann es sogar so sein, dass es schnell jegliche Feuchtigkeit abgibt. So hat man zu Beginn viel Wasser in der Pfanne und das Fleisch wird nicht gebraten, sondern eher gekocht. Am Ende hat es eine gummiartige Konsistenz und ist trocken.

Hier also die Eselsbrücken:

  • Hackfleisch etwa 15 Minuten vor dem Braten aus dem Kühlschrank nehmen. Bitte aber nicht länger als zwei Stunden – denken Sie an die Bakterien, die sich bei der großen Oberfläche von Hackfleisch schnell mal bilden können.
  • Sie braten Steak? Dann holen Sie es 20 bis 30 Minuten vor dem Braten aus dem Kühlschrank. Das gilt übrigens auch für Fisch aus dem Kühlschrank.

Fehler Nummer 2: Sie legen Fleisch in die kalte Pfanne

Oft eine Frage der Geduld. Wer ein Stück Fleisch anbraten will, gibt etwas Öl in die Pfanne und wartet dann nicht lange genug ab, bis Öl und Pfanne tatsächlich heiß genug sind. "Das wird ja ganz schnell heiß, kein Problem", denken sich da viele.

Aber: Es ist eben doch ein Problem! Nur, wenn die Pfanne richtig vorgeheizt ist, kann das Fleisch auch die richtigen Röstaromen annehmen und gleichmäßig durchgaren. Als Ausnahme wären da nur Bacon und Speck zu nennen. Beides sollten Sie tatsächlich eher in die kalte Pfanne legen und zusammen mit der Pfanne erhitzen. So schmilzt das Fett langsam und schonend, weshalb die Scheiben auch nicht so schnell verbrennen.

In den anderen Fällen gilt aber: Planen Sie besser ausreichend Zeit zum Vorheizen ein. Bei Pfannen aus Aluminium oder dünnem Eisen geht das ganz fix. Hier sollten Sie allerdings wiederum darauf achten, dass Sie nicht zu lange vorheizen, da das Fleisch sonst verbrennen könnte. Bei einer gusseisernen Pfanne dauert das Vorheizen viel länger, dafür hält die Hitze dann länger und gleichmäßiger.

Fehler Nummer 3: Sie achten nicht auf die richtige Temperatur

Braten ist nicht gleich Braten – das gilt vor allem bei der Wahl der entsprechenden Brattemperatur. Nicht jede Zutat mag es gleich heiß! Bei Fleisch empfiehlt sich in der Regel das scharfe Anbraten bei hohen Temperaturen. Bei Gemüse und Omelett kann die höchste Stufe schnell mal nach hinten losgehen. Hier genügen niedrige bis mittlere Temperaturen, um die Speise zu garen, bzw. stocken zu lassen.

Fehler Nummer 4: Sie wenden das Steak zu früh

Was gibt es Ärgerlicheres, als ein (teures) verbranntes Steak? Um diese Gefahr zu minimieren, neigen viele Menschen dazu, das Steak beim Braten immer mal wieder zu wenden. So hat man alles im Blick und es verbrennt nicht. Dafür kann dann aber etwas anderes passieren: Durch zu häufiges Wenden wird das Steak nämlich ganz schnell trocken!

Also: Braten Sie Ihr Steak am besten scharf an, etwa 40 Sekunden von beiden Seiten. So bekommen Sie das nötige Röstaroma und innen bleibt‘s saftig. Dann sollten Sie aber auch folgenden Tipp noch beherzigen…

Fehler Nummer 5: Sie essen das Fleisch sofort nach dem Braten

Okay, direkt mit dem Braten hat dieser kleine Fauxpas zwar nichts zu tun, aber dennoch kann es den Geschmack von gebratenem Fleisch schmälern. Geben Sie dem Fleisch nach dem Braten etwa fünf Minuten Zeit zum Ruhen, am besten verpackt in Alufolie. Der Saft verteilt sich besser im Fleisch und macht es zu einem echten Genuss.

Schneiden Sie das Fleisch wiederum zu schnell nach dem Braten an, läuft direkt viel Flüssigkeit aus, sodass es als Ganzes nicht mehr so saftig ist. Und das will schließlich keiner…

Fehler Nummer 6: Sie packen die Pfanne zu voll

Ja, oft hat man schlicht keine Lust, lange zu warten und packt einfach alles auf einmal in die Pfanne. Wer aber denkt, er spare sich damit Zeit, der erliegt einem Trugschluss. Durch zu viele Zutaten senken Sie die Gesamttemperatur in der Pfanne. Die Zutaten saugen sich einfach nur mit Fett voll und werden nicht gleichmäßig kross. Irgendwie ja auch nicht Sinn der Sache.

Auch wenn es ein bisschen mehr Aufwand ist: Braten Sie lieber "in Schichten" an – etwa bei Bratkartoffeln. Am Ende dauert das auch nicht länger, dafür aber ist das Ergebnis besser, versprochen!

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Ja ja… die Tücken des (Küchen-)Alltags. Selbst bei einfachen Dingen wie dem Braten können Fehler passieren. Das gilt übrigens auch für das Kochen von Kartoffeln und Co. Nun aber sollten Sie gut vorbereitet sein, sodass Ihnen beim nächsten Mal Braten kein Missgeschick mehr unterkommt.

Dann kann es ja auch direkt losgehen, oder was meinen Sie? In der guten, alten Hausmannskost ist Braten ein gängiger Prozess. Wir haben Ihnen die besten Rezepte zusammengestellt.

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