28.12.2018

Gemeine Zuckerfallen Versteckter Zucker: Wie Sie ihn erkennen

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In vielen verarbeiteten Lebensmitteln finden Sie versteckten Zucker – wenn Sie nur genau auf die Zutatenliste schauen.

Foto: iStock/Goran13

In vielen verarbeiteten Lebensmitteln finden Sie versteckten Zucker – wenn Sie nur genau auf die Zutatenliste schauen.

Zucker sind Kohlenhydrate, die Energie für Gehirn und Muskulatur liefern. Obwohl Zucker zu den Lebensmitteln zählt, könnte man ihn eigentlich auch zu den Genussmitteln zählen, denn es handelt sich um einen "leeren" Energieträger mit niedriger Nährstoffdichte. Und er steckt in mehr Lebensmitteln, als wir eigentlich denken.

Dass wir täglich in unserer heutigen Konsumgesellschaft jede Menge Zucker zu uns nehmen, ist kein Geheimnis. Überall lassen uns Schokolade und Co. das Wasser im Mund zusammenlaufen. Aber auch im vermeintlich gesunden Fruchtsaft steckt jede Menge Süßes. Viele Lebensmittel aber, von denen wir es eigentlich gar nicht denken, beinhalten Zucker – vor allem bei verarbeiteten Lebensmitteln wird der Stoff gerne noch extra zugesetzt. Denn er ist günstig und verstärkt Geschmack und Farbe. Wie Sie versteckten Zucker erkennen, verraten wir Ihnen.

Versteckter Zucker: Warum "vorsichtig" sein?

Zucker ist doch eigentlich ganz lecker. Er macht vieles süß, kann sogar herzhafte Geschmäcker verstärken. Aber wir konsumieren viel zu viel davon. Wird Zucker aufgenommen, steigt der Blutzuckerspiegel. Durch diesen Reiz wird Insulin von der Bauchspeicheldrüse ausgeschüttet, um den Blutzuckerspiegel wieder zu senken.

Werden Lebensmittel mit einem hohen Zuckergehalt gegessen, schüttet der Körper sehr viel Insulin aus. Dadurch wird der hohe Blutzuckerspiegel rasch abgebaut und es kommt schnell wieder ein Hungergefühl auf. So kann ein hoher Zuckerkonsum zum Übergewicht beitragen. Die WHO (World Health Organization) empfiehlt in ihrer Richtlinie aus dem Jahr 2015 höchstens sechs Esslöffel Zucker am Tag. Das entspricht einer Menge von 25 Gramm. Wenn wir nun einen Blick auf den morgendlichen Orangensaft oder den Schokoriegel am Nachmittag werfen, stellen wir fest: viel ist das wahrlich nicht.

Zum Vergleich:

  • 1 Glas Nussnougatcreme: ca. 160g Zucker (etwa 80 Würfel)
  • 3 Gummibärchen: ca. 4g Zucker (etwa 2 Würfel)
  • 1 Esslöffel Ketchup: ca. 4g Zucker (etwa 2 Würfel)
  • 1 Liter Cola: ca. 80g Zucker (etwa 40 Würfel)

Und wir wissen wohl alle, wie schnell ein Liter Cola getrunken oder eine Tüte Gummibärchen verputzt ist – oder wie oft wir uns mit dem Löffel im Nutellaglas erwischen.

Zucker in der Zutatenliste

Generell gilt: Je früher ein Inhaltsstoff auf der Zutatenliste genannt wird, desto mehr ist von ihm enthalten. Oft steht der Zucker da ganz weit oben. In manchen Fällen ist er aber auch nicht so deutlich zu erkennen, so kann er sich hinter allerlei fremd klingenden Namen verstecken:

  • Saccharose = Haushaltszucker
  • Glucose = Traubenzucker
  • Glucosesirup = Traubenzucker und Wasser
  • Maltose = Malzzucker
  • Fructose = Fruchtzucker
  • Lactose = Milchzucker
  • Dextrose = Traubenzucker
  • Invertzucker = Frucht- und Traubenzucker

Außerdem weisen die Endungen –sirup, -ose und –dextrin immer auf verschiedene Formen des Zuckers hin. Ein genauer Blick auf die Verpackung hilft also weiter.

In unserer Bildergalerie haben wir Ihnen zur Hilfe elf fiese Fallen zusammengestellt. Hätten Sie bei diesen Lebensmitteln mit verstecktem Zucker gerechnet?

In Frankreich, Mexiko oder Großbritannien wurde bereits eine Zuckersteuer eingeführt, um dem Übergewicht der Bevölkerung entgegenzutreten. Auch hierzulande wird dazu diskutiert.

Gerade, wer an Diabetes leidet, muss also verstärkt ein Auge auf die Zutatenliste haben. Aber auch, wenn eine Diät gemacht wird oder Sie sich zuckerarm oder gar zuckerfrei ernähren wollen, kommen Sie um das Studieren der Verpackung wohl nicht herum. Da hilft vor allem: frisch kochen!

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