08.02.2018

Beliebt bei Sportlern Der Molke-Drink – Wie gesund ist das Getränk wirklich?

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Ein Molkedrink ist nicht jedermanns Geschmack, bei Sportlern aber sehr beliebt. Wir nehmen die Molke mal genauer unter die Lupe.

Foto: iStock/JohanJK

Ein Molkedrink ist nicht jedermanns Geschmack, bei Sportlern aber sehr beliebt. Wir nehmen die Molke mal genauer unter die Lupe.

Viele sportlich Aktive schwören auf den Molke-Drink. Wie nahrhaft ist das Getränk? Und was ist besser: Naturmolke oder Molkepulver? Hier erfahren Sie es!

Den meisten Menschen fällt es schwer, die empfohlene Trinkmenge täglich zu erreichen. Vor allem wenn sich zusätzlich sportlich betätigt wird. Vor allem beim Sport kommt es durch das Schwitzen zu Flüssigkeits- und Mineralstoffverlusten. Um die Leistungsfähigkeit aufrecht zu erhalten und das Verletzungsrisiko zu verringern, müssen diese Verluste ausgeglichen werden. Mit einem Molke-Drink kann der Körper gleichzeitig Flüssigkeit und hochwertige Nährstoffe aufnehmen.

Der Molke-Drink: Was steckt drin?

Bei Molke handelt es sich um ein "Abfallprodukt" bei der Käseherstellung, das sogenannte Käsewasser. Molke enthält kaum Fett, da dieses im Käse verbleibt. Reine Molke besteht zu 95 Prozent aus Wasser und liefert nur 25 kcal pro 100 ml. Dafür enthält sie aber

  • hochwertiges Eiweiß (Protein),
  • Vitamine,
  • Mineralstoffe und
  • Spurenelemente.

Nach dem Sport kann Molke die Regeneration fördern, indem sie dazu beiträgt die leeren Speicher wieder aufzufüllen.

Kohlenhydrate

Der in Molke ausschließlich enthaltene Milchzucker fördert eine gesunde Darmflora, in der ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den Mikroorganismen herrscht. Denn der Milchzucker dient den positiv wirkenden Milchsäurebakterien als Nahrung.

Molkepulver, die man selbst anrühren kann, enthalten aber auch jede Menge Industriezucker, der das Getränk zur Mahlzeit macht. Darauf sollten Sie beim Konsum also achten.

Proteine

In 100 ml Molke ist zwar weniger als 1 g Eiweiß enthalten, dies ist aber in der Kombination der enthaltenen Aminosäuren besonders hochwertig, da es dem menschlichen Bedarf sehr ähnlich ist. Auf die Zusammensetzung von Proteinen kommt es nämlich an.

>> Wie gesund sind Protein-Riegel bei einer Low-Carb-Ernährung?

Und zusammen mit pflanzlichen Eiweißlieferanten wie Kartoffeln eignet sich diese Kombination perfekt für Vegetarier. Auch Menschen mit Nierenproblemen können mit Molke ihren Eiweißhaushalt schonend oben halten.

Wichtige Nährstoffe für Frauen:

Mineralstoffe und Vitamine

Molke ist besonders reich an den Mineralstoffen Natrium, Kalium, Calcium und Phosphor und trägt somit zum Ausgleich der Mineralstoffverluste durch den Schweiß bei. Außerdem sind die Mineralstoffe mitverantwortlich für das intakte Zusammenspiel von Muskeln, Organen und Nerven.

Besonders die B-Vitamine sind reichlich in einem Molkedrink enthalten. Sie sorgen für einen funktionierenden Energiestoffwechsel als Bestandteile vieler Enzyme.

Gut für die Verdauung

Nicht nur Sportlern tut Molke als Getränk gut. Da die Molkenproteine feinflockiger im Magen gerinnen als die in Milch und Käse enthaltenen, ist der Molke-Drink viel bekömmlicher als Milch & Co. Wer Laktose verträgt und regelmäßig auf Molke zurückgreift, kann den pH-Wert im Darm positiv beeinflussen. Denn die Milchsäure bringt den Darm ins leicht saure Milieu, was wiederum fäulnishemmend wirkt. Zudem bekommen nützliche Darmbakterien durch Milchsäure und Milchzucker genügend Nahrung.

Naturmolke vs. Molkepulver

Naturmolke mit Fruchtgeschmack ist – insbesondere für die Regeneration nach dem Sport – ein ideales Sportgetränk. Bei vergleichbar wenig Kalorien punktet der Molke-Drink mit seinem hohen Vitamin- und Mineralstoffgehalt. Molke kann es also durchaus mit den Klassikern unter den Sportgetränken wie Mineralwasser oder Apfelschorle aufnehmen. Bei Sport bis zu einer Stunde Dauer reicht allerdings ein mineralstoffreiches Mineralwasser als Ausgleichsgetränk.

Von Molkepulver hingegen ist wegen des hohen Zuckergehaltes eher abzuraten. Der versteckte Zucker löst eventuell einen Teufelskreis aus: Der Blutzuckerspiegel steigt an, Insulin wird ausgeschüttet, der Blutzuckerspiegel sinkt unter das normale Niveau und der Heißhunger auf mehr Zucker ist da. Also lieber auf die Fruchtmolke oder Naturmolke zurückgreifen, am besten natürlich direkt vom Milchbauern. Ansonsten immer schnell die Zutatenliste auf zugemischten Zucker checken.

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