Aktualisiert: 25.07.2021 - 22:02

Nur für Mitglieder Foodhub München: Erster Mitmach-Supermarkt in Deutschland eröffnet

Von Franziska Peter

Hier darf nur einkaufen, wer Mitglied ist: Der Foodhub in München ist Deutschlands erster Mitmach-Supermarkt.

Foto: Getty Images/ sanjeri

Hier darf nur einkaufen, wer Mitglied ist: Der Foodhub in München ist Deutschlands erster Mitmach-Supermarkt.

Hier packt jeder mit an: Im ersten Mitmach-Supermarkt Deutschlands muss man Mitglied werden, bevor man shoppen darf. Wir haben uns angeschaut, wie das Konzept des Münchener Foodhubs funktioniert.

Er sieht aus wie ein normaler Bio-Markt, aber in dem über 300 Quadrameter großen Laden arbeitet kein ausgebildetes Supermarkt-Personal: Der im Juli eröffnete Münchener Foodhub ist Deutschlands erster Mitmach-Supermarkt. Einkaufen kann dort nur, wer Mitglied ist und sich im Projekt engagiert. Für alle, die mitmachen, ergeben sich daraus gleich mehrere Vorteile.

Foodhub München: Deutschlands erster Mitmach-Supermarkt feiert Eröffnung

Die Mitglieder zahlen einmalig 180 Euro und verpflichten sich, für drei Stunden im Monat im Laden mitzuhelfen. Sei es, um Regale einzuräumen, zu putzen oder an der Kasse zu sitzen, aber auch um administrative Aufgaben zu übernehmen. Nur einige wenige Mitarbeiter sind tatsächlich fest angestellt. Erfahrungen im Einzelhandel haben die wenigsten Mitmachenden – von Studierenden über Juristen bis hin zum Architekten sind die aktuell knapp 800 Genossen bunt zusammengewürfelt.

Ihr Vorteil: Die Lebensmittel sind deutlich günstiger, weil sie ohne Zwischenhändler direkt von den Erzeugern bezogen werden. Diese zu finden war gar nicht so leicht: Zwei Jahre dauerte es, bis etwas mehr als 80 Produzenten gefunden und die Verträge abgeschlossen waren. Noch kommen nicht alle Waren ohne Umwege in die Ladenregale, aber das Ziel ist es, langfristig mehr als die Hälfte der Produkte direkt zu beziehen.

Foodhub setzt auf Regionalität und Transparenz

Fair und regional von der Wurzel bis zum Teller, das ist einer der Leitsätze, der das nachhaltige Angebot im Food Hub bestimmt. "Wir wissen, wo es herkommt, wir wissen, wo es gewachsen ist. Und wir wissen vor allem als Mitglieder, wer es verkauft, nämlich wir", sagt Robert Scheuerer, eines der Mitglieder, gegenüber der Abendschau im Bayerischen Rundfunk. Der Foodhub schlägt nur etwa 30 Prozent auf dein Einkaufspreis drauf, die Preisgestaltung ist für alle einsehbar.

Die Idee stammt aus New York, wo bereits 1973 die "Park Slope Food Coop" eröffnete und mittlerweile 17.000 Mitglieder zählt. In Paris wurde die Idee im Rahmen von "La Louve" schon umgesetzt. Und auch in Deutschland gibt es ähnliche Projekte: In Köln sollen Mitglieder im "Köllektiv" shoppen, in Berlin heißt der solidarische Supermarkt "SuperCoop" – beide warten noch auf ihre Eröffnung.

Revolutionäre Ideen aus der Welt der Supermärkte

Nicht nur Mitmach-Supermärkte sind im Kommen. In Deutschland wird bereits ein anderes Novum getestet: Supermärkte ohne Personal, in denen man den kompletten Einkauf digital abwickelt. Mit einer anderen Idee begeistert eine süddeutsche Supermarkt-Kette ihre Kunden, denn die bayerischen Märkte verschenken Lebensmittel, die bald ablaufen. Wie gut das Obst und Gemüse in deutschen Supermärkten ist, verrät der deutsche Fruchtpreis, der jedes Jahr verliehen wird – eine tolle Möglichkeit für die Verbraucher, sich über die Qualität frischer Waren in ihrem Supermarkt zu informieren.

Apropos Obst und Gemüse: Wissen Sie eigentlich, wann Sie am bestimmte Früchte am besten kaufen sollten? Unser Saisonkalender verrät es Ihnen:

Saisonkalender – Heimisches Obst & Gemüse
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Und jede Menge gesunde Ideen aus der Gemüseküche liefert unsere Galerie:

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Quellen: foodhub-muenchen.de, br.de, t-online.de

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