Aktualisiert: 22.06.2021 - 12:04

Produkt-Aufreger Verbraucher aufgepasst: Diese Soße ist die Mogelpackung des Monats

Von Lea Tefelski

Eine Soße aus dem Hause Homann hat jetzt den unrühmlichen Titel "Mogelpackung des Monats" erworben.

Foto: Imago/ Sascha Ditscher

Eine Soße aus dem Hause Homann hat jetzt den unrühmlichen Titel "Mogelpackung des Monats" erworben.

Dass Produkte und Marken sich erneuern, ist nichts Ungewöhnliches. Wenn die neu gestalteten Produkte VerbraucherInnen allerdings hinters Licht führen, ist Vorsicht geboten. Eine Soße des Herstellers Homann lässt die Alarmglocken jetzt schrillen: neuer Soßenname, teurerer Preis, weniger Produkt. Wir sagen Ihnen, um welche Soße es sich handelt...

Gutgläubige VerbraucherInnen haben es dieser Tage nicht leicht. Verpackungen werden vergrößert, um den Eindruck von mehr Inhalt zu erwecken, Preise dementsprechend angepasst... Wer nicht genau aufpasst, geht den Mogelpackungen schnell auf den Leim. Die Mogelpackung des Monats kommt von Homann. Die Marke hat an ihren Kochsoßen nämlich einiges verändert.

Mogelpackung des Monats – das steckt dahinter

Mit der Umbenennung zweier Soßen ging Homann dem dringlichen Kundenwunsch nach, nicht mehr zeitgemäße Soßennamen zu verändern. So findet sich jetzt neben der neu benannten Paprika-Soße auch eine Champignon-Soße, die vorher Jägersoße hieß.

Zusätzlich wurde das Angebot erweitert. Drei neue Soßen zieren die Produktpalette: "Curry Sauce", "Pfefferrahm Sauce", "Tomatenrahm Sauce" sollen zukünftig die Soßen-Hits für Kochende sein. Die Angebotserweiterung nutzte der Hersteller, um auch die Packungsgröße zu minimieren. Statt wie vorher 500 ml, haben die neuen Flaschen nur noch 400 ml Inhalt.

Der minimierte Inhalt führt jedoch nicht zu einem niedrigeren Preis. Statt 0,99 € zahlen Verbraucher nun 1,49 € – eine Preissteigerung von 88 Prozent. In einigen Märkten wurden die Soßen vormals für 1,09 € verkauft, aber auch dann zahlen Kunden noch immer 77 Prozent mehr.

Auch noch mehr Zucker drin?

Nicht nur die neue Produktverpackung ärgert Verbraucherschützer, auch die Zutatenliste hat sich verändert. Fast 30 Prozent mehr Zucker enthält die neue Rezeptur. Auf einen Süßstoff wird neuerdings verzichtet. Der hohe Zuckergehalt soll das wohl ausgleichen...

Homann nennt eigene Marktumfrage als Grundlage für Veränderungen

Auf Nachfrage wollte sich Homann auf die Fragen der VerbraucherschützerInnen, wie es zu einer so drastischen Veränderung gekommen ist, nicht direkt äußern. Man erkläre sich nur den tatsächlichen KundInnen gegenüber. Die Füllmengen- und Preisveränderung begründet Homann mit einer eigenen Studie zu den Gewohnheiten von Single-Haushalten. Ihrer Studie zufolge kauften diese lieber 400 ml- als 500 ml-Flaschen. Die Preiserhöhung wurde leider nicht erwähnt.

Quelle: t-online.de

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Mogelpackungen sind ärgerlich – gefährlich wird es aber bei den Rückrufen. Denn auch bei höchsten Qualitätsstandards kann manchmal etwas schiefgehen, so dass Produkte aus dem Verkauf genommen werden müssen. Gerade erst wurden diese Produkte zurückgerufen:

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