Aktualisiert: 11.06.2021 - 17:34

Gut oder gesundheitsschädlich? Nachgehakt: Warum rahmt Sahne eigentlich auf?

Von Franziska Peter

Ist Sahne schlecht, wenn sich im Becher eine feste Schicht abgesetzt hat? Keineswegs! Wir erklären, was es mit aufgerahmter Sahne auf sich hat.

Foto: Getty Images/ wilatlak villette

Ist Sahne schlecht, wenn sich im Becher eine feste Schicht abgesetzt hat? Keineswegs! Wir erklären, was es mit aufgerahmter Sahne auf sich hat.

Vielleicht ist es Ihnen auch schon einmal aufgefallen: Sie öffnen einen Becher Sahne und es hat sich eine etwas festere Schicht abgesetzt. Das ist ganz normal – und sogar ein Qualitätsmerkmal. Was dahintersteckt, verraten wir Ihnen.

Frisch gebackener Kuchen, ein köstlicher Auflauf oder eine wärmende Suppe: All diesen Leckereien verleiht Sahne das gewisse Etwas. Aber manchmal ist die Überraschung groß: Der Becher Sahne wird geöffnet und eine feste Schicht entdeckt, die sich abgesetzt hat. Dann beginnt das Rätselraten: Warum rahmt Sahne auf, und ist sie dann überhaupt noch zu gebrauchen?

Sahne rahmt auf: Es besteht keine Gesundsheitsgefahr

Dass Sahne aufrahmt, hat einen ganz einfachen Grund: Das enthaltene Fett trennt sich von den wasserlöslichen Bestandteilen und setzt sich an der Oberfläche ab. Wenn Sie den Becherinhalt verrühren, mischen sich die Bestandteile wieder und die Sahne nimmt ihre altbekannte Konsistenz an.

Doch nicht jede Sahne rahmt auf. Lediglich Produkte, die keine Zusatzstoffe enthalten, durchlaufen nach einiger Zeit diesen Prozess. Das Aufrahmen kann also durchaus als Qualitätsmerkmal gesehen werden. Denn vielen Sahnen wird der Stabilisator Carrageen (E 407) beigemischt, ein Gelier- und Verdickungsmittel, das unter anderem das Aufrahmen verhindert. Die meisten Bio-Hersteller verzichten auf diesen Zusatzstoff. Die Folge: Die Sahne rahmt auf.

Ist Carrageen gefährlich?

Die Folgen von Carrageen für die menschliche Gesundheit sind umstritten. Vermutungen in den 1980er Jahren, Carrageen könnte den Darm schädigen und sogar zu Krebserkrankungen führen, konnten durch Studien nicht bestätigt werden. Entsprechende Folgen traten nur in Verbindung mit niedermolekularem Carrageen auf. Die Lebensmittelindustrie nutzt jedoch ausschließlich hochmolekulares Carrageen, denn nur in dieser Form kann es zum Gelieren und Verdicken verwendet werden. Auch Befürchtungen, hochmolekulares Carrageen könne im menschlichen Körper in niedemolekulares umgewandelt werden und somit gesundheitsschädlich sein, wurden bisher nicht bestätigt. Laut Studien sei die Menge an umgewandeltem, niedermolekularem Carrageen für negative Folgen zu gering.

Sahniger Genuss: Unsere liebsten Rezepte mit Sahne

Große Tortenkunst funktioniert so richtig schön nur mit einem Schuss Sahne. Unserer Bienenwaben-Torte verleiht sie diese unglaubliche Cremigkeit. Und auch bei unserer Apfel-Sahne-Torte spielt sie eine entscheidende Rolle. Nicht weniger raffiniert ist diese frittierte Suppe, die ebenfalls mit Sahne zubereitet wird.

Pünktlich zum Frühling nimmt endlich auch die Eissaison Fahrt auf. Besonders cremig wird das kühle Vergnügen natürlich mit einer kleinen Extraportion Sahne. Und am besten schmeckt's – klar – selbstgemacht. Unsere Galerie liefert Ihnen die leckersten Eisrezepte für zu Hause:

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Quellen: Verbraucherzentrale Hamburg, ugb.de, mylife.de

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