Aktualisiert: 30.05.2021 - 20:23

Vorsicht, Vergiftungsgefahr Diese Gemüsesorten sollten Sie nicht roh essen

Von Franziska Peter

Karotten, Tomaten, Kohlrabi: Es gibt viele Gemüsesorten, die Sie ungekocht genießen können. Aber welches Gemüse sollte roh nicht gegessen werden?

Foto: Getty Images/ Milan Krasula

Karotten, Tomaten, Kohlrabi: Es gibt viele Gemüsesorten, die Sie ungekocht genießen können. Aber welches Gemüse sollte roh nicht gegessen werden?

Knackige Mohrrüben, frische Gurken, saftige Tomaten – Gemüsesorten, die schon unverarbeitet einfach unwiderstehlich sind. Aber kann man jedes Gemüse roh essen? Besser nicht, denn das könnte schnell gefährlich werden.

Bei einigen Gemüsesorten haben Sie sich vielleicht schon mal gefragt, wie die eigentlich roh schmecken. Klar, es gibt ja auch genügend Produkte an der Frischetheke, die in Salat oder als Rohkost wirklich lecker sind. Es ist aber Vorsicht geboten, denn nicht alles, was Sie im Gemüseregal finden, können Sie auch wirklich direkt nach dem Kauf verzehren. Wir verraten Ihnen, welche Gemüse nicht roh gegessen werden sollten.

Gemüse roh essen: Achtung bei folgenden Lebensmitteln

Kartoffeln und Auberginen nicht roh verzehren

In Kartoffeln, die noch unreif, schon gekeimt oder womöglich durch den Einfluss von Licht bereits grün geworden sind, kann Solanin nachgewiesen werden. Hierbei handelt es sich um ein Glycoalkaloid, das in einer Menge von fünf Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht Symptome wie Magenschmerzen, Erbrechen und Durchfall hervorrufen kann. Ein weiterer Faktor, der gegen den übermäßigen Verzehr roher Kartoffeln spricht, ist die darin enthaltene Stärke, die im rohen Zustand nur schwer verdaulich ist.

Auch im Nachtschattengewächs Aubergine steckt der Bitterstoff Solanin. Das bedeutet: Nach dem Verzehr des rohen Gemüses können ebenfalls Brechreiz, Krämpfe und Durchfall auftreten.

Mmhhh, lecker gekocht und gebraten: Wie gut Kartoffeln und Auberginen in der Küche harmonieren, zeigt unsere unsere vegane Moussaka.

Grüne Bohnen immer garen

Das Lektin Phasin hindert den Darm daran, wichtige Nährstoffe aus der Nahrung zu verarbeiten. Es reagiert mit den Kohlenhydraten der Darmschleimhaut und kann in großen Mengen sogar die Darmzotten angreifen. Phasin ist in grünen Bohnen enthalten, wird aber beim Kochen zerstört. Um Ihre Gesundheit zu schützen, empfiehlt es sich daher, grüne Bohnen nicht roh zu essen.

Pilze sollten stets gekocht werden

Bis auf wenige Ausnahmen wie Champignons, Shiitake oder Austernpilze ist es ratsam, Pilze vor dem Verzehr zu garen. Dies trifft vor allem auch auf selbstgesammelte Exemplare aus dem Wald zu, da zumindest in den meisten Fällen mögliche enthaltene Giftstoffe beim Kochen unschädlich gemacht werden.

Vorsicht: Im Zuge eines Streif- und Sammelzuges durch die Pilzwälder informieren Sie sich vor- oder hinterher, welche Sorten ins Körbchen wandern dürfen und welche giftigen Pilze Sie lieber stehen lassen.

Roher Rhabarber kann gefährlich werden

Ist Rhabarber roh, weist er Oxalsäure auf, die nicht nur ein unangenehm dumpfes Gefühl auf den Zähnen hinterlässt. Auch für Magen und Darm kann Oxalsäure in größeren Mengen gefährlich werden. Sie ist vor allem in den Rhabarberblättern und dem grünen Teil der Stiele enthalten. Der Gehalt an Oxalsäure im Rhabarber steigt, je später er geerntet wird. Kochen Sie das Gemüse, verringert sich der Wert jedoch auf ein unbedenkliches Maß.

Schon probiert? Unser leckerer Rhabarber Crumble ist der ideale Begleiter auf der sommerlichen Kaffeetafel.

Schwarze Holunderbeere erst erhitzen

Wenn die schöne Holunderblüte vorbei ist, sprießen die kleinen schwarzen Holunderbeeren an den Bäumen. Aber Vorsicht: Sie enthalten das Gift Sambunigrin, das unangenehme Folgen auf die Verdauung haben kann. Erbrechen und Durchfall sind dann mögliche Symptome. Werden die Beeren lang genug gekocht und etwa in Marmelade oder Sirup verarbeitet, dürfen Sie sie ohne Sorge genießen.

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Übrigens: Wenn Sie Ihr Gemüse gern saisonal kaufen, dann werfen Sie doch mal einen Blick auf unseren Saisonkalender im Mai. Und falls Sie mehr über eine achtsame Ernährung erfahren möchten, schauen Sie sich einfach unser Video zum Thema an:

Achtsam essen: So ernähren Sie sich bewusst
Achtsam essen: So ernähren Sie sich bewusst

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Quellen: ugb.de, infranken.de, gartenjournal.net

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