Aktualisiert: 28.04.2021 - 18:36

Snack-Alarm Charcuterie Boards: Brotzeit mal anders

Von Franziska Peter

Dieser Trend lebt wieder auf: Charcuterie Boards versüßen uns die Zeit zu Hause.

Foto: Getty Images/ NelliSyr

Dieser Trend lebt wieder auf: Charcuterie Boards versüßen uns die Zeit zu Hause.

Haben Sie schon mal von einem Charcuterie Board gehört? Nein? Dann freuen wir uns, Ihnen diese dekorative und vor allem leckere Snack-Idee vorzustellen.

Charcuterie Boards erobern zurzeit soziale Netzwerke wie Instagram und Pinterest, dabei ist der Trend gar nicht so neu. Aber vor allem im letzten Jahr, in dem das Bewusstsein für das eigene Wohlbefinden größer geworden ist und man sich selbst öfter als sonst etwas Gutes tun möchte, erleben die Snack-Bretter ein echtes Comeback. Doch was steckt hinter dem Trend und wie bereitet man so ein Board eigentlich zu? Wir klären auf.

Charcuterie Board, was ist das?

Manch einer mag es Käseplatte nennen, in Bayern spricht man mitunter von der "Brettljause", aber schon der Name verrät, dass es so viel mehr sein kann: Charcuterie kommt aus dem Französischen und bedeutet Metzgerei, aber auch Delikatesse oder Feinkost. Und damit lassen sich die beliebten und vor allem leckeren Bretter schon ziemlich gut beschreiben. Denn auf ihnen findet alles Platz, was köstlich ist: zarte oder würzige Wurst, aromatischer Käse, buntes Obst und Gemüse und noch viel mehr.

Ursprünglich ein gern gesehener Gast auf einer Feier, sind Charcuterie Boards längst im Alltag angekommen. Ob zur Belohnung nach einem stressigen Arbeitstag, fürs Abendbrot in der Familie oder als kulinarische Begleitung beim Filmabend – die Platten sind eine wahre Freude für den Gaumen.

Kein Wunder, denn ihre Vorteile überzeugen sogar Kochmuffel: Sie müssen kein Experte am Herd sein, um ein Charcuterie Board zusammenzustellen, und schnell geht es obendrein. Je nach Anzahl der mitessenden Personen kann die Größe des Brettes variiert werden, ebenso die Zutaten, ganz nach Geschmack und Vorlieben. Sie können sogar kulinarische Themenplatten kreieren, wie wir Ihnen etwas später zeigen.

Das kommt drauf: Zutaten für ein Charcuterie Board

  1. Ohne ein Brett geht natürlich gar nichts. Deshalb benötigen Sie für ein Charcuterie Board entweder ein rustikales Holzbrett, eine schlichte Schieferplatte oder, wenn Sie es elegant mögen, eine Marmorplatte. Je nach Anzahl der Personen darf das Brett ruhig etwas größer sein. Auch wenn Sie nur allein oder zu zweit speisen, sollte es nicht zu klein sein, immerhin müssen ja einige Leckereien darauf Platz finden.
  2. Jetzt geht's ans Eingemachte: Als erstes kommen Wurst und Käse auf die Platte. Wählen Sie nach Belieben gerne je drei bis vier unterschiedliche Sorten aus: Zartes Fleisch wie Prosciutto und iberischer Schinken wandern als gerollte Scheiben oder Röschen aufs Board, Salami oder Hartkäse im Stück. Platzieren Sie Wurst und Käse nicht an einer Stelle, sondern verteilen Sie sie auf dem Brett.
  3. Cremige Aufstriche und Dips dürfen auf keinem Charcuterie Board fehlen. Am besten füllen Sie Hummus, Frischkäse, Guacamole und Co in kleine Schälchen, die zwischen Käse und Fleisch gestellt werden. Und was eignet sich am besten zum Dippen? Klar, Brot, Baguette und Cracker.
  4. Die Lücken dekorieren Sie nun mit allem, was das Schlemmerherz begehrt: Nüsse, Preiselbeer- oder Orangenmarmelade, süßer Senf, Obst wie Weintrauben und Feigen, Gewürzgurken, Cherrytomaten und mehr. Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Jetzt sind Sie dran: 4 Ideen für ein gelungenes Charcuterie Board

Nachdem Sie die klassische Zubereitung der Snackplatten kennengelernt haben, ist es höchste Zeit, dass Sie Ihr erstes Brett zusammenstellen. Wir liefern Ihnen dafür ein bisschen Inspiration. Alle Ideen lassen sich mit verschiedenem, am besten selbstgebackenem Brot, Crackern und Aufstrichen kombinieren.

Italienisches Charcuterie Board: Schlemmen wie im schönen Italien können Sie, indem Sie Ihr Charcuterie Board in eine Antipasti-Platte verwandeln. Setzen Sie unter anderem auf italienische Schinken- und Käsesorten wie Parma und Burrata, außerdem auf Grissini und Cracker mit Rosmaringeschmack sowie verschiedene Pestos.

Sommerliches Charcuterie Board: Die Stars auf dieser Platte sind neben Wurst und Käse knackige Obstsorten, die wir im Sommer am liebsten essen. Frische Himbeeren und Erdbeeren tummeln sich neben Melonenscheiben und Johannisbeermarmelade. Das Tolle an diesen Früchten: Sie passen wunderbar zu allerlei Käse- und Fleischsorten.

Vegetarisches und veganes Charcuterie Board: Es muss aber nicht immer Fleisch und nicht einmal immer Käse sein. Greifen Sie einfach zu vegetarischen oder veganen Wurst- und Käsesorten oder verzichten Sie komplett darauf. Stattdessen füllen Sie die Platte mit Gemüsesticks aus Möhren, Gurken und Sellerie, verschiedenen Früchten, Hummus und Avocadocreme, eingelegten Oliven und Paprika, getrockneten Tomaten, Falafeln, Baguette, ...

Charcuterie Board zum Frühstück: Hier bekommen sogar Morgenmuffel gute Laune, denn diese zuckersüße Frühstücksplatte macht aus einem Sonntagmorgen eine genussvolle Angelegenheit. Ersetzen Sie Brot einfach durch selbstgemachte amerikanische Pancakes und Speck. Statt Dips kommen dann Schokoladencreme und Ahornsirup mit aufs Brett. Der Clou: Abgerundet wird diese Frühstücksidee mit frischem Obst wie Bananenscheiben, Äpfeln und Erbeeren – vor allem Eltern kleiner Naschkatzen freuen sich über die Kombination aus süß und gesund.

Selbstgemacht schmeckt's einfach am besten! Wenn Sie nun Lust auf ein eigenes Charcuterie Board bekommen haben, finden Sie jede Menge Dips und Aufstriche fürs Schlemmerbrett in unserer Galerie.

Sie sind auf der Suche nach weiteren Ideen, sich kulinarisch zu verwöhnen? Auf unserer Themenseite haben wir noch mehr Inspiration rund ums Fingerfood für Sie gesammelt.

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