Aktualisiert: 14.05.2021 - 20:42

Wie ist das eigentlich? Nachgehakt: Fond, Brühe und Bouillon – was sind die Unterschiede?

Von Lea Tefelski

Brühe, Bouillon und Fond lassen sich schwer auseinanderhalten. Doch was benutzt man eigentlich wofür? Wir erklären die Unterschiede.

Foto: Lea Tefelski / GettyImages/ margouillatphotos

Brühe, Bouillon und Fond lassen sich schwer auseinanderhalten. Doch was benutzt man eigentlich wofür? Wir erklären die Unterschiede.

Nie wieder Instant-Brühe aus dem Supermarkt: Wir erklären Ihnen, was Sie über Brühe, Bouillon und Fonds wissen müssen und verraten Ihnen die besten Zubereitungs-Tipps für zu Hause!

Besonders an verregneten Tagen haben wir ein starkes Bedürfnis nach "Wärme von innen" – Suppen, Eintöpfe und Soßen sind dabei wahre Seelenstreichler. Hergestellt werden sie auf der Grundlage von Brühe. Oder ist es eine Bouillon? Was sind eigentlich die Unterschiede zwischen Bouillon, Fond und Brühe? Wir haben das Rätsel gelöst und geben Ihnen die besten Tipps für die Zubereitung!

Unterschiede zwischen Bouillon, Fond & Brühe: Auf den Punkt gebracht

Alle Begriffe haben eines gemeinsam: Es handelt sich um Flüssigkeiten, die Geschmack und Farbe von darin gegarten Lebensmitteln annehmen und später entweder zu Fleisch serviert, als Soßengrundlage oder zum Kochen von anderen Lebensmitteln verwendet werden. Der größte Unterschied besteht darin, wie stark die Flüssigkeit eingekocht wird.

Wie wird eine Brühe gekocht?

Eine Brühe ist Wasser, in dem Fleisch, Geflügel, Gemüse oder auch Fisch und Meeresfrüchte gar gekocht wurden. Sie ist recht dünnflüssig und kann pur, mit Einlagen wie Eierstich, Nudeln oder Gemüse gegessen werden oder als Basis für Suppen dienen. Die Herstellung ist einfach: Gemüse und/oder Fleisch in kaltem Wasser ansetzen, z.B. mit einem Lorbeerblatt oder Pimentkörnern würzen, aufkochen lassen und dann eine kleine Weile auf niedriger Temperatur köcheln lassen. Die Brühe sollte im Gegensatz zu ihren kräftigeren Kollegen direkt am Anfang gesalzen werden, damit das Fleisch schön aromatisch bleibt, wenn es später noch als Suppeneinlage serviert wird.

Dauert das Kochen einer Bouillon länger?

Im französisch-sprachigen Raum wird Brühe mit Bouillon übersetzt. Im deutschen Volksmund wird der Begriff vor allem für eine kräftige Rinderbrühe benutzt, auch Kraft- oder Knochenbrühe genannt. Sie besitzt durch das Auskochen von Fleisch und Knochen mehr Nährstoffe als eine normale Brühe und schmeckt deutlich intensiver. Auch aus Gemüse lässt sich eine Bouillon herstellen. Der Garprozess dauert ein bisschen länger, gleichzeitig steigt aber auch die Intensität des Geschmacks an.

Tipp: Wird das Fleisch ausgekocht, damit alle Aromen in die Flüssigkeit übergehen, sollte die Bouillon oder der Fond erst am Ende der Kochzeit gesalzen werden.

Sowohl in der Paleo-Diät als auch bei Erkältungen beliebt: Knochenbrühe. Mit diesem Rezept können Sie sie ganz leicht selbst machen: Knochenbrühe einfach selbst kochen.

So bleibt die Bouillon klar

Wird eine (Brühe oder) Bouillon geklärt, also die trüben Teile herausgefiltert, bezeichnet man sie als Consommé. Die bekannteste Methode dafür ist das Einrühren von geschlagenem Eiweiß in die simmernde Flüssigkeit. Stockt das Eiweiß, bindet es die für die Trübung verantwortlichen Teile an sich, steigt nach oben und kann dann ganz einfach abgeschöpft werden. Das Ergebnis ist eine feine, klare Kraftbrühe.

Wussten Sie eigentlich, dass man beim Kochen einer Suppe eine Menge falsch machen kann? Im Video verraten wir Ihnen mehr dazu:

Suppe kochen - Diese Fehler sollten vermieden werden
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Bouillon oder Fond als Grundlage für eine Soße?

Der Fond ist am intensivsten und wird daher besonders gern als Soßengrundlage verwendet. Um den kräftigen Geschmack zu erzeugen, werden auch frische, übrig gebliebene Lebensmittel beim Auskochen genutzt. Gemüseschalen, Knochen, Karkassen, Gräten und Knorpel wandern mit in den Topf. Werden die Zutaten vor Zugabe der Flüssigkeit scharf angebraten, entstehen tolle Röstaromen und der Fond färbt sich dunkel.

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Die besten Zutaten

Generell gilt bei der Zubereitung einer Brühe, Bouillon oder eines Fonds: Alle Zutaten sind erlaubt. Experimentieren Sie mit unterschiedlichem Gemüse oder benutzen Sie die Reste, die beim Kochen eines aufwendigen Festmahls übrig geblieben sind. So bekommt jede Suppe ihre ganz eigene Note. Der geschmacklichen Vielfalt sind dabei keine Grenzen gesetzt

Tipp: Mit Ingwer und Chili bekommen Brühe, Bouillon und Co einen aufregend scharfen Kick. Kurbelt das Immunsystem an und ist ein Extra-Boost für den Stoffwechsel.

Brühen, Fonds und Bouillon-Reste lassen sich auch wunderbar in Eiswürfelform einfrieren. So müssen Sie nie wieder auf Brühwürfel aus dem Supermarkt zurückgreifen!

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Quellen: www.bakeiteasy.de, www.kochwiki.org

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