Aktualisiert: 26.03.2021 - 18:21

Wie ist das eigentlich? Nachgehakt: Warum wird Hackfleisch eigentlich grau?

Beim Formen von Hackfleisch ist es Ihnen vielleicht schon aufgefallen: Das Innere ist komisch grau. Warum ist das so?

Foto: Getty Images/ kajakiki

Beim Formen von Hackfleisch ist es Ihnen vielleicht schon aufgefallen: Das Innere ist komisch grau. Warum ist das so?

Ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass Hackfleisch plötzlich an einigen Stellen grau oder braun wird? Wenn Sie sich gefragt haben, warum das so ist, erhalten Sie bei uns die Antwort.

Mit dem Hackfleisch ist das ja immer so eine Sache. Da es durch seine Beschaffenheit eine besonders große Oberfläche besitzt, neigt es im Vergleich zu anderen Fleischsorten dazu, schneller zu verderben. Da wird man schon mal stutzig, wenn das Hackfleisch plötzlich grau oder braun ist statt gewohnt rosa-rot. Doch warum ist das eigentlich so? Und darf man grau gewordenes Hackfleisch überhaupt noch bedenkenlos essen? Wir sind der Sache auf den Grund gegangen.

Warum wird Hackfleisch plötzlich grau? Das steckt dahinter!

Sie holen das Hackfleisch aus dem Kühlschrank und wollen es zubereiten – und müssen plötzlich feststellen, dass die Farbe im Innern anders ausschaut als an der Oberfläche. Es ist grau oder braun und sieht irgendwie merkwürdig aus. Zunächst mal kann Entwarnung gegeben werden: Das Hack muss deshalb längst nicht in die Mülltonne wandern. Tatsächlich kann eine Veränderung der Farbe eintreten – und das liegt an einer ganz simplen, chemischen Reaktion.

Chemische Reaktion bewirkt Farbwechsel beim Hack

Im Hackfleisch befindet sich ein Protein namens Myoglobin – und dieses beginnt Pigmente zu bilden, sobald es zu wenig Sauerstoff abbekommt. Durch die Pigmente wird das Fleisch dann grau oder eben bräunlich. Das ist dann auch der Grund, warum solche Verfärbungen besonders in der Mitte des Hackfleisch-Klopses entstehen, den man aus dem Supermarkt oder vom Metzger mit nach Hause nimmt.

Per se bedeutet das längst nicht, dass das Fleisch schlecht ist. Wenn Sie sich aber unsicher sind, gibt es zwei kleine Tests, die Sie durchführen können.

  1. Einfach mal am Fleisch riechen. Frisches Hack riecht etwas säuerlich. Sollte es aber doch eher merkwürdig oder gar unangenehm riechen, dann sehen Sie besser vom Verzehr ab.
  2. Lassen Sie das Fleisch mit den grauen/braunen Stellen 15 Minuten nach außen an der Luft stehen. Ist das Fleisch noch gut, wird erneut eine chemische Reaktion stattfinden – und das Fleisch färbt sich wieder rosa.

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Sie sehen: Auch wenn Ihr Hackfleisch graue Stellen aufweist, müssen Sie es längst nicht entsorgen. Wenn das mal keine guten Nachrichten sind! Achten Sie aber dennoch generell darauf, dass Sie frisches Hackfleisch am besten zeitnah nach dem Kauf verzehren, um auf Nummer sicher zu gehen. Wenn Ihnen da noch die nötigen Anregungen fehlen, haben wir Ihnen in der Galerie tolle Rezepte zusammengestellt:

Übrigens: Wir haben da noch ein paar spannende Hackfleisch-Tricks für Sie auf Lager. Werfen Sie einen Blick in unser Video:

Hackfleisch-Tricks
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Quellen: focus.de, merkur.de, stuttgarter-zeitung.de

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