Aktualisiert: 21.03.2021 - 16:12

Unbedingt aufpassen Lachs marinieren? Diese 7 Fehler bei der Zubereitung von Fisch verderben den Genuss

Fisch ist unheimlich lecker – wenn man denn bei der Zubereitung alles richtig macht.

Foto: Getty Images/ ahirao_photo

Fisch ist unheimlich lecker – wenn man denn bei der Zubereitung alles richtig macht.

Fischgerichte erfreuen sich seit jeher einer großen Beliebtheit. Das Problem ist nur, dass sich bei der Zubereitung immer wieder dieselben Fehler einschleichen, die dann das Gericht verderben können. Wir verraten Ihnen mehr.

Gönnen Sie sich hier und da auch gerne mal ein leckeres Fisch-Gericht? Dann haben Sie bei der Zubereitung sicher auch schon mal feststellen müssen, dass das Ganze nicht so einfach ist, wie vielleicht gedacht. Womöglich hatten Sie sogar schon mal richtig Pech und statt eines tollen Festmahls eine kleine Küchen-Kathastrophe. Kaum verwunderlich: Es gibt einige Fehler, die bei der Zubereitung von Fisch auftreten können. Wir verraten Ihnen mehr.

Fehler bei der Zubereitung von Fisch Nummer 1: Sie wählen den falschen Fisch zum Gericht

Sie wollen Fehler bei Ihrem Fisch-Gericht vermeiden? Dann sollten Sie bereits im frühesten Stadium ganz genau aufpassen, denn: Nicht jeder Fisch passt auch tatsächlich zu jedem Gericht.

Beim Fisch gibt es verschiedenste Sorten und auch Zuschnitte – und manche davon passen einfach besser zu bestimmten Gerichten, während sich andere wiederum anderweitig gut einsetzen lassen. Generell gilt da die grobe Formel: weicher, marmorierter Fisch sollte kurz angebraten werden, während magere, feste Sorten toll zum Kochen einer Brühe geeignet sind. Schnapper, Kabeljau und Heilbutt sorgen zum Beispiel für viel Aroma und zerfallen selbst bei längerer Kochzeit nicht.

Fehler Nummer 2: Sie kaufen schlechten Fisch

Haben Sie dann den passenden Fisch für Ihr Gericht gefunden, muss der Fisch natürlich auch erst einmal gekauft werden. Wenn Sie sich für frischen Fisch entscheiden, dann achten Sie bei der Auswahl auf qualitativ hochwertige Ware. Riecht der Fisch sehr streng nach Fisch, so könnte er verdorben sein.

Achten Sie aber nicht nur auf Zeichen der Haltbarkeit, sondern auch auf Aspekte wie Zucht – und ob die Fisch-Art möglicherweise sogar zu den gefährdeten Sorten zählt. Informieren Sie sich am besten im Sinne der Nachhaltigkeit ausgiebig bei Ihrem Fischhändler und achten auf Zertifikate.

Übrigens: Da nicht jeder die Möglichkeit hat, frischen Fisch zu kaufen, können Sie auch auf die TK-Variante zurückgreifen. Achten Sie hierbei darauf, dass der Fisch schockgefrostet wurde – so verliert er am wenigsten Flüssigkeit und schrumpft beim Auftauen nicht wieder zusammen. Ideale Sorten aus dem TK-Fach sind fettige bzw. ölige Fisch-Sorten, etwa Saibling und Forelle. Weiße Fischsorten wie Kabeljau und Schellfisch überstehen den Gefrier-Prozess oftmals weniger gut.

Fehler Nummer 3: Sie bewahren den Fisch nicht richtig auf

Die falsche Lagerung von Fisch kann wirklich eine Menge verderben – im wahrsten Sinne des Wortes. Falsch gelagert schmeckt er schnell nicht mehr frisch und verdirbt womöglich. Wenn Sie frischen Fisch zubereiten wollen, dann bereiten Sie ihn am besten noch am selben Tag zu. Geht es dann doch nicht am selben Tag, dann reicht die normale Lagerung im Kühlschrank nicht aus.

Besser: Wickeln Sie den Fisch in Pergamentpapier und legen ihn in eine Schüssel mit Eis – und packen diese wiederum in den Kühlschrank.

Fehler Nummer 4: Der Fisch hat die falsche Temperatur

Beim Fisch verhält es sich übrigens recht ähnlich wie beim Fleisch: Fisch sollte nicht gerade eiskalt sein, bevor er zur weiteren Zubereitung in die Pfanne wandert. Frischer Fisch sollte circa 20 Minuten vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank genommen werden, um auf Raumtemperatur zu kommen. Gefrorener Fisch sollte ebenfalls zunächst aufgetaut werden.

Fehler Nummer 5: Sie marinieren den Lachs zu früh

Fisch bekommt doch erst so richtig Würze, wenn er im Vorfeld mariniert wird – könnte man zumindest meinen. Wenn Sie sich ein Thunfisch-Steak zubereiten, ist das auch tatsächlich der Fall. Thunfisch verträgt gut und gerne zwei Stunden Marinier-Zeit vor der weiteren Zubereitung. Anders liegt der Fall in Sachen Lachs!

Lachs ist überaus empfindlich – und wer ihn zu lange verschiedenen Gewürzen aussetzt, riskiert, dass der Fisch im Anschluss nicht mehr so schön saftig ist. Beim Lachs ist weniger mehr: Würzen Sie ihn am besten erst unmittelbar vor der weiteren Verarbeitung.

Fehler Nummer 6: Sie wenden den Fisch mit einer Zange

Man kennt es ja von der Zubereitung von Fleisch: Mit einer Pfanne lässt es sich leichter wenden und sieht ganz nebenbei super professionell aus. Das Problem ist aber, dass man Fisch mit einer Zange schnell mal auseinanderreißt, statt ihn nur zu wenden.

Besser ist da, Sie verwenden für Kurzgebratenes einen Pfannenwender. Oder Sie wählen eine andere Form der Zubereitung. Ein Fischbräter eignet sich zum Beispiel für die Zubereitung auf dem Grill.

Fehler Nummer 7: Sie erreichen nicht den richtigen Garpunkt

Der wohl größte Stolperstein bei der Zubereitung von Fisch ist es, den richtigen Garpunkt zu finden. Andernfalls ist der Fisch entweder nicht ganz durch, oder schlicht totgebraten. Ganz einfach ist die Frage nach der idealen Garzeit aber nicht beantwortet, da es hier auf viele Faktoren ankommt – darunter auf die Fischsorte, die Größe des verarbeiteten Stücks und auch die Art der Zubereitung.

Es hilft also alles nichts: Sie sollten sich im Vorfeld genau informieren, welche Zeit- und Temperaturangeben für den gewählten Fisch und dessen Zuschnitt gelten.

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Wussten Sie, dass man Fisch besonders gut mit speziellen Grillbrettern zubereiten kann? Mehr verraten wir Ihnen im Video:

Grillbretter zur leckeren Fischzubereitung
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Ausgestattet mit so viel praktischem Wissen rund um die Zubereitung von Fisch haben wir jetzt so richtig Lust, den Kochlöffel zu schwingen. In der Galerie haben wir Ihnen tolle Rezepte zusammengestellt:

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