Aktualisiert: 04.02.2021 - 20:21

Besser Braten 9 praktische Tricks, um Fettspritzer zu vermeiden

Von Franziska Wohlfarth

Fettspritzer lassen sich nie komplett vermeiden. Mit unseren Tipps kann man sie jedoch deutlich reduzieren.

Foto: imago-images.de/Panthermedia

Fettspritzer lassen sich nie komplett vermeiden. Mit unseren Tipps kann man sie jedoch deutlich reduzieren.

Wer kennt es nicht: Man möchte ein Stück Fleisch oder etwas Gemüse anbraten und schon beginnt das Öl in alle Richtungen aus der Pfanne zu spritzen. Das macht nicht nur lästige Flecken auf dem Herd, sondern kann auch ganz schön schmerzhaft enden. Mit unseren Tipps, können Sie Fettspritzer vermeiden.

Beim Anbraten in der Pfanne brutzelt es ganz schön. Die kleinen Explosionen haben unschöne Fettspritzer auf der gesamten Arbeitsplatte zur Folge und im Schlimmsten Fall verbrennt man sich an dem heißen Öl. Das ist unsere besten Tipps, mit denen Sie Fettspritzer beim Anbraten vermeiden.

Anbraten ohne Fettspritzer: Mit diesen Tricks klappt's!

1. Bratgut abtrocknen

Um spritzendes Öl zu vermeiden, sollte man zunächst wissen, wie es überhaupt zu den kleinen Explosionen kommt: Verantwortlich ist Wasser, welches sich auf der Oberfläche von Fleisch, Fisch oder Gemüse befindet.

Deswegen empfiehlt es sich die Lebensmittel, vor dem Anbraten in der Pfanne, mit einem Küchentuch abzutupfen. Die Flüssigkeit wird aufgenommen und Fettspritzern kann bis zu einem gewissen Grad vorgebeugt werden.

2. Erst nach dem Braten salzen

Salz hat die Eigenschaft Lebensmitteln Wasser zu entziehen. Damit beim Braten also möglichst wenig Wasser mit dem Öl in Kontakt kommt, sollte man vor allem Fleisch erst nach der Zubereitung salzen.

3. Mehl bindet die Flüssigkeit

Versuchen Sie mal etwas Mehl in die Pfanne zu streuen, wenn das Öl gerade anfängt kleine Blasen zu werfen – das Ergebnis wird Sie überraschen! Mehl bindet nämlich die überschüssige Flüssigkeit des Bratguts, wodurch Fettspritzer reduziert werden können.

4. Das richtige Öl

Auch die Wahl des Öls hat Einfluss auf die Stärke und Menge von Spritzern. Raffinierte, heiß gepresste, Öle eignen sich zum Braten besser als Kaltgepresste. Bei der Herstellung wird das Öl auf 100°C erhitzt und gepresst, wodurch ein großer Anteil an Wasser und Reste von Fruchtfleisch verloren gehen.

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5. Spritzschutz

Der wohl offensichtlichste Tipp ist die Verwendung eines Spitzschutzes. Dieses feinmaschige Gitter wird über die Pfanne gelegt und hindert so das Fett vor dem Herausspritzen.

6. Alternativ: Küchenpapier

Wer gerade keinen Spritzschutz zur Hand hat, kann auch einfach ein Küchenpapier auf die Pfanne legen. Die Wirkungsweise ist hierbei diesselbe.

Doch Vorsicht: Dieser Trick ist aufgrund der Brandgefahr nicht für Gasherde geeignet!

7. Brotrinde

Brotrinde in der Pfanne funktioniert grundsätzlich genauso, wie das Mehl. Sie nimmt die überschüssige Flüssigkeit auf und reduziert so Fettspritzer.

8. Beschichtete Pfanne verwenden

Fettspritzer kann man vermeiden, indem man generell wenig Öl zum Anbraten verwendet. Damit Fleisch, Gemüse und Co. dennoch nicht kleben bleiben, sollte in eine hochwertig beschichtete Pfanne investiert werden. Hohe Innenwände bieten außerdem einen zusätzlichen Schutz vor spritzendem Öl.

Für eine gute Bratpfanne greift man gern auch etwas tiefer in die Tasche, in der Hoffnung, sie hält ein Leben lang. Beschichtete Pfannen im Test: Darauf sollten Sie achten!

9. Wasser gegen Fettspritzer

Wasser hilft gegen Fettspritzer? Was erstmal unlogisch klingt funktioniert tatsächlich – jedoch nur beim Anbraten von Speck. Gießen Sie dafür einen Schluck Wasser in die Pfanne, sodass der Boden geradeso bedeckt ist. Legen Sie dann den Speck dazu und erhitzen Sie die Pfanne auf höchster Stufe. Die Bacon-Scheiben sollten im Wasser liegen, jedoch nicht ganz darin ertrinken.

Wenn das Wasser anfängt zu kochen, reduzieren Sie die Hitze, bis alle Flüssigkeit verdampft ist. Danach können Sie den Speck bei mittlerer Hitze knusprig anbraten.

Im kochenden Wasser schmilzt das Fett im Speck, statt zu verbrennen und herumzuspritzen. Die Methode dauert zwar etwas länger, doch sie erspart Ihnen lästiges Putzen des Herdes und womöglich schmerzhafte Fettspritzer.

Erste Hilfe bei Verbrennungen

Fettspritzer lassen sich nie komplett vermeiden, sondern nur reduzieren. Falls es also doch einmal zu schmerzhaften Verbrennungen mit Öl kommen sollte, ist es wichtig sich richtig zu verhalten:

  • Verzichten Sie auf Kühlpacks und Eiswürfel! Besser ist kaltes Leitungswasser, da hierbei kein Risiko für lokale Erfrierungen besteht.
  • Bewahren Sie in der Küche immer eine Brandsalbe auf. Bei kleinen, oberflächlichen Verbrennungen wirkt diese kühlend und verkürzt die Heilungsphase.
  • Öffnen Sie auf keinen Fall die Brandblasen! Dadurch entsteht nur die Gefahr, dass Keime in die Wunde gelangen und es zu einer Infektion kommt.
  • Lassen Sie oberflächliche Brandwunden an der Luft abheilen. Schwere, tieferliegende Verbrennungen sollte abgedeckt werden.

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