Aktualisiert: 20.01.2021 - 19:32

Hätten Sie's gewusst? Woher kommt eigentlich ... das Croissant?

Croissants sind bei jedem Frühstück der Star. Aber wer hat's eigentlich erfunden?

Foto: GettyImages/serts

Croissants sind bei jedem Frühstück der Star. Aber wer hat's eigentlich erfunden?

Das Croissant ist ein Nationalsymbol Frankreichs – doch waren es auch die Franzosen, die das Gebäck erfunden haben? Nun, die Legende besagt anderes...

Das Croissant kommt aus Frankreich – das ist doch so klar wie Kloßbrühe. Oder etwa doch nicht? Tatsächlich ist die Frage nach der Herkunft des köstlichen Blätterteig-Gebäcks nicht so einfach beantwortet, wie man meinen würde. Also: Woher kommt es nun eigentlich, das Croissant? Für Sie haben wir uns gern auf Spurensuche begeben.

Die Geschichte des Croissants: Wirklich aus Frankreich?

Ein noch warmes Croissant mit Marmelade und frischer Butter ist ja quasi der Inbegriff des "Savoir-vivre" der Franzosen. Wer an Corissants denkt, der denk ganz unweigerlich sofort auch an Frankreich. Aber waren es auch wirklich die Franzosen, die die Welt um ein solch himmlisches Gebäckstück bereichert haben?

Wie so oft herrscht darüber keine ausgewiesene Klarheit. Fakt ist zunächst nur, dass das Croissant erstmalig 1853 in einem Nachschlagewerk erwähnt worden ist – und zwar als ein nicht näher beschriebenes Gebäck. Die Form eines Halbmonds wurde gut zehn Jahre später erst in einem Lexikon skizziert. Und mehr noch: Ein richtiges Rezept gab es wohl nicht vor dem Jahr 1906.

So weit, so unspektakulär. Da tauchen wir doch glatt lieber in die Welt der Legenden ein, die sich um die wahre Herkunft des Blätterteig-Gebäcks ranken...

Croissants – eigentlich aus Österreich?

Die Österreicher sind bekannt für die Bäckerei- und Konditorkunst. Und glaubt man einer (historisch nicht belegbaren) Legende, dann hatten die Österreicher bei der Erfindung des Croissants ihre Finger im Spiel. Demnach sei die Leckerei bereits im Jahr 1683 in Wien erfunden worden, zu Zeiten der Belagerung durch die Türken.

Glaubt man der Legende, so haben die Türken in dieser Zeit des Nachts einen Tunnel unter der Stadtmauer gegraben. Ein Unterfangen, das den nachts fleißig werkelnden Bäckern aufgrund der Geräusche nicht verborgen blieb. Sofort schlugen diese Alarm, der Angriff konnte abgewendet werden. Anlässlich der zugehörigen Siegesfeier wurde dann ein Gebäck erfunden, dass die Form des türkischen Halbmondes hatte – in Österreich auch Kipferl genannt.

Eine andere, wenn auch ähnliche Legende, verlegt dieselbe Geschichte übrigens ins Budapest des Jahres 1686, als die Stadt Buda von den türkischen Truppen zurückerobert wurde.

Der Weg nach Frankreich...

Und wie soll das Ganze dann nach Frankreich gekommen sein? Entsprechend der Legende war es niemand Geringeres als Marie Antoinette, die Tochter von Kaiserin Maria Theresia von Österreich, die das Gebäck mit ihrem Umzug nach Frankreich anlässlich der Hochzeit mit dem französischen König Ludwig XVI. beliebt machte. Gut 100 Jahre nach der Belagerung Wiens. Die historische Ikone brachte nämlich ganz einfach ihren Lieblingsbäcker mit ins fremde Land, um nicht auf ihre liebsten Backwaren verzichten zu müssen – so heißt es zumindest.

Aus dem "Kipferl" wurde das "Croissant" – ein Begriff, der sich wohl vom Begriff "lune croissante" ableitet, was wiederum so viel bedeutet wie "zunehmender Mond". Wer hätte das gedacht?!

Ob's nun wirklich stimmt? Fakt ist aber, dass das Croissant heute quasi ein Nationalsymbol Frankreichs ist, ähnlich wie der Eifelturm, das Baguette und Wein. Und zu guter Letzt waren es auch die Franzosen, die das Croissant in jener Form kreiert haben, wie wir es heute kennen. Ende des 19. Jahrhunderts machten sie aus einem eher Brioche-ähnlichen Gebäck nämlich eine Kreation aus Blätterteig. Bloß gut!

Übrigens: Wenn Sie jetzt so richtig Appetit auf frische Backwaren haben, dann verraten wir Ihnen gern, wie Sie Croissants selbst machen können. Mehr Ideen für süßes Gebäck haben wir wiederum in der Galerie für Sie zusammengestellt:

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