Aktualisiert: 22.01.2021 - 08:44

Fiese Küchen-Fallen Hefe zu alt? DIESE Fehler verderben jedes Brot!

Beim Brotbacken kann allerlei schiefgehen.

Foto: GettyImages/margouillatphotos

Beim Brotbacken kann allerlei schiefgehen.

Ein Brot zu backen ist schwieriger, als man vielleicht denken würde. Wir verraten Ihnen neun Fehler, die immer wieder begangen werden.

Was gibt es Besseres als ein Laib frisch gebackenes Brot? Wenn Sie gern selbst mal Hand anlegen, haben Sie sich vielleicht schon mal über das Ergebnis geärgert. Tatsächlich birgt das Backen eines frischen Brots allerlei Tücken. Wir verraten Ihnen neun typische Fehler, die viele beim Brotbacken machen.

Fehler beim Brotbacken Nummer 1: Zutaten nur so ungefähr abgemessen

Für ein gelungenes Brot ist das Einhalten eines Rezepts von besonderer Wichtigkeit, das Abmessen von Zutaten mit einer Tasse oder einem Löffel reicht da nicht aus. Eine funktionierende Digitalwaage schafft Abhilfe und vermeidet Enttäuschungen.

Fehler Nummer 2: Zutaten einfach ausgetauscht

Es ist tatsächlich überaus wichtig, sich ans Rezept zu halten – und das gilt nicht nur für das korrekte Abmessen der Zutaten, sondern auch für die Zutaten selbst. Sie wollen Weizenmehl (Type 405) durch Vollkornmehl aus Roggen ersetzen? Dann verändert sich auch das Verhältnis zu den anderen Zutaten, da Vollkornmehl mehr Wasser beim Backen benötigt als helle Mehlsorten – um nur ein Beispiel zu nennen.

Achten Sie also darauf, dass Sie für das gewünschte Rezept auch alle erforderlichen Zutaten parat haben. Wenn nicht, schauen Sie am besten nach einem anderen Rezept.

Fehler Nummer 3: Die Hefe ist zu alt

Ein völlig verkorkstes Laib Brot kann auch darauf zurückgehen, dass die verwendete Hefe zu alt und damit nicht mehr aktiv ist.

Wenn Sie testen wollen, ob die Hefe noch zu gebrauchen ist, haben wir einen Tipp: Geben Sie einen halben Teelöffel Zucker in 125 ml warmes Wasser und rühren das Päckchen Trockenhefe ein. Steigen nach zehn bis 15 Minuten kleine Bläschen auf, ist die Hefe noch aktiv.

Fehler Nummer 4: Nicht richtig geknetet

Zutaten zusammenmischen – und wenn alles ebenmäßig aussieht, ist der Teig fertig? Falsch gedacht! Das gründliche Durchkneten mit dem Handballen erfüllt tatsächlich einen wichtigen Zweck: Durch das Kneten werden die Eiweißmoleküle im Teig zu langen Eiweißketten, dem Gluten – und das ist wiederum quasi das Teiggerüst, das beim Backen das Gärgas hält und damit auch dafür sorgt, dass das Brot in Form bleibt.

Wenn Sie testen wollen, ob Sie lange genug geknetet haben, wenden Sie doch mal den Profi-Trick einiger Bäcker an: den sogenannten "Fenstertest". Nehmen Sie eine golfballgroße Portion des Teigs und ziehen es behutsam auseinander. Solange, bis Sie durch den Teig hindurchsehen können. Wenn der Teig in diesem Stadium reißt, muss der Teig als Ganzes noch länger geknetet werden.

Auch mit der Küchenmaschine kann es beim Teigkneten zu Fehlern kommen: Schnell ist der Teig überknetet. Der Teig ist zäh und fest – was übrigens daran liegt, dass die Glutenmoleküle zerstört bzw. beschädigt wurden. Beim Fenstertest bricht der Teig und lässt sich nicht auseinanderziehen. Wenn es bereits soweit ist, lässt sich der Teig leider nicht mehr kneten.

Von daher: Besser vorsichtig herantesten und immer mal wieder den Fenstertest machen.

Fehler Nummer 5: Der Teig ist nicht richtig aufgegangen

Keine Lust, dem Teig Zeit zum Gehen zu lassen? Ganz fieser Fehler, denn während des Gehenlassens passieren wichtige Dinge mit dem Teig: Die Hefe "frisst" den im Mehl enthaltenen Stärkezucker und setzt damit Kohlnendioxid frei. Dieser Prozess ist absolut notwendig dafür, dass der Teig aufgeht und beim Backen wächst.

Nicht nur der Faktor Zeit ist hier entscheidend: Auch die richtige Temperatur ist wichtig! Angenehm warm sollte es sein und keine Zugluft herrschen, am besten eignen sich 32 bis 37 Grad. Nur so setzen sich die erwünschten Prozesse in Gang. Ist es zu kalt, tritt der Prozess nur zögerlich in Gang, ist es zu warm, kann die Hefe zerstört werden.

Sie backen gerade Brot und fragen sich, ob es tatsächlich richtig aufgegangen ist? Pieksen Sie mal mit Ihrem Finger hinein. Wenn der Teig binnen Sekunden zurück in die Ausgangsform springt und keine Abdrücke hinterlässt, ist es genau richtig!

Fehler Nummer 6: Das Brot wurde nicht eingeschnitten

Haben Sie sich schon mal gefragt, warum das Brot vom Bäcker an der Oberseite immer eingeschnitten ist? Tatsächlich hat das einen wirklich guten Grund: Durch diese Einschnitte kann das entstandene Kohlendioxid beim Backen richtig entweichen. Unerlässlich für ein perfektes, selbstgebackenes Brot.

Fehler Nummer 7: Der Ofen wurde nicht vorgeheizt

Sie wollen gern Energie sparen und heizen den Backofen deshalb nicht vor? Das kann das Ergebnis beim Brotbacken maßgeblich beeinflussen. Am besten ist es, wenn Sie den Ofen im Vorfeld ausreichend bei Ober-/Unterhitze vorheizen. Außerdem empfiehlt es sich, eine ofenfeste Schüssel mit Wasser in den Ofen zu stellen. Das Wasser erhitzt sich und verdampft anschließend, wodurch der Teig schön geschmeidig bleibt und nicht aufreißt.

Achtung: Umluft ist weniger gut geeignet. Das Brot würde so zu schnell austrocknen.

Alles, was Sie sonst noch über das Vorheizen des Ofens wissen sollten, lesen Sie übrigens hier

Fehler Nummer 8: Das Brot wurde zu kurz gebacken

Ein halbgares Brot ist nun wirklich nicht das Wahre – es sollte wirklich gut durchgebacken sein, bevor es aus dem Ofen genommen wird. Optimal ist eine Innentemperatur von 90 bis 100 Grad, was Sie mit einem entsprechenden Thermometer nachmessen können.

Wenn Sie ein solches nicht zur Hand haben, gibt es einen kleinen Trick: Drehen Sie das Brot um und klopfen behutsam auf die Unterseite. Wenn es hohl klingt, heißt es, dass keine Flüssigkeit mehr im Teig ist. Das Brot ist also richtig durchgebacken.

Fehler Nummer 9: Das Brot wird zu früh angeschnitten

Der Geruch eines frisch gebackenen Brotes ist wirklich etwas Herrliches! Dennoch: Widerstehen Sie dem Drang, das duftende Laib gleich aufzuschneiden. Noch während es abkühlt setzt sich der Garprozess fort, heißt: Es verdampft noch immer Flüssigkeit aus dem Brot. Warten Sie also besser ab, bis es tatsächlich vollständig ausgekühlt ist. Circa zwei Stunden sollten Sie dem Brot geben.

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Mit unseren Tipps sollte es Ihnen nun ein Leichtes sein, leckeres, selbst gebackenes Brot auf den Tisch zu zaubern. Wenn Sie dafür noch die nötigen Anregungen brauchen, haben wir in der Galerie viele tolle Rezepte für Sie zusammengesucht:

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Übrigens: Auch beim Kuchenbacken kann viel schiefgehen...

Viele weitere spannende Ratgeber und leckere Rezepte für Backwaren lesen Sie auch auf unserer Themenseite.

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