Aktualisiert: 14.01.2021 - 17:26

So vielseitig Food-Trends 2021: 7 Highlights fürs neue Jahr!

Japanische Küche ist im Jahr 2021 besonders im Trend.

Foto: GettyImages/Irina Marwan

Japanische Küche ist im Jahr 2021 besonders im Trend.

Was das neue Jahr wohl bringt? Nun, in Gänze können wir Ihnen das nicht verraten, aber immerhin, was 2021 in Sachen Ernährung voll im Trend liegen wird.

Was ist eigentlich angesagt in Sachen Genuss und Ernährung? Das ändert sich ja immer wieder und so gibt es auch einige Trends, die im Jahr 2021 eine große Rolle spielen dürften. Sie interessieren sich dafür, was aktuell besonders angesagt ist? Dann lesen Sie im Folgenden die Food-Trends 2021.

1. Biodiversität: Endlich mehr Vielfalt auf den Tellern

Biodiversität ist immer mehr im Kommen und sorgt dafür, dass es kulinarisch nie langweilig wird. Für einen Salat wird nicht einfach nur eine Sorte Tomaten verwendet, sondern gleich mehrere – und auf der anderen Seite feiern auch beinahe vergessene Sorten an Birnen, Äpfeln und auch Karotten ein unerwartetes Comeback. Viele Zutaten, die gerade unsere Großmütter gern zum Einsatz brachten und zwischendurch einen etwas "verstaubten" Ruf hatten, kehren nun auf den Speiseplan zurück.

Das hat gleich mehrere positive Auswirkungen! Beim Verzehr "alter" Zutaten, werden bei manch einem Erinnerungen an schöne Kindertage wach – was dem Essen durchaus einen emotionalen Aspekt verleiht und öfter positiv in Erinnerung bleibt. Biodiversität hat auch positive Auswirkungen auf die Umwelt: Je mehr verschiedene Sorten an Gemüse oder auch Obst auf einer Fläche angebaut werden, desto besser ist dies auch für die Böden. Sie werden dadurch weniger ausgelaugt – und dazu kommt, dass Schädlinge es bei Mischkulturen deutlich schwieriger haben, ganz ohne Pestizide.

Das größere Angebot an Zutaten hat auch Vorteile für regionale Landwirte – und das liegt derzeit ebenfalls im Trend...

2. Local Food: Unterstützt die Heimat!

Zugegeben – der Trend, bevorzugt zu regionalen Lebensmitteln zu greifen, ist nicht ganz neu. Dennoch: Auch 2021 ist es schwer angesagt, die heimische Landwirtschaft zu unterstützen und regionale Zutaten zu verwenden. Die Biodiversität tut da ihr Übriges: Da "altmodische" Zutaten aus Deutschland wieder auf dem Teller landen, wird auch die regionale Landwirtschaft unterstützt.

Übrigens: "Support your Locals" (zu Deutsch etwa: Unterstützen Sie Ihre Einheimischen") meint im Jahr 2021 noch weit mehr, als bloß die regionale Herkunft des Gemüses, Obstes oder Fleischs. Durch die Corona-Pandemie gab es verschiedenste wirtschaftliche Zweige, die um ihre Existenz kämpfen müssen. Damit sind nicht nur Landwirte und Gemüsehändler gemeint, sondern auch die Gastronomie, die durch Lockdown, Abstandsregeln und Co. sehr gebeutelt wurde.

Und wer seinen Lieblings-Italiener vermisst, der wünscht sich natürlich auch, nach dieser Pandemie irgendwann wieder dort speisen zu können – was oft nicht ohne individuelle Unterstützung möglich ist, sei es durch Spenden oder auch der Nutzung eines Liefer- bzw. Abholdienstes, die von manchen Restaurants angeboten werden.

3. Ghost Kitchen: Lieferservice Deluxe

Wo wir also schon bei klassischer Gastronomie wären: Diese ist bekanntermaßen durch die Regelungen zur Eindämmung des Coronavirus' auf Eis gelegt. Gemütlich im Lieblingsrestaurant sitzen ist derzeit (und bis auf Weiteres) leider keine Option mehr. Wer da nicht ständig selbst am Herd stehen will, der lässt gerne mal von einem Lieferdienst aushelfen. Gab es früher gefühlt nur eine Handvoll Lieferdienste, ist die Auswahl schon im vergangenen Jahr regelrecht explodiert. Kaum etwas, was man sich nicht nach Hause bestellen könnte – und in diesem Zusammenhang werden zunehmend auch sogenannte Ghost Kitchen, auch Geisterküchen genannt, ein Begriff.

Ein Restaurant ohne Sitzplätze und Gäste, Küche ohne Service – in Ghost Kitchen werden Speisen ausschließlich für die Auslieferung oder für Abholer zubereitet. Der Clou hierbei: Die Lebensmittel werden explizit so vorbereitet, dass sie im Zuge der Lieferung keinerlei Qualitätseinbußen verzeichnen. So wird beispielsweise Pasta nicht ganz durchgekocht, damit sie beim Nachgaren während der Lieferung nicht matschig wird. Wenn der Kunde seine Bestellung entgegennimmt, soll sie so schmecken, als sei sie eben erst vom Topf auf den Teller gehüpft. Damit nicht genug: Die Speisen sind für gewöhnlich überaus ansprechend angerichtet.

Je höher die Qualität dieser gelieferten Speisen, desto erfolgreicher wird sich dieses Konzept auch in Zukunft entwickeln – selbst in Zeiten nach der Pandemie. Die klassische Gastronomie wird es also auch künftig nicht leicht haben, Menschen in die Restaurants zu locken. Aber mal ehrlich? Die Atmosphäre im Lieblingsrestaurant bekommt man dennoch nicht in den eigenen vier Wänden hin...

4. Drinks für mehr Power!

Schon mal etwas von der "Liquid Evolution" (zu Deutsch: flüssige Evolution) gehört? Wie der Name bereits verrät: Herkömmliche Softdrinks und auch alkoholische Getränke verlieren an Attraktivität und der Trend geht hin zu ausgefallenen Getränke-Kompositionen, wobei immer mehr Menschen auf die alkoholhaltigen Varianten verzichten. Die Auswahl an alkoholfreien Biersorten, Cocktails und gar "Spirituosen" wächst stetig. Zudem werden zucker- oder süßstoffhaltige Softdrinks immer häufiger durch gesunde, aromatische Alternativen wie etwa Infused Water ersetzt.

Selbst in der Gastromie zeichnete sich vor dem neuerlichen Lockdown der Trend ab, frisch gepresste Säfte sowie selbstgemachte Limonaden und Eistees anzubieten, die von den Gästen dankend angenommen wurden. Summa summarum: Revolution im Getränkeglas!

5. Die japanische Küche: Genießen wie in Fernost

Öfter mal was Neues! Die japanische Küche wurde hierzulande lange Zeit lediglich mit Sushi gleichgesetzt – dabei gibt es so viele weitere kulinarische Highlights zu entdecken. Bekannter wurden diese zunächst durch Streetfood-Märkte – und nicht zuletzt durch das steigende Angebot an Lieferdiensten sind manche Leckereien bald schon kein Geheimtipp mehr.

Die japanische Küche ist weiter auf dem Vormarsch – wobei "Mochi" besonders beliebt ist. "Mochi" sind süße, meist gefüllte Reismehlkuchen, die einfach absolut lecker und an heißen Sommertagen als Eis erhältlich sind. Halten Sie im Supermarkt mal die Augen offen! Ebenfalls sehr beliebt und obendrein unverschämt köstlich sind Okonomiyaki – quasi die japanische Version eines Pfannkuchens. Beim Teig kommt ein spezielles Mehl zum Einsatz, ebenso wie Weißkohl und Yamswurzel. Klingt für manch einen vielleicht seltsam – aber der Geschmack wird Sie sicher überzeugen.

6. Süßer Hummus: Klassiker macht auf süß

Die leckere Kichererbsencreme Hummus kennt man pur, mit Roter Bete, Curry, Paprika oder auch Kürbis – vor allem aber herzhaft! Mittlerweile erfreuen sich aber auch immer mehr süße Rezepte auf Grundlage von Kichererbsen einer großen Beliebtheit. Dabei werden würzige Zutaten wie Knoblauch und Chili durch süße Ingredienzien wie Erdnussbutter oder auch Schoko-Drops ersetzt.

Besonders beliebt ist da Schoko-Hummus, wobei die Kichererbsen zusammen mit Zutaten wie Mandeln, Datteln, Hafermilch und eben Kakaopulver püriert werden. Eine himmlische Alternative zu klassischer Nuss-Nougat-Creme zum Frühstück!

7. Mmmh... Käsekuchen

Käsekuchen als Food Trend 2021? Was für ein Blödsinn – wird sich da manch einer denken. Immerhin ist der Käsekuchen so gar nichts Neues an und für sich, zum anderen kommt er sowieso niemals aus der Mode. Dieser Gedanke kommt allerdings nicht von ungefähr.

Niemand Geringeres als die "New York Times" hat vor einigen Monaten den baskischen Käsekuchen zum Trend auserkoren. Diese spezielle Variante wird in einem sehr heißen Ofen gebacken, wodurch das Innere weich bleibt und das äußere karamellisiert bis beinahe verbrannt ist! Und eben diesen Geschmack hat die amerikanische Tageszeitung höchstselbst zum "Geschmack des Jahres 2021" ernannt. Wollen Sie auch mal in den Genuss kommen? Hier lesen Sie, wie Sie diesen speziellenbaskischen Käsekuchen selbst backen können.

Und wenn Sie sowieso nie genug von Käsekuchen bekommen – in der Galerie haben wir viele Rezepte für sie zusammengestellt:

Na, da hat das neue Jahr in Sachen Genuss nun wirklich eine Menge zu bieten. Mehr zu den Themen Getränke, Käsekuchen und Co. lesen Sie auf der Themenseite.

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Quellen: nu3.de, hausvoneden.de, derstandard.de, krone.at, mopo.de

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