Aktualisiert: 12.01.2021 - 22:08

Nicht wegwerfen! DAS können Sie aus Apfelschalen noch alles machen!

Von Franziska Wohlfarth

Schmeißen Sie die Apfelschale beim nächsten Backen nicht einfach weg – lesen Sie lieber, was Sie aus ihr noch alles machen können.

Foto: imago-images.de/TT

Schmeißen Sie die Apfelschale beim nächsten Backen nicht einfach weg – lesen Sie lieber, was Sie aus ihr noch alles machen können.

Apfelschalen landen bei vielen Leuten einfach im Müll. Das muss nicht sein, denn die Schale enthält wichtige Nährstoffe und lässt sich vielseitig weiterverwerten. Wir zeigen Ihnen, was Sie daraus noch alles machen können!

Für Kuchen, Dessert und Apfelmus soll man laut Rezept häufig ungeschälte Äpfel verwenden. Und auch Kinder finden in ihrer Pausenbrotbox oft lieber Äpfel ohne die Schale. Schmeißen Sie diese aber nicht direkt weg, denn sie enthält viel Geschmack und wichtige Nährstoffe. Wir verraten Ihnen, wie Sie Apfelschalen weiterverarbeiten können.

1. Köstliche Apfelchips

Apfelchips sind praktisch für unterwegs, am Arbeitsplatz oder als knuspriges Topping für Porridge und Desserts. Statt überteuerte Chips aus dem Supermarkt zu kaufen, können Sie den leckeren Apfelsnack einfach selbst machen. Hierfür brauchen Sie:

  • Schalen von etwa 5 Äpfeln
  • 1 EL Zucker
  • 1 TL Zimt

Schneiden Sie die Schalen in etwa 5 cm lange Streifen. Geben Sie diese zusammen mit dem Zimt und dem Zucker in eine verschließbare Dose und schütteln Sie kräftig, bis alle Apfelschalen gleichmäßig bedeckt sind. Verteilen Sie sie locker auf einem Backpapier und backen Sie die Chips im Ofen für 15-20 Minuten bei 150°C. Und fertig! In einem verschließbaren Behälter ist der getrocknete Snack für mehrere Wochen haltbar.

2. Winterliches Gelee aus Apfelschalen

Als Brotaufstrich, zur Füllung von Plätzchen und Kuchen oder als Topping für Desserts eignet sich dieses Gelee hervorragend! Für ein großes Einmachglas benötigen Sie:

  • 150 g Apfelschale und Gehäuse (circa 3 Äpfel)
  • 250 g Gelierzucker 2:1
  • 5 Nelken
  • 1 Stange Zimt
  • 1/2 Zitrone (den Saft davon)
  • 500 ml Wasser

Und so wird's gemacht:

  1. Schneiden Sie die Apfelreste klein und geben Sie diese zusammen mit Nelken und Zimt in einen Topf. Fügen Sie die Flüssigkeiten hinzu und lassen Sie alles bei geschlossenem Deckel für ca. 15 Minuten köcheln.
  2. Geben Sie den Inhalt des Topfes nun durch ein Sieb, fangen Sie die Flüssigkeit auf und gießen Sie sie wieder in den Topf hinein. Die übrigen Schalen und Gewürze können Sie entsorgen.
  3. Rühren Sie den Gelierzucker ein und bringen Sie die Flüssigkeit unter ständigem Rühren für 4 Minuten zum Kochen.
  4. Gießen Sie dann das heiße Gelee in ein steriles Einmachglas und verschließen Sie dieses sofort. Dadurch entsteht ein Vakuum, und es bleibt länger haltbar. Erst wenn das Gelee nach mehreren Stunden komplett abgekühlt ist, wird es richtig fest.

3. Perfekt für die kalten Tage: Süßer Apfeltee

Im Winter gibt es doch nichts Schöneres als eine wohltuende Tasse Tee. Noch besser schmeckt das Heißgetränk, wenn es selbstgemacht ist und man genau weiß, was drin steckt!

Legen Sie hierfür die Apfelschalen auf einem Backpapier oder Küchentuch luftig aus und lassen Sie sie in der Sonne oder auf der Heizung trocken. Die getrockneten Apfelschalen können Sie dann in ein verschließbares Glas füllen und aufbewahren. Eine beigefügte Zimtstange verfeinert den Tee und verleiht ihm ein winterliches Aroma.

Für die Zubereitung des leckeren Tees fügen Sie einen Esslöffel der Apfelschalen in eine Tasse und füllen Sie diese mit Wasser. Innerhalb von etwa fünf Minuten hat dieses den aromatischen Apfelgeschmack angenommen.

4. Apfelessig: Den Alleskönner einfach selbstmachen

Apfelessig schmeckt nicht nur als Salatdressing lecker, sondern ist dazu auch noch ein vielseitiges Hausmittel: Er hilft bei Sonnenbrand, unreiner Haut, er ist ein effektiver Kalklöser – und ihm wird eine appetitzügelnde und gewichtsreduzierende Wirkung zugesprochen.

Das Wundermittel selbst zu machen, ist gar nicht so schwer – man muss nur etwas Geduld mitbringen. Zur Herstellung benötigen Sie Folgendes:

  • Bio-Äpfel oder die Reste davon
  • 2 EL Zucker pro kg Äpfel (optional)
  • sauberes Gefäß mit mindestens 1-2 Liter Fassungsvermögen
  • sauberes Küchentuch

Und so wird's gemacht:

  1. Geben Sie die kleingeschnittenen Apfelreste zusammen mit dem Zucker in das sterilisierte Gefäß. Gießen Sie dann Wasser auf, bis alles gut bedeckt ist. Decken Sie das ganze dann mit einem sauberen Küchentuch ab, damit keine Schimmelsporen hineingeraten.
  2. Rühren Sie die Mischung mindestens einmal täglich um oder schwenken Sie es leicht, um die Sauerstoffzufuhr zu erhöhen und Schimmelbildung zu vermeiden. Durch die einsetzende Gärung entsteht Schaum, nach mehreren Tagen verändert sich auch der Geruch.
  3. Sobald die Apfelreste nach unten gesunken sind und ein intensiver Essiggeruch wahrnehmbar ist, können Sie die Flüssigkeit durch ein sauberes Küchentuch gießen und dann wieder in ein steriles Gefäß füllen.
  4. Lassen Sie den Rohessig abgedeckt für vier bis sechs Wochen zu Apfelessig vergären. Filtern Sie das Resultat durch ein feines Sieb oder Tuch und füllen Sie es in Flaschen um.

5. Erfrischende Apfellimonade

Im Winter kann man aus den Apfelschalen einen wohltuenden Tee herstellen – im Sommer erfrischt diese leckere Apfellimonade. Hierfür brauchen Sie:

  • Schalen von 1 kg Obst (Apfel oder Birne oder gemischt)
  • 150 g Zucker
  • 1 l Wasser
  • 1 – 2 Nelken
  • 1 Zitrone
  • optional: frische Minzblätter

Geben Sie die Zutaten (mit Ausnahme der Zitrone) in einen Topf und lassen Sie alles gemeinsam für etwa 45 Minuten köcheln. Gießen Sie die Flüssigkeit dann durch ein Sieb ab und verfeinern Sie das Getränk mit etwas Zitronensaft. Lassen Sie dann die Limonade abkühlen und geben Sie nach Geschmack beim Anrichten ein paar frische Minzblätter ins Glas.

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