Aktualisiert: 10.01.2021 - 12:02

Überall lauern Fallen Backpulver abgelaufen? Diese 11 Fehler verderben jeden Kuchen!

Kuchen backen: 5 klassische Fehler

Kuchen backen: 5 klassische Fehler

Kuchenbacken ist nicht immer einfach. Schnell kann was schiefgehen. Wenn Sie diese Fehler vermeiden, bleibt Ihr selbstgebackener Kuchen ein Gaumenschmaus!

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Sie glauben nicht, wie viele Fehler man beim Kuchenbacken machen kann. Und sie alle können zur Folge haben, dass das Ergebnis misslingt.

Wir wissen ja nicht, wie es Ihnen geht, aber: Wir finden, dass ein selbst gebackener Kuchen das Leben einfach etwas schöner macht. Doof ist nur, wenn beim Backen etwas schief geht und das Ergebnis nicht so ist, wie man es sich vorgestellt hat. Was war bloß das Problem? Was ist schiefgelaufen? Tatsächlich gibt es einige Fehler, die viele beim Kuchenbacken machen. Wie steht es bei Ihnen? Passieren Ihnen auch einige der folgenden Missgeschicke?

Fehler beim Kuchenbacken Nummer 1: Sie halten sich nicht ans Rezept

Etwas Kreativität kann ja nie schaden – oder etwa doch? Nun, während man beim Kochen tatsächlich ein wenig mit den Mengen der jeweiligen Zutaten variieren kann, ist das beim Backen eines Kuchens schon etwas anderes. Einfach unbedacht Zutaten austauschen oder andere Mengen verwenden, kann das gesamte Ergebnis beeinflussen. Eine echte Wissenschaft für sich... Jede Änderung der Zutaten verändert die gesamte Konsistenz des Kuchens und entscheidet somit natürlich auch über das Ge- oder Misslingen.

Wer einen wirklich gelungenen Kuchen backen will, sollte definitiv zuvor das Rezept ganz genau lesen und sich auch strikt daran halten. Natürlich kann man einige Zutaten austauschen, etwa gehackte Mandeln durch gehackte Walnüsse oder Himbeeren durch Erdbeeren ersetzen. Auch manch andere Backzutat kann ersetzt werden. Hier und im Video erfahren Sie mehr dazu:

So ersetzen Sie fehlende Backzutaten
So ersetzen Sie fehlende Backzutaten

Aber ansonsten gilt: Bleiben Sie direkt am Rezept – das gilt für die konkreten Mengen der Zutaten (unbedingt abwiegen!) und auch für die geschilderte Reihenfolge in der Zubereitung. Soll zum Beispiel ERST Butter und Zucker schaumig aufgeschlagen werden, bevor das Mehl dazu kommt, hat das Ganze einen ziemlich plausiblen Grund. Schlagen Sie Butter und Zucker cremig und hell auf, kommt Luft in die Masse – was später den Teig schön locker macht. Wer einfach alle Zutaten zusammenwirft und auf das Beste hofft, wird diesen Zustand schwerlich erzielen.

Außerdem ist es hilfreich, sich das Rezept von Anfang bis Ende durchzulesen, bevor man mit dem Backen loslegt. Schließlich könnten sich in der Mitte Angaben über Ruhezeiten des Teigs etc. verstecken – und das kann schnell mal das gesamte Zeit-Management über den Haufen werfen. Außerdem können Sie so nochmal sicher stellen, dass Sie auch wirklich alle benötigten Zutaten im Haus und sie die richtige Temperatur haben...

Fehler Nummer 2: Die Zutaten haben die falsche Temperatur

Apropos: Wussten Sie, dass sich die Zutaten eines Teigs besser miteinander verbinden, wenn sie alle etwa die gleiche Temperatur haben? Kommen zum Beispiel zu kalte Butter oder zu kalte Eier zu den Zutaten, kann der Teig sogar gerinnen und krisselig werden. Das will natürlich keiner! Gerade bei einem geschmeidigen Rührteig lautet die Devise, alle Zutaten auf Zimmertemperatur zu bringen, bevor man mit dem Teig loslegt.

Übereilen Sie also nichts! Wie zuvor erwähnt, hilft es auch hier, die Angaben im Rezept genau zu lesen. Meist sind auch Informationen über die optimale Temperatur der einzelnen Zutaten genannt.

Fehler Nummer 3: Backtriebmittel nicht genau unter die Lupe genommen

Natron oder auch Backpulver sind kleine Wundermittel für formvollendete Kuchen. Sie lassen den Teig schön aufgehen und luftig-locker werden. Doch so hilfreich diese Mittel auch sind: Falsch eingesetzt, bewirken sie schnell das Gegenteil.

  • Fall 1: Das Backpulver ist abgelaufen – hier quittiert es oft ganz schlicht und ergreifend seinen Dienst, da es nicht mehr "arbeitet". Gleiches gilt übrigens auch für abgelaufene Hefe.
  • Fall 2: Sie verwenden zu viel Backpulver – dann kann der Teig zwar schnell toll aufgehen, dafür fällt er auch schnell wie ein Kartenhaus wieder zusammen.

Übrigens: Obwohl Natron und Backpulver so ziemlich denselben Zweck beim Backen erfüllen, sollten Sie es nicht 1 zu 1 gegeneinander austauschen. Allerdings: Natron erfüllt besagten Zweck erst in Kombination mit säuerlichen Zutaten, etwa Buttermilch, Zitronensaft und Co. Backpulver wiederum setzt sich aus einer Mischung aus Natron und Stärke zusammen, denen schon etwas Säure beigemengt wurde. Bevor Sie also Backpulver durch Natron austauschen, checken Sie besser zunächst, ob das Rezept auch Säure enthält – sonst kann das Natron seine Wirkung nicht entfalten.

Fehler Nummer 4: Falscher Umgang mit dem Mehl

Wer hätte es gedacht: Sogar bei Mehl kann etwas schief gehen! Zunächst: Sieben Sie IMMER das Mehl, bevor Sie es weiter mit anderen Zutaten zu Teig verarbeiten. So entstehen keine Klumpen, und die Zutaten verbinden sich später besser.

Außerdem: Wer keine Küchenwaage zu Hause hat, misst das Mehl gerne mit den Markierungen spezieller Messbecher ab. Dafür wird das Mehl dann direkt aus der Verpackung in den Messbecher gekippt. Fataler Fehler! Auf diesem Wege gerät viel Luft dazwischen, weniger Mehl nimmt so viel Volumen ein. Das ändert am Ende natürlich das Ergebnis beim Backen. Wenn Sie keine Waage parat haben, geben Sie besser Löffel für Löffel in den Messbecher und klopfen diesen immer wieder ein paar Mal auf eine Arbeitsfläche. So sackt das Mehl zusammen und die Luft entschwindet.

Fehler Nummer 5: Sie "übermixen" den Teig

Über-was? Ja, tatsächlich kann ein Teig "übermixt" werden. Ziel ist zwar ein glatter Teig, doch in dem Fall gilt nicht "mehr mixen hilft auch mehr". Wenn Sie einen Mixer auf höchste Stufe einstellen, heizen sich die Zutaten auf – und der Teig neigt schneller zu einer gummiartigen, festen Konsistenz. Schalten Sie also besser einen Gang herunter und legen mehr Geduld an den Tag. Dauert etwas länger, aber der Teig wird besser.

Übrigens: "Übermixen" können Sie auch Schlagsahne, etwa für eine Cremetorte. Wenn Sie da zu lange mixen, haben sie im Nu Butter statt Schlagsahne.

Fehler Nummer 6: Backform nicht richtig vorbereitet

Eine adäquat vorbereitete Backform trägt mehr zum Gelingen eines Kuchens bei, als Sie vielleicht glauben würden. Dabei gilt es, folgende Punkte zu beachten:

  1. Die richtige Größe der Backform wählen: Wie Sie es sich vermutlich schon denken können: Im Rezept steht nicht ohne Grund die Größe der Backform, die für den jeweiligen Kuchen erforderlich ist. Verwenden Sie nämlich eine zu kleine Form, vergessen Sie dabei, dass der Kuchen beim Backen in der Regel aufgeht – und womöglich über die Form herausquellen könnte. Gibt unter Umständen eine ganz schöne Sauerei – und sieht auch nicht ganz so ansprechend aus. Durch die abweichende Teighöhe braucht der Teig dann übrigens auch mehr Backzeit. Nehmen Sie eine zu große Form, verringert sich wiederum die Backzeit.
  2. Bereiten Sie die Form richtig vor: Bevor der Teig in der Form landet, sollten Sie sich unbedingt ausrechend Zeit nehmen, diese gründlich einzufetten und auch mit Mehl zu bestäuben. Im schlimmsten Fall lässt sich der Kuchen sonst nämlich nicht aus der Form lösen – und die Enttäuschung im Anschluss ist groß. Auch wenn Sie eine Form mit Anti-Haftbeschichtung haben, kann ein wenig Fett nicht schaden...

Übrigens: Backen Sie einen Blechkuchen, so vergessen Sie nicht, dieses vorher mit Backpapier auszulegen.

Fehler Nummer 7: Falsche Temperatur des Ofens

Hach ja, der liebe Backofen. Alleine beim Backvorgang selbst kann es zu allerlei Fehlern kommen Zu allererst gilt es aber, den Backhofen richtig vorzuheizen. Außerdem sollten Sie im Rezept genau schauen, ob die Grad-Angabe für Umluft oder Ober- und Unterhitze angegeben ist.

Berücksichtigen Sie die Faustregel: Zwischen Ober- und Unterhitze und Umluft liegen ca. 20 Grad. Heißt: 200 Grad Ober- und Unterhitze sind umgerechnet für Umluft 180 Grad.

Dann sollten Sie die individuellen Macken Ihres Ofens berücksichtigen. Oft werden die Geräte nämlich gar nicht so heiß, wie sie eigentlich sollten – oder sie werden gar ZU heiß. Hier müssen Sie natürlich Ihre persönlichen Erfahrungen beim Backen miteinfließen lassen und die im Rezept angegebene Backzeit entsprechend etwas anpassen. Hilfreich könnte da übrigens ein spezielles Ofenthermometer sein. So gehen Sie zumindest auf Nummer sicher!

Fehler Nummer 8: Sie öffnen beim Backen die Ofentür!

Die ganze Stube riecht so herrlich nach frischem Kuchen – da ist man doch schnell mal geneigt, den Ofen einen Spalt zu öffnen und nach dem Rechten zu sehen. Besiegen Sie die Neugierde und tun das besser nicht! Das Öffnen der Tür bringt immer wieder Kälte in den Ofen – und das mag mach eine Gebäckkreation so gar nicht. Besonders ein Käsekuchen fällt dann gerne mal in sich zusammen.

Fehler Nummer 9: Sie machen keine Stäbchenprobe

Die Stäbchenprobe ist ein ganz einfacher Weg herauszufinden, ob der Kuchen tatsächlich fertig und innen nicht noch flüssig ist. Warten Sie das tatsächliche Ende der Backzeit ab und öffnen erst dann die Tür zum Ofen. Kurz mit einem Holzstäbchen oder -spieß in die Mitte stechen. Bleibt Teig am Stäbchen haften, braucht der Kuchen noch eine Weile. Bleibt nichts haften, ist der Kuchen fertig.

Fehler Nummer 10: Kuchen sofort aus dem Ofen nehmen

Aaapropos fertiger Kuchen. Wer ihn nach Ende der Backzeit sofort aus den Ofen nimmt, riskiert gerne auch mal, dass er durch den Temperaturunterschied in sich zusammenfällt. Besser, Sie schalten den Ofen 5 Minuten vor Ende der Backzeit aus und lassen den Kuchen in der Röhre. Die Temperatur reduziert sich – und der Temperaturschock für das Gebäck ist dann nicht allzu groß.

Fehler Nummer 11: Sie stürzen den Kuchen sofort

Man kennt es ja – am liebsten würde man das Gebäck sofort aus der Form lösen und mit der Zubereitung fortfahren. Aber: Zehn bis 15 Minuten Ruhezeit helfen dem Kuchen, seine geplante Form beizubehalten, da er sich durch das Herunterkühlen besser festigen kann.

Wenn Sie Sorge haben, dass der Kuchen sich dann nicht richtig aus der Form lösen lässt, umwickeln Sie die Form während des Abkühlens mit einem feuchten, kalten Küchentuch. So lässt er sich später ganz einfach lösen. 15 Minuten reichen aber voll und ganz, sonst wird der Kuchen durch das entstehende Kondenswasser zu feucht.

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Puuuh... das war jetzt ganz schön viel Input, finden Sie nicht auch? Aber jeder, der schon mal erlebt hat, dass die große Freude auf leckeres Gebäck von einem ernüchternden Ergebnis getrübt wurde, nimmt sich Tipps wie diese sicher zu Herzen.

Wenn Sie jetzt erst so richtig motiviert sind, haben wir in der Galerie viele tolle Rezepte für Sie zusammengestellt – direkt aus Omas Backstube:

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