Aktualisiert: 02.01.2021 - 15:07

Küchenprofi für zu Hause Beschichtete Pfannen im Test: Nichts hält für die Ewigkeit!

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Ein beschichtete Pfanne bewahrt die Eier, sogar ohne Fett, vor dem Kleben am Pfanneboden.

Foto: GettyImages/GMVozd

Ein beschichtete Pfanne bewahrt die Eier, sogar ohne Fett, vor dem Kleben am Pfanneboden.

Für eine gute Bratpfanne greift man gern auch etwas tiefer in die Tasche, in der Hoffnung, sie hält ein Leben lang. Aber leider entspricht das oft nicht der Realität, wie Stiftung Warentest zeigt.

Ob Schnitzel, Bratkartoffeln oder Steaks - eine gute Bratpfanne ist ein vielseitiger Küchenhelfer, der in keinem Haushalt fehlen sollte. Antihaftpfannen sind gerade die Stars auf dem Markt, denn mit wenig Fett können sie leckere Gerichte zaubern. Warum Stiftung Warentest nicht jede beschichtete Pfanne empfehlen kann und worauf Sie bei der Nutzung achten sollten, lesen sie hier!

Antihaftpfannen: Die Beschichtung ist empfindlich

Stiftung Warentest hat 14 Antihaftpfannen untersucht: Solange die Versiegelung intakt ist, eignen sich diese für das sanfte Garen ohne viel Fett. Die PTFE-Beschichtung (bekannt unter dem Markennamen Teflon) kann allerdings von scharfen Messern, säurehaltigen Lebensmitteln und kratzenden Reinigungsschwämmen zerstört werden.

Früher oder später verliert jede Versiegelung ihre Wirkung. Schon das Wenden des Brätlings mit einer Gabel kann die PTFE-Beschichtung angreifen. Im Test wurden den Pfannen feinste Kratzer zugeführt und anschließend eine saure Tomatensoße aufgekocht. Dabei lösten sich bei den Pfannen von WMF und Ikea Teile der Beschichtung. Für die Gesundheit ist das ungefährlich, denn der Körper scheidet verschluckte PTFE-Partikel unverdaut aus, jedoch beleibt die Beschichtung langfristig geschädigt.

Die Pfanne niemals leer erhitzen

Im alltäglichen Stress kann es schon einmal passieren, dass die leere Pfanne auf den heißen Herd vergessen wird. Aber Achtung: Das leere Erhitzen sollten Sie dringend vermeiden! Das Bundesinstitut für Risikobewertung warnt: Ab 360 Grad Celsius setzt PTFE giftige Dämpfe frei, unter anderem Fluorverbindungen. Stiftung Warentest beruhigt, dass fast alle Pfannen diese Temperatur nicht erreicht haben. Lediglich die Bratpfanne von Ikea erhitzte sich im Test bis zu 400 Grad.

Tipp: Heizen Sie eine beschichtete Pfanne mit etwas Öl oder Wasser auf mittlerer Stufe vor. Bei unbeabsichtigter Überhitzung kräftig lüften und die Pfanne nach dem Abkühlen mit Spülmittel reinigen. Danach kann sie unbedenklich widerverwendet werden.

Die Pfanne vorsichtig reinigen

Die meisten Antihaftpfannen sind laut Hersteller spülmaschinengeeignet. Nach 50 Spülgängen konnten die Warentest-Experten zwar teilweise leichte Verfärbungen an der Pfanne, jedoch keine Schäden an der Beschichtung feststellen. Wer sichergehen will, sollte eine beschichtete Pfanne lieber per Hand mit warmem Wasser, Spülmittel und einem weichen Schwamm säubern.

Tipp: Eingebackene Rückstände können Sie mit Spülmittel oder in einem Natron-Wasserbad über mehrere Stunden einweichen, sodass sich die hartnäckigen Reste lösen. Das verhindert das starke Schrubben auf der Beschichtung und schützt so Ihre Pfannen.

Sanfter Umgang für eine langlebige Pfanne

Bei schonendem Umgang kann die Beschichtung einer Pfanne mehrere Jahre halten. Wird diese jedoch überhitzt, zerkratzt, ohne Inhalt schnell erwärmt oder mit sauren Speisen stehen gelassen, kann die Antihaftschicht Schaden nehmen.

Tipp: Auch beim Stapeln der beschichteten Pfannen ineinander können kleine Kratzer zurückbleiben. Die Experten empfehlen einen sogenannten Pfannenschutz*, um dies zu verhindern.

Die Testsieger

Im Test konnten nur vier Pfannen die Profis überzeugen. Diese Spitzenmodelle weisen eine optimale Antihaftbeschichtung auf, die auch nach mehrmaliger Nutzung das Braten mit wenig Öl ermöglicht. Ebenfalls können diese Modelle in der Handhabung glänzen: Alle vier Pfannen liegen gut in der Hand, haben einen festen Stand und einen robusten Griff. Die optimale Wärmeverteilung in der Pfanne sorgt für gleichmäßige Bratergebnisse auch am Rand der Sieger-Pfannen. So wird das Braten zum Kinderspiel!

Dennoch sollten auch diese Pfannen nicht mit spitzen Gegenständen oder kratzenden Schwämmen in Berührung kommen. Das führt selbst bei der besten Pfanne zur Zerstörung der Beschichtung.

Das sind die Spitzenmodelle bei Stiftung Warentest:

Falls eine Antihaftpfanne doch nichts für Sie ist, zeigen wir Ihnen welche Pfanne sich für welchen Zweck empfiehlt . Außerdem klären wir das Rätsel: Warum haben Pfannen ein Loch im Stiel? Damit beim Braten nichts mehr schief gehen kann, sollten Sie diese 6 typischen Fehler vermeiden.

Hier können Sie außerdem alle Fakten über Teflon-Beschichtungen nachlesen. Weitere Testergebnisse von Stiftung Warentest und spannende Haushaltstipps finden Sie auf unseren Themenseiten.

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