Aktualisiert: 01.01.2021 - 19:37

Wie ist das eigentlich? Nachgehakt: Kann man in der Küche auch Kohlrabiblätter verwenden?

Kohlrabi ist lecker. Aber was ist eigentlich mit den Blättern?

Foto: GettyImages/gaffera

Kohlrabi ist lecker. Aber was ist eigentlich mit den Blättern?

Kohlrabi ist ein Klassiker in der Hausmannskost. Während sich die Knollen einer großen Beliebtheit erfreuen, stellt sich schnell die Frage: Was ist eigentlich mit den Blättern? Können die auch verwendet werden?

Ist es Ihnen auch schon mal aufgefallen? Im Supermarkt liegen in der Kohlrabi-Kiste immer Unmengen an losen Blättern. Wenig verwunderlich: Viele Käufer zupfen vor dem Kauf die Blätter ab, nehmen nur die Knolle mit zur Kasse und lassen das Grün zurück. Dabei ist das eigentlich ganz schön schade, denn in der Küche lassen sich Kohlrabiblätter durchaus verwenden – und zwar auf vielfältigste Weise. Wir verraten mehr.

Kohlrabiblätter verwenden? Na, aber unbedingt!

Wirklich schade, dass Kohlrabiblätter immer so lieblos abgezupft und ignoriert werden. Denn: Die Blätter enthalten erstaunlicherweise viel mehr Vitamine und Nährstoffe, als die Knolle selbst! Gerade Magnesium und Vitamin C sind stark vertreten – zumindest, wenn die Blätter noch frisch sind. Die Frische erkennen Sie übrigens daran, dass die Blätter satt grün sind und eine knackige Konsistenz aufweisen.

Was tun mit Kohlrabiblättern?

Sie werden kaum glauben, wie vielfältig man die Blätter in der Küche einsetzen kann. Bei so vielen Möglichkeiten zupfen Sie das Grün im Supermarkt sicher nicht mehr ab!

  1. Ersatz für Spinat: Ja, aus Kohlrabiblättern können Sie eine leckere Alternative zu Spinat zubereiten. Hierfür brauchen Sie die Blätter von 4 Kohlrabiknollen, eine Zwiebel, 2 Knoblauchzehen, Salz, Pfeffer und etwas Öl. Blätter gut abwaschen und den Strunk entfernen. Die Blätter selbst fein hacken oder in schmale Streifen schneiden. Zwiebel und Knoblauch anziehen und hacken. Öl in einer Pfanne erhitzen und Zwiebeln glasig dünsten, dann auch Knoblauch und Kohlrabiblätter dazugeben. Alles mit Salz und Pfeffer abschmecken und eine halbe Stunde bei kleiner Flamme garen lassen.
  2. Gefüllte Kohlrabiblätter: Essen Sie im mediterranen Restaurant auch immer so gern gefüllte Weinblätter? Tatsächlich eignen sich auch Kohlrabiblätter toll zum Befüllen. Reis, Käse und weiteres Gemüse eignen sich hervorragend als Füllung! Toben Sie sich aus.
  3. Kohlrabisuppe: Rezepte für Kohlrabisuppen gibt es ja wirklich viele – und oft wird die Knolle dabei erst in Stücken gebraten, dann püriert. Hier können Sie guten Gewissens auch frische Kohlrabiblätter mit in den Suppentopf werfen – so wird das Ganze nicht nur würziger, sondern auch noch gesünder!
  4. Kohlrabi-Smoothies: Green Smoothies mit viel sattem Gemüse erfreuen sich ja schon seit einer ganzen Weile großer Beliebtheit. Spinat, Rucola, Feldsalat und Co. sind die klassischen Sorten, die im Smoothie landen, doch probieren Sie es unbedingt auch mal mit Kohlrabiblättern! Die Blätter einer Knolle zusammen mit einer geschälten Banane, einer entkernten Birne, 250 ml Wasser und dem Saft einer Zitrone in den Mixer geben und zu Smoothie verarbeiten: So gesund, so lecker!

Noch mehr gute Gründe für Kohlrabiblätter...

Sie sehen: Es gibt einige Möglichkeiten, wie man Kohlrabiblätter beim Kochen und der Zubereitung von Speisen zum Einsatz bringen kann. Doch das sind nicht die einzigen Dinge, die man mit dem Grün der Knollen so anstellen kann.

  1. Futter für Kleintiere: Haben Sie oder Ihre Kids Kaninchen oder Meerschweinchen als Haustiere? Dann bieten Sie den kleinen Flauschbällen doch mal Kohlrabiblätter an: Sie werden erstaunt sein, wie hellauf begeistert die Tierchen auf die Blätter reagieren. Wenn die Tiere allerdings noch nicht sehr an Frischfutter gewöhnt sind (Wichtig: Für viele Kleintiere ist frisches Futter unerlässlich!!!), sollten die Kohlrabiblätter vorsichtig angefüttert werden, bis sich die Verträglichkeit erwiesen hat.
  2. Kohlrabiblätter als Ersatz für Alufolie: Alufolie einfach durch Kohlrabiblätter ersetzen? Klingt verrückt – ist aber auch nur in bestimmten Fällen ratsam – zum Beispiel beim Grillen! Es ist ein klassischer Fehler, beim Grillen auf Alufolie zurückzugreifen, insbesondere bei vegetarischen Leckereien. Nehmen Sie stattdessen doch einfach Kohlrabiblätter und wickeln das Grillgut darin ein! Das Ganze nur noch mit Holzstäbchen fixieren und schon lassen sich Tofu, Zucchini und Pilze zu Päckchen verarbeiten, die schonend gegrillt werden können. Und der Clou: Die würzigen Blätter können im Anschluss einfach mitgegessen werden!

Haben Sie nun auch irgendwie so richtig Appetit auf Kohlrabi bekommen? Dann haben wir Ihnen tolle Rezepte in der Galerie zusammengestellt:

Und natürlich wollen wir Ihnen unseren Favoriten nicht vorenthalten: Kohlrabi-Gratin mit Hackfleisch! Wie es geht, zeigen wir im Video:

Kohlrabi-Gratin mit Hack
Kohlrabi-Gratin mit Hack

Und für welches Gericht Sie sich auch immer entscheiden mögen, denken Sie daran: Auch Kohlrabiblätter lassen sich verwenden, geben Sie dem Grün eine Chance!

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