Aktualisiert: 27.11.2020 - 20:26

Wie ist das eigentlich? Nachgehakt: Wie bleibt Rotkohl beim Kochen rot?

Eine so schöne Farbe kommt nicht von ungefähr. Wie wird Rotkohl eigentlich so schön rot?

Foto: iStock.com/Mariha-kitchen

Eine so schöne Farbe kommt nicht von ungefähr. Wie wird Rotkohl eigentlich so schön rot?

Mit Rotkohl ist ein Weihnachtsmenü erst vollständig. Sehr ärgerlich ist dann, wenn er nicht rot, sondern irgendwie gräulich matschig ausschaut. Wir verraten, wie Rotkohl beim Kochen rot bleibt.

Klöße, leckerer Braten oder auch Rouladen – und dazu natürlich Rotkohl! So sieht ein formvollendetes Weihnachtsmenü aus. Da soll schon manch einer aus der Haut gefahren sein, als er das Festessen auftischen wollte und der Kohl nicht farbenfroh, sondern eher gräulich daherkam. Grämen Sie sich nicht! Wir verraten Ihnen, wie Rotkohl beim Kochen rot bleibt.

SO bleibt Rotkohl beim Kochen rot – ganz einfach!

Graues Essen sieht irgendwie nicht sonderlich appetitlich aus, aber sollte Ihnen das gerade passiert sein, können Sie sich trösten: Am Geschmack ändert das nichts. Wer nur gerne zum Festtag mit einem Highlight für den Gaumen und die Augen auftrumpfen will, der dürfte natürlich etwas enttäuscht oder gar verärgert sein.

Dabei können Sie den kleinen farblichen Fauxpas ganz einfach verhindern, in dem Sie den Rotkohl vor dem Kochen mit Salz, Zucker und Essig/Zitronensaft anmachen.

Der Essig sorgt dafür, dass die roten Farbstoffe im ansonsten lilafarbenen Kohl herausgekitzelt werden. Wer diesen Effekt noch ein wenig unterstreichen möchte, kann kurz vor dem Servieren noch etwas Rote-Bete-Saft unter den Kohl mischen.

Es darf doch lieber blau sein...?

Haben Sie sich schon mal gefragt, warum es manchmal Rotkohl heißt und manchmal Blaukraut? Nun – zum einen handelt sich es um eine regionale Angelegenheit. Rotkohl heißt es vorwiegend in Norddeutschland, während es im Süden des Landes und auch in Österreich Blaukraut heißt. Und das geht auf zwei verschiedene Gründe zurück:

  1. Beschaffenheit des Bodens: In saurem Boden wächst der Kohl eher rötlich, in alkalischem Boden eher bläulich. Man munkelt, das in Zeiten vor Kunstdünger und Co der Boden im nördlichen Deutschland eher sauer gewesen sein muss, während der Boden im Süden eher alkalisch daherkam.
  2. Zubereitung: Im Norden verpasst man dem Rotkohl gerne eine leicht säuerliche Note – entweder durch Essig, Zitronensaft und auch durch Apfel. Das verstärkt nicht nur den Geschmack, sondern auch die Farbe. Im Süden wiederum mag man es lieber süß statt sauer. So wird keine Säure zugegeben und die rote Farbe wird nicht verstärkt. Stattdessen wird Natron dazugegeben – und das verstärkt die blaue Farbe!

Sie sehen: Es bedarf lediglich kleiner Tricks, um dem Kohl eine eher rote oder auch eine blaue Farbkraft zu verleihen. Ganz schön spannend, finden Sie nicht auch?

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Übrigens: Haben Sie sich schon mal gefragt, ob eigentlich Rotkohl aus dem Glas oder als TK-Ware besser ist? Die Stiftung Warentest kam kürzlich auf ein ziemlich klares Ergebnis.

Stecken Sie schon knietief in Überlegungen, was es (außer Rotkohl, versteht sich) an den anstehenden Weihnachtsfeiertagen zum Essen geben soll? In unserer Galerie haben wir viele Ideen für Köstlichkeiten mit Fleisch und Fisch für Sie zusammengestellt:

Ente mit Rotkohl und Klößen ist ja immer eine gute Idee. Wie es geht, zeigen wir Ihnen gern im Video:

Ente mit Rotkohl und Klößen
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