Aktualisiert: 18.11.2020 - 18:02

Hätten Sie's gewusst? Woher kommt eigentlich ... der Begriff "Arme Ritter"?

"Arme Ritter" sind lecker und eine tolle Form der Resteverwertung von übriggebliebenem Brot. Doch: Woher kommt eigentlich der Name?

Foto: iStock.com/Ramonespelt

"Arme Ritter" sind lecker und eine tolle Form der Resteverwertung von übriggebliebenem Brot. Doch: Woher kommt eigentlich der Name?

"Arme Ritter" – ein interessanter Name für eine Süßspeise. Woher dieser Begriff wohl kommen mag? Wir sind der Sache auf den Grund gegangen.

"Arme Ritter", "French Toast", "Grenki" oder auch "Rabanadas" – so unterschiedlich diese Begriffe auch alle klingen, sie meinen im Großen und Ganzen dasselbe: altbackenes Brot, das in Eiermilch getaucht und anschließend ausgebacken wurde. Eine echte Leckerei, die heutzutage viel zu oft in Vergessenheit geraten ist. Aber haben Sie sich eigentlich schon mal gefragt, woher der Begriff "Arme Ritter" eigentlich kommt? Wir haben uns da mal auf Spurensuche begeben...

Die Geschichte der "Armen Ritter": Wann wurde die Süßspeise erfunden?

So viel gleich mal vorneweg: Brotstücke, die in ordentlich viel Fett ausgebacken wurden, gibt es schon ganz schön lange! Tatsächlich wurde Ähnliches bereits zu Zeiten des römischen Reichs zubereitet. Im berühmt-berüchtigten, römischen Kochbuch "De re coquinaria" wurde das Rezept bereits auf Latein abgedruckt. Demnach wurden Stücke aus einem Winterweizengebäck abgebrochen, in Milch getaucht und dann in Öl geröstet – und anschließend Honig daraufgeträufelt.

Klingt doch erstmal ziemlich vertraut, finden Sie nicht auch? Der Name "Arme Ritter" für das Gericht tauchte wiederum erstmalig im 14. Jahrhundert auf – und zwar im "Buch von guter Speise", dem ersten in deutscher Sprache verfassten Kochbuch. Das Wörterbuch der Gebrüder Grimm zitiert: "snit denne aht snitten arme ritter und backe die in smalze niht zu trüge". Um das wörtlich zu übersetzen, bräuchte man vermutlich erst einmal einen Sprachwissenschaflter. Aber man liest doch deutlich heraus, dass es um Schnitten, "Arme Ritter" und auch Schmalz geht.

Wie kam man eigentlich auf den eigenwilligen Namen?

Wie es oft so ist: So richtig wird sich nicht klären lassen, warum das getränkte, ausgebackene Brot den Namen "Arme Ritter" verpasst bekommen hat. Aber es gibt spannende Legenden zu dieser Fragestellung!

Eine der Geschichten besagt, dass klassische "Arme Ritter" in der Zeit des 30-jährigen Krieges ein Gericht war, mit dem sich der mittlerweile verarmte Adel zufrieden geben musste. Was gegen diese These spricht: Der 30-Jährige Krieg begann 1618 – und das Gericht wurde wie oben geschildert bereits früher schriftlich erwähnt.

Eine andere Legende besagt wiederum, dass einst der gemeine arme Ritter kein Fleisch zur Verfügung hatte und sich mit alten Brotstücken begnügen musste, die er in die Pfanne warf. Sehr vage gefasst, aber klingt ja durchaus irgendwie plausibel. Manche Mysterien lassen sich manchmal einfach nicht eindeutig klären...

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Jetzt wurde so viel über die "Armen Ritter" geschrieben, da hat man unterschwellig doch direkt Appetit bekommen – finden Sie nicht auch? Wie gut, dass wir Ihnen da glatt ein paar Rezepte aus dem Ärmel schütteln können. Wie wäre es denn mal mit armen Rittern mit Banane und Walnüssen oder auch dem Pendant aus den USA, sogenanntem French Toast? Und wenn Ihnen nicht so nach süßen Leckereien ist, haben wir sogar ein Rezept für herzhafte arme Ritter für Sie. So wird jedes Frühstück zum absoluten kulinarischen Highlight! Mehr solcher tollen Ideen zeigen wir Ihnen auch in der Galerie:

Mehr Frühstücksideen hält übrigens auch unsere Themenseite für Sie bereit. Einfach mal vorbeischauen!

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Quelle: de.wikipedia.org, "essen & trinken"

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