Aktualisiert: 26.10.2020 - 13:59

Stiftung-Warentest-Urteil Schadstoffe in Oregano gefunden: Diese Marken sind belastet!

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Sie lieben selbstgemachte Pizza? Dann sollten Sie bei einem essenziellen Gewürz vorsichtig sein: Stiftung Warentest hat Schadstoffe in Oregano gefunden!

Foto: iStock.com/Drbouz

Sie lieben selbstgemachte Pizza? Dann sollten Sie bei einem essenziellen Gewürz vorsichtig sein: Stiftung Warentest hat Schadstoffe in Oregano gefunden!

Oregano ist oft mit Schadstoffen belastet, fand Stiftung Warentest heraus. Welche Produkte gut und welche schlecht abschnitten, lesen Sie hier.

Oregano kennt wohl jeder, der Pizza liebt. Das Gewürz darf auf dem italienischen Klassiker nicht fehlen und ist auch aus vielen anderen Gerichten kaum wegzudenken. Oregano wächst im Gartenbeet, meist kauft man ihn aber in getrockneter, gerebelter Form.

Doch das beliebte Kraut ist alles andere als harmlos, zumindest von einigen wenigen Gewürzherstellern. Stiftung Warentest hat Oregano unter die Lupe genommen und bei einigen Schadstoffe entdeckt, die sogar krebserregend sein können. Welche Firmen besonders schlecht abgeschnitten haben, lesen Sie hier. Und auch, welche Kräuter Sie bedenkenlos verzehren können.

Schadstoffe in Oregano: Diese Marken sind giftig

Oregano machte bereits Anfang des Jahres Schlagzeilen. Denn damals mussten einige Hersteller, darunter Fuchs und Teuto Markenvertrieb, viele Oregano-Produkte aus dem Programm nehmen – auch die bekannte Marke Ostmann-Kräuter gehört zu diesen Unternehmen. Der Grund für den Rückruf: Es wurden hohe Dosen Pyrrolizidinalkaloide, abgekürzt PA, festgestellt. Dieser Stoff ist giftig bei regelmäßigem Verzehr, kann schlimmstenfalls zu Leberschäden führen – und soll krebserregend und erbgutschädigend sein. Zuletzt gab es auch einen großen Rückruf für Kreuzkümmel, weil dort Pyrrolizidinalkaloide gefunden worden sind.

Deshalb hat die Stiftung Warentest sich die Produkte genauer angeschaut. Da Majoran verwandt ist mit Oregano, wurden insgesamt 34 Produkte untersucht (21 Oregano, 13 Majoran). Das Ergebnis ist gemischt.

Zweimal die Note "sehr gut"

Erfreulicherweise wiesen wenige Produkte Schadstoffe auf. Der Gewinner des Tests ist der Majoran von Rewe und der von Lebensbaum mit der Note "sehr gut". Überraschend gut schneidet auch der Oregano von Penny ab. Beim Oregano überzeugten mehrere Marken mit der Note "gut", darunter sowohl der von Rewe Beste Wahl als auch der von Rewe Bio. Auch der BioOregano von Azafran erhielt diese Bewertung.

Allerdings gibt es auch schlechte Testergebnisse: Fünf der getesteten Oregano-Kräuter waren stark bis sehr stark belastet. Die Note "mangelhaft" erhielten die Gewürzhersteller HES, Hartkorn und Europa. Stiftung Warentest kommt zu dem Urteil, dass man bei einem Oregano-Verzehr dieser Marken über längere Zeit tatsächlich an Krebs erkranken könne. Auch im Oregano der Marke Ostmann wurden hohe Mengen des schädlichen PAs gefunden und weitere Fungizide und Insektizide. Auch in frischen Lidl-Tortelloni wurden im Test Schadstoffe gefunden. Und auch TK-Gemüse ist nicht ohne. Gesund? Von wegen! Kaufen Sie diesen Tiefkühl-Spinat lieber nicht!

Keine gestreckten Produkte im Test

Obwohl man in den kleinen Gewürz-Dosen nichts anderes als Oregano vermutet, hatten bereits dänische Testergebnisse hervorgebracht, dass einige Hersteller bereits beim Inhalt schummeln. Oft werden dem Kraut Olivenblätter und Myrte beigemischt, um es zu strecken und damit kostengünstiger zu machen. Doch das trifft auf die getesteten Produkte der Stiftung Warentest immerhin nicht zu.

Es gibt also durchaus Oregano-Produkte, die man bedenkenlos verzehren kann. Und wenn Sie doch unsicher sind, dann setzen Sie einfach auf frischen Oregano, der im Garten oder auf dem Balkon gedeihen kann. Wie Sie richtig pflanzen und welche Kräuter zusammen passen, lesen Sie hier.

Rezepte und interessante Artikel zu Oregano finden Sie auf unserer Themenseite Kräuter. Und auf unserer Themenseite Stiftung Warentest finden Sie weitere spannende Testergebnisse.

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