Aktualisiert: 25.09.2020 - 18:47

Davon rät Öko-Test ab Gesund? Von wegen! Kaufen Sie diesen Tiefkühl-Spinat lieber nicht!

Manche lieben ihn, manche hassen ihn: Spinat. Gesund ist er jedoch allemal. Vom Kauf dieser Tiefkühl-Spinat-Produkte sollten Sie allerdings lieber absehen...

Foto: iStock.com/arfo

Manche lieben ihn, manche hassen ihn: Spinat. Gesund ist er jedoch allemal. Vom Kauf dieser Tiefkühl-Spinat-Produkte sollten Sie allerdings lieber absehen...

Spinat ist gesund! Das hat jeder von uns seit dem Kindesalter wohl unzählige Male gehört. Und eigentlich stimmt das auch – nur nicht bei diesen TK-Produkten.

Spinat ist Bestandteil unzähliger typischer "Kindergerichte" – man denke nur an die Kombination Spinat, Kartoffeln und Spiegelei. Kein Wunder: Spinat ist ein echtes Superfood mit hohem Eisen- und Vitamin-C-Gehalt. Die höchste Nährstoffdichte hat natürlich frischer Spinat. Aber wer kommt schon regelmäßig an frischen Spinat? Die meisten von uns greifen zu Tiefkühl-Spinat – und auch das ist vollkommen in Ordnung, dieser enthält immer noch viele wichtige Vitamine und ist in vielen Fällen sogar gesünder als der Blattspinat aus dem Supermarkt, der dort teilweise schon einige Tage liegt. Ausnahmen bestätigen jedoch wie so oft die Regel: Öko-Test hat 16 Tiefkühl-Spinat-Produkte getestet – und rät von 7 ab.

7 Tiefkühl-Spinat-Produkte fallen im Öko-Test durch

Laut "oekotest.de" schneiden sieben Produkte im Test mit "mangelhaft" oder "ungenügend" ab, einige spielen lediglich im qualitativen Mittelfeld und nur vier Produkte sind empfehlenswert. Der Grund dafür: Die meisten Tiefkühl-Spinat-Produkte enthalten hohe Nitrat-, Nitrit- und Cadmiumwerte.

Nitrat ist problematisch, da es sich im Körper in Nitrit umwandeln kann. Das wiederum beeinträchtigt den Sauerstofftransport im Blut und kann krebserregende Stoffe bilden. Hohe Nitrat-Werte konnten beispielsweise bei "Bio Bio Junger Blattspinat" von Netto und im "Blattspinat" von Edeka nachgewiesen werden.

Cadmium hingegen ist ein giftiges Schwermetall. Dieses konnte in fast allen Produkten nachgewiesen werden. Der "Blattspinat" von Frosta sowie der "Beste Wahl Blattspinat" von Rewe enthielten Pestizide.

Auch Bio-Marken schneiden schlecht ab

Alles in allem erzielen Bio-Produkte im Test zwar die besseren Ergebnisse, allerdings fährt man damit nicht immer besser. Neben Spinat-Produkten aus dem Supermarkt schnitt auch der "Bio Inside Blattspinat" des Bio-Unternehmens Demeter Felderzeugnisse überraschend schlecht ab. Nicht nur lag sein Nitrat-Wert knapp über dem laut EU-Verordnung erlaubten Gehalt, bei ihm konnten auch giftige Pyrrolizidinalkaloide, also Pflanzengifte aus Beikräutern, nachgewiesen werden.

Die einzigen beiden TK-Spinat-Produkte, die mit "sehr gut" bewertet wurden, sind der Blattspinat von Alnatura und der "K-Bio-Blattspinat" von Kaufland. Auch diese enthalten übrigens Cadmium – allerdings in nur sehr geringem Ausmaß.

Viele Lebensmittel werden heute getestet – und das scheint auch nötig zu sein: Gerade erst gab es einen Rückruf für Bagels. Und Stiftung Warentest hat frische Tortelloni getestet.

Mehr Produkttests finden Sie auf unserer Themenseite zu Stiftung Warentest.

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