Aktualisiert: 11.09.2020 - 18:01

Wie ist das eigentlich? Nachgehakt: Wann wird Marmelade endlich fest?

Die Marmelade wird nicht fest? Nicht verzagen!

Foto: iStock.com/sestovic

Die Marmelade wird nicht fest? Nicht verzagen!

Sie haben leckere Früchte zu Marmelade eingekocht – und haben das Gefühl, dass irgendetwas nicht recht geklappt hat. Beim Schwenken des Einmachglases stellen Sie fest: Irgendwie ist der Aufstrich noch viel zu flüssig! Ist die Marmelade nun unbrauchbar, oder wird sie noch fest? Und wenn ja: wann? Wir sind der Frage mal auf den Grund gegangen.

Darüber hat sich schon manch ein Hobby-Koch mächtig geärgert: Liebevoll hat man Obst klein geschnibbelt, eingekocht und dann DAS: Die Marmelade will einfach nicht richtig fest werden und schwappt noch fast flüssig im Einmachglas hin und her. Da kommt doch schnell die Frage auf: Wann wird die Marmelade fest? Geschieht das überhaupt noch? Oder landet das Ganze am Ende im Ausguss?

Wann wird Marmelade fest? Nur ein wenig Geduld...

Keine Sorge: Nur weil die Marmelade nicht gleich fest ist, bedeutet das längst nicht, dass dies gar nicht mehr passiert. Selbst gemachte Marmelade braucht mehrere Stunden, ja manchmal sogar mehrere Tage, bis sie im Glas fest wird. Um auf Nummer sicher zu gehen, können Sie aber gleich nach dem Einkochen den Geliertest vornehmen – und fällt dieser erfolgreich aus, müssen Sie sich einfach nur in Geduld üben.

Geliertest: So funktioniert er!

Entnehmen Sie mit einem kleinen Löffel etwas von der frisch gekochten Marmelade, am besten direkt noch aus dem Topf. Geben Sie nun einen Klecks der flüssigen Marmelade auf einen kalten Teller. Ist der Aufstrich gelungen, wird die Marmelade innerhalb kurzer Zeit fest. Dann können Sie Ihre Marmelade guten Gewissens in Einmachgläser abfüllen.

Wenn der Geliertest aber ergibt, dass die Marmelade tatsächlich zu flüssig ist und auch bleibt, dann geht es an die Schadensbegrenzung. Wie genau diese ausfällt, hängt von den verwendeten Früchten ab.

  • Haben Sie süße Beeren für die Marmelade verwendet? Dann geben Sie 2 EL Zitronensaft zur Marmelade in den Topf und kochen alles nochmal für etwa zwei bis drei Minuten auf.
  • Haben Sie saures Obst verwendet, das Sie zuvor mit Gelierzucker im Verhältnis 2 :1 oder 3 : 1 gekocht haben? Dann geben Sie einen Schluck Apfelsaft zur Marmelade und kochen sie zwei bis drei Minuten auf.

Nach diesem Schritt können Sie die Gelierprobe wiederholen – in den meisten Fällen kann man den Aufstrich so retten. Und wenn dem dann nicht so ist, können Sie die Fruchtsoße immerhin noch zu Eis, Pudding, Quark oder Joghurt servieren...

Kleiner Exkurs: Was Pektin mit der Konsistenz der Marmelade zu tun hat...

Leckere Apfelmarmelade gelingt Ihnen immer ganz hervorragend, während die Erdbeerkonfitüre einfach nie fest wird? Und dabei gehen Sie jedes Mal komplett gleich vor? Da müssen Sie nicht anfangen, an sich zu zweifeln – dieses Phänomen hängt mit dem in den Früchten enthaltenen, natürlichen Pektin zusammen.

Pektin ist ein Geliermittel, das in natürlicher Form auch in Früchten enthalten ist – dabei unterscheidet sich aber der Pektin-Gehalt von Frucht zu Frucht! Äpfel haben zum Beispiel einen hohen Pektin-Wert – weshalb diese Marmelade auch immer fester wird als Beerenmarmeladen. Beeren-Früchte haben nämlich einen recht geringen Pektin-Wert.

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Haben Sie jetzt so richtig Lust auf selbst gemachte Marmelade bekommen? Dann stöbern Sie doch mal durch unsere Rezepte in der Galerie:

Alle weiteren Ratgeber und natürlich noch mehr Rezepte finden Sie außerdem auf unserer Themenseite rund um Obst.

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